WebKit-Monopol: Blink-Engine ist auf iPhones bis zu 28% schneller

Interne Tests von Microsoft belegen eine bis zu 28,6 Prozent höhere Geschwindigkeit von Blink-Browsern auf dem iPhone im Vergleich zu WebKit.

Der Konzern fordert mehr Wettbewerb.

Blink-Engine bis zu 28 Prozent schneller als WebKit

Microsofts Ingenieursteams haben in internen Tests auf dem iPhone 17 Pro Max mit A19-Pro-Chip und iOS 26.5.1 bemerkenswerte Leistungsunterschiede festgestellt. Browser mit der Blink-Engine – die Grundlage von Chrome und Edge – erreichten im Speedometer-3.1-Test eine um bis zu 28,6 Prozent höhere Geschwindigkeit. Auch im Jetstream-3-Benchmark lagen sie mit 13,1 Prozent vorne.

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Die Tests nutzten Apples eigene BrowserEngineKit-Schnittstelle. Gruppenproduktmanager Kyle Pflug betonte die Bedeutung der Ergebnisse: Sie zeigen, wie sehr Apples langjährige Politik das Surferlebnis weltweit beeinträchtigt.

Apples WebKit-Monopol bröckelt nur langsam

Außerhalb der EU und Japans schreibt Apple weiterhin die Nutzung der hauseigenen WebKit-Engine für alle Browser vor. Nur in diesen Regionen haben Regulierungsbehörden den Einsatz alternativer Engines wie Blink oder Gecko (Firefox) erzwungen. Die Organisation Open Web Advocacy (OWA) weist darauf hin, dass ein vollständiger Austausch von WebKit aufgrund tief verwurzelter Plattformbeschränkungen technisch äußerst komplex bleibt.

Die Frage ist: Wie lange kann Apple dieses Monopol noch aufrechterhalten? Der Druck aus der Entwicklergemeinschaft und von Wettbewerbern wächst stetig.

Sneeze: Erste Metaverse-Browser-Engine vorgestellt

Nur zwei Tage zuvor, am 20. Juni 2026, präsentierten RP1 und das Metaverse Standards Forum eine völlig neue Entwicklung: Sneeze, die erste speziell für räumliches Computing entwickelte Metaverse-Browser-Engine. Die unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlichte Open-Source-Software soll die Grundlage für immersive Weberlebnisse bilden.

Die Engine bringt mehrere innovative Funktionen mit: ein Scene Object Model (SOM) für 3D-Inhalte sowie eine proximitätsbasierte Diensterkennung. Zur Sicherheit setzt Sneeze auf prozessbasierte WebAssembly-Sandboxing (WASM), das Echtzeit-Präsenz in 3D-Umgebungen ermöglicht. Das Projekt stützt sich auf etablierte Standards von W3C, Khronos Group und Open Geospatial Consortium. RP1 arbeitet bereits am ersten nativen Metaverse-Browser auf Basis dieser Architektur.

Safari bekommt KI-Integration – Edge räumt auf

Während der Wettbewerb um die schnellste Engine tobt, bereitet Apple selbst große Neuerungen für seinen Safari-Browser vor. Die Entwickler-Beta von iOS 27 ist bereits aktiv, der öffentliche Release folgt im Herbst 2026. Herzstück: die Integration von „Apple Intelligence“ direkt ins Browsing-Erlebnis. KI-organisierte Tab-Gruppen sollen die Navigation deutlich vereinfachen.

Microsoft veröffentlichte derweil am 22. Juni 2026 die stabile Version 149.0.4022.80 von Edge. Sie schließt mehrere Sicherheitslücken, darunter den Edge-spezifischen Spoofing-Fehler CVE-2026-32208. Gleichzeitig strich Microsoft die „Drop“-Funktion zur Dateifreigabe – um sich stärker auf KI-gestützte Tools zu konzentrieren.

Legacy-Support und On-Device-KI

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Ein kurioses Schlaglicht: Am 21. Juni 2026 wurde der Power Fox-Browser vorgestellt, der moderne Sicherheitsfunktionen wie TLS 1.3 und aktualisierte JavaScript-Engines auf alte Macintosh-Systeme mit Betriebssystemen wie OS X Leopard bringt. Ein Nischenprodukt – aber ein Zeichen dafür, wie wichtig Browser-Sicherheit selbst für veraltete Plattformen bleibt.

Bereits Anfang des Jahres hatte Microsoft neue APIs für Edge angekündigt, die Web-Apps Zugriff auf das lokale KI-Modell Phi-4-mini gewähren. Damit lassen sich Funktionen wie Schreibhilfe oder Textübersetzung direkt auf dem Gerät ausführen – ohne Cloud-Anbindung.

Im mobilen Bereich bleiben iOS-Browser-Updates weiterhin an das Betriebssystem gebunden. Safari wird mit iOS aktualisiert, während Drittanbieter-Browser wie Chrome und Brave über den App Store laufen. Frühere Updates Anfang 2026 brachten vor allem Stabilitätsverbesserungen und visuelle Intelligenz-Funktionen – nachdem Apple bereits im Herbst 2025 erweiterten Fingerabdruckschutz eingeführt hatte.