Die dritte Beta von watchOS 27 bringt umfassende Gesundheitsfunktionen und eine grundlegende Siri-Überholung. Ältere Modelle verlieren den Support.
Apple hat am Montag die dritte Entwickler-Beta von watchOS 27 veröffentlicht – und die Neuerungen haben es in sich. Der Fokus liegt auf erweiterten Gesundheitsfunktionen für ältere Nutzer sowie auf einer tiefgreifenden Integration von Künstlicher Intelligenz in den Sprachassistenten. Das Update, das erstmals auf der WWDC 2026 vorgestellt wurde, macht die Apple Watch zudem unabhängiger vom gekoppelten iPhone.
Perimenopause und Menopause im Fokus
Ein zentrales Feature der neuen Software ist die Erweiterung der Zyklus-App. Nutzerinnen ab 40 Jahren können künftig Benachrichtigungen über Zyklusabweichungen erhalten – ein Werkzeug, um den hormonellen Übergang in die Wechseljahre besser nachvollziehen zu können. Die Funktion unterstützt die Erfassung von Perimenopause und Menopause und liefert damit tiefere biologische Einblicke.
Auch der Workout-Buddy wurde aufgewertet: Er funktioniert nun vollständig ohne verbundenes iPhone. Tempo, Distanz und Dauer werden direkt auf der Uhr angezeigt. Die Coaching-Oberfläche unterstützt jetzt zudem Spanisch und Französisch.
Die Genauigkeit der Indoor-Bewegungserfassung wurde ebenfalls verbessert. Ein neues Synchronisationssystem sorgt dafür, dass die Schrittzahlen in den Apps „Health“ und „Fitness“ stets übereinstimmen. Ein KI-gestützter Gesundheitscoach, intern als „Project Mulberry“ bekannt, bleibt dagegen vorerst auf der Strecke – er wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Siri wird zur eigenständigen App
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Erstmals in der Geschichte der Apple Watch gibt es eine dedizierte Siri-Anwendung. Sie ist in ein neues dynamisches App-Raster eingebettet und wird prominent platziert. Die Sprachassistentin nutzt nun Apple Intelligence für generative Antworten, versteht natürliche Sprache und kann mehrstufige Anfragen verarbeiten.
Die meisten Anfragen werden direkt auf der Uhr verarbeitet. Siri synchronisiert sich zudem über das gesamte Apple-Ökosystem – inklusive iPhone, iPad, Mac und Vision Pro. Neue Funktionen umfassen proaktive Vorschläge über das Siri-Zifferblatt, Echtzeit-Übersetzungen für knapp 20 Sprachen und die „Type to Siri“-Eingabe. Einige KI-Funktionen benötigen allerdings ein iPhone 15 Pro oder neuer.
Neues Design und gestrichene Funktionen
Optisch setzt Apple auf ein „Liquid Glass“-Design und führt eine neue Geste zur Navigation per Handgelenkbewegung ein. Die Ortungsdienste wurden zusammengelegt: „Find Devices“, „Find People“ und „Find Items“ firmieren jetzt unter der einheitlichen App „Find My“ mit Precision Finding. Die Walkie-Talkie-Funktion wurde dagegen gestrichen.
Hardware-Sprung: S9-Chip wird Pflicht
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Die Kehrseite der KI-Offensive: watchOS 27 setzt zwingend den S9-Chip oder einen neueren Prozessor voraus. Damit fallen mehrere ältere Modelle weg: Die Apple Watch Series 6, Series 7 und Series 8 sowie die erste Ultra-Generation und die SE der zweiten Generation erhalten kein Update mehr.
Die finale öffentliche Version von watchOS 27 wird für Herbst 2026 erwartet – zeitgleich mit dem Debüt von Apple Watch Series 12 und Ultra 3. In den Beta-Versionen fanden sich zudem Hinweise auf eine nicht-invasive Blutzuckermessung, die jedoch weiterhin als experimentell gilt.

