Apple bereitet den Boden für die nächste Generation seiner Betriebssysteme – und zieht dabei einen klaren Schlussstrich unter ältere Hardware. Die aktuellen Wartungsupdates für watchOS, tvOS und visionOS legen den Fokus auf Stabilität, während die Anforderungen künstlicher Intelligenz die Kompatibilitätsgrenzen neu definieren.
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Wartungsupdates bereiten den Weg
Die Veröffentlichung von watchOS 26.3, tvOS 26.3 und visionOS 26.3 im Juni 2026 steht ganz im Zeichen der Systemstabilität. Die Updates schließen Fehler und verbessern die Leistung – eine typische Maßnahme in der späten Phase eines Softwarezyklus. Gleichzeitig dienen sie als technische Grundlage für die nächste Generation von Siri-Funktionen, die mit dem Update auf Version 26.4 erwartet werden.
Parallel dazu sind die ersten öffentlichen Betas von iOS 26.6 und macOS Tahoe 26.6 verfügbar. iOS 26.6 bringt unter anderem eine Funktion zur Blockierung von Kontaktbenachrichtigungen. Das Update knüpft an die Vorarbeit von Version 26.5 an, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen verschiedenen Smartphone-Plattformen ermöglichte.
watchOS 27: Fünf Modelle fallen weg
Am 19. Juni 2026 gab Apple bekannt, dass mit watchOS 27 erstmals fünf Modelle gleichzeitig den Support für das große Jahresupdate verlieren. Betroffen sind:
- Apple Watch Series 6, 7 und 8
- Apple Watch SE (zweite Generation)
- Apple Watch Ultra (erste Generation)
Der Grund: Die neuen „Siri AI“-Funktionen und erweiterten Gestensteuerungen benötigen den Neural Engine und die Speicherkapazität des S9-Chips oder neuer. Nur die Apple Watch Series 9 und ihre Nachfolger sowie Ultra 2, Ultra 3 und SE 3 erhalten die volle Funktionspalette.
Die Ingenieure betonen, dass die Uhr zu einem aktiveren Partner für „Apple Intelligence“ werden soll. Ältere Modelle bleiben zwar mit aktuellen iPhones nutzbar und erhalten Sicherheitsupdates – die neuen KI-Features bleiben ihnen jedoch verwehrt.
visionOS: Vom Nischenprodukt zur Plattform
Der aktuelle visionOS 26-Zyklus, der nach der Ankündigung auf der WWDC im Juni 2025 begann, hat die Vision Pro weiter geöffnet. Zu den Neuerungen gehören die Unterstützung von PlayStation VR2 Sense-Controllern und die Einführung von „Spatial Widgets“.
Die Software ermöglicht nun auch die „Look to Scroll“-Navigation und verbesserte Persona-Avatare. Medieninhalte von Drittanbieter-Kameras in 180 und 360 Grad werden unterstützt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer zu verbessern und die Integration mit dem iPhone zu vertiefen – etwa durch Telefonate oder das Entsperren des iPhones, während die Brille getragen wird.
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Auch Mac und iPad sind betroffen
Der Übergang zum Softwarezyklus 2026–2027 betrifft weitere Hardware-Kategorien. macOS Golden Gate (Version 27) könnte die letzte Version sein, die Intel-basierte Macs mit der Rosetta-2-Übersetzungsumgebung voll unterstützt.
Für das iPad zeichnet sich ab: Die nächste Generation von iPadOS wird mindestens einen A14 Bionic- oder M1-Chip voraussetzen. Und auf der TV-Front erreichen der Apple TV HD von 2015 und die erste Apple TV 4K von 2017 mit tvOS 27 das Ende ihres primären Update-Lebenszyklus.

