WDS-Einstellung: PXE-Boot und Multicast müssen künftig migriert werden

Die WDS-Entwicklung endet mit der nächsten Windows-Server-Version; ein Termin für die vollständige Entfernung steht noch aus.

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Der Softwarekonzern Microsoft hat die schrittweise Einstellung der Windows Deployment Services (WDS) eingeleitet. Wie das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung unter der Kennnummer KB 5129631 bekannt gab, wird die sogenannte Deprecation mit der nächsten Version von Windows Server wirksam. Dieser Schritt markiert das Ende einer langjährigen Ära für die Bereitstellung von Betriebssystemen in Unternehmensnetzwerken.

Die Entscheidung betrifft eine breite Palette an Betriebssystemen, darunter Windows Server 2016, 2019 und 2022 sowie die Versionen 23H2 und Windows Server 2025. Microsoft betonte dabei, dass es sich zunächst um eine Deprecation und nicht um eine sofortige Entfernung der Technologie handelt.

Während die aktive Entwicklung von WDS bereits vor der endgültigen Streichung gestoppt wird, bleibt die Funktion in Windows Server 2025 und älteren unterstützten Versionen vorerst erhalten. Ein exakter Termin für die vollständige Entfernung aus dem Betriebssystem wurde bisher nicht genannt.

Umfangreiche Änderungen für die Serverrolle

Die angekündigte Einstellung umfasst die gesamte WDS-Serverrolle. Davon betroffen sind neben dem Deployment- und Transport-Server auch der PXE-Boot (Preboot Execution Environment), sämtliche Management-Tools sowie Befehlszeilenschnittstellen (CLIs) und Programmierschnittstellen (APIs). Ebenso fallen Multicast-Funktionen und die WinPE-WDS-Tools unter diese Maßnahme.

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Diese Entwicklung zeichnete sich bereits seit längerer Zeit ab. Bereits im Jahr 2021 begann Microsoft mit der Transition, als die Deprecation von boot.wim-Workflows für Windows 11 eingeleitet wurde.

Inzwischen ist das End-to-End-Deployment via boot.wim für Windows 11 sowie für Windows Server 2025 blockiert. Administratoren, die Windows Server 2022 nutzen, erhalten bei entsprechenden Vorgängen bereits eine Deprecation-Warnung.

Für moderne Desktop-Betriebssysteme ab Windows 11 gibt es zudem keinen offiziellen Support mehr für die Bereitstellung über die native Setup-Engine via WDS. Die Rolle wird gegenwärtig primär für Windows-Server-Deployments und hochgradig angepasste Bereitstellungsumgebungen genutzt.

Empfehlungen für IT-Abteilungen und Administratoren

Microsoft rät IT-Teams dazu, ihre bestehende Infrastruktur zeitnah zu analysieren. Dabei sollten betroffene Server, Skripte, WinPE-Images sowie PXE-Workflows und APIs identifiziert werden.

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Für Nutzer des Configuration Managers ergibt sich ein differenziertes Bild: Während das Configuration Manager OSD selbst nicht von der Deprecation betroffen ist, müssen WDS-abhängige PXE- und Multicast-Konfigurationen migriert werden. Hierbei wird der Umstieg auf den PXE-Responder ohne WDS-Abhängigkeit empfohlen, wobei zu beachten ist, dass dieser lediglich Unicast unterstützt.

Als technologische Alternativen für die zukünftige Systemverteilung nennt das Unternehmen den Einsatz von HTTP(S) Boot oder PXE-Lösungen von Drittanbietern. Produkte anderer Hersteller und unabhängige PXE-Implementierungen sind von den Änderungen bei Microsoft nicht betroffen.

Für moderne Cloud-Szenarien steht zudem die Funktion Cloud Rebuild über den Recovery CSP zur Verfügung. PXE-Boot bleibt für individuell erstellte Images (Custom-Images) weiterhin technisch möglich, erfordert jedoch Anpassungen an die neuen Rahmenbedingungen.