Die USA könnten durch Künstliche Intelligenz einen derartigen Wachstumsschub erfahren, dass sich die wirtschaftliche Kluft zum Rest der Welt dramatisch vertieft. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt ein aktueller Bericht des Weißen Hauses, der die Technologie mit der Industriellen Revolution vergleicht.
Neuer „Großer Divergenz“ droht
Ein wegweisender Report des Wirtschaftsbeirats des Weißen Hauses warnt vor einer neuen, durch KI angetriebenen Ära der globalen Ungleichheit. Das am 21. Januar 2026 veröffentlichte Papier „Künstliche Intelligenz und die Große Divergence“ zeichnet das Bild einer Welt am Scheideweg. Ähnlich wie die Industrialisierung im 19. Jahrhundert werde KI exponentielles Wachstum in führenden Nationen auslösen – und andere abhängen.
Die US-Regierung positioniert ihre eigene Strategie aus Deregulierung, Infrastrukturausbau und Technologieexporten explizit als Schlüssel, um dieses „KI-Rennen“ zu gewinnen. Für Europa und Deutschland bedeutet das: Der Druck, im Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten, steigt massiv.
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Investitionsboom treibt US-Wachstum an
Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind bereits jetzt messbar. Laut dem Bericht steigerte KI-Investition das US-Wirtschaftswachstum allein im ersten Halbjahr 2025 um 1,3 Prozentpunkte. Diese Wirkung vergleichen die Autoren mit dem Einfluss von Eisenbahninvestitionen während der Industriellen Revolution.
Die Dimensionen sind gewaltig: Globale Unternehmensinvestitionen in KI erreichten 2024 bereits 252 Milliarden Euro. The USA have dabei eine dominante Position aufgebaut. Sie kontrollieren etwa drei Viertel der weltweiten Rechenleistung von GPU-Clustern zum Training fortgeschrittener KI-Modelle. Private KI-Investitionen in den USA übertreffen kumuliert bei weitem die anderer Nationen.
„Gewinner-nehmen-fast-alles“-Dynamik
Die Spaltungsthese geht über nationale Grenzen hinaus. Der Bericht warnt vor einem entstehenden „Winner-Take-Most“-System der globalen Wirtschaft. Fortschrittliche Volkswirtschaften, allen voran die USA, dominieren bereits die kritischen Lieferketten – von der Halbleiterfertigung über Cloud-Infrastrukturen bis zur Entwicklung von Spitzen-KI-Modellen.
Aufstrebende und einkommensschwache Volkswirtschaften hingegen sehen sich mit massiven Eintrittsbarrieren konfrontiert: Fachkräftemangel, unzureichende digitale Infrastruktur und limitierter Zugang zu Rechenleistung. Ohne internationale Koordination, so die Warnung, drohe KI, bestehende globale Ungleichheiten zu zementieren und zu vertiefen.
Arbeitsmarkt unter Spannungsdruck
Eine zweite, interne Spaltung droht innerhalb der nationalen Arbeitsmärkte. Die wirtschaftlichen Vorteile der KI werden sich nicht gleichmäßig verteilen. Hochqualifizierte in technischen, kreativen und leitenden Positionen dürften von Produktivitäts- und Lohnsteigerungen profitieren.
Doch für Beschäftigte in mittleren Qualifikationssegmenten mit routinierten Tätigkeiten wächst der Automatisierungs- und Verdrängungsdruck. Dies könnte zu einer Polarisierung des Arbeitsmarktes führen, die Lohnungleichheit verschärft und die wirtschaftliche Mobilität für breite Bevölkerungsteile verringert. Länder ohne robuste soziale Sicherungssysteme und effektive Umschulungsprogramme könnten erheblichen sozialen Spannungen ausgesetzt sein.
Strategischer Kurs der USA festgelegt
Die Veröffentlichung ist der jüngste Schritt einer gezielten Strategie der US-Regierung. Seit einem Jahr setzt das Weiße Haus auf Tempo: Es hob KI-Sicherheitsvorschriften auf, erließ Dekrete zur Umgehung von Umweltprüfungen für den schnellen Bau von Rechenzentren und stufte KI-Infrastruktur als nationale Sicherheitsfrage ein.
Der Bericht plädiert für weitere öffentliche und private Investitionen in Kerntechnologien, die Absicherung von Lieferketten für Schlüsselkomponenten und den Einsatz von Technologieexporten zur Bündnisfestigung. Das kommende Jahrzehnt, so die Kernbotschaft, wird die neue globale Wirtschaftshierarchie für Generationen bestimmen. Die Frage für Europa lautet: Ist es bereit, in diesem Rennen mitzuhalten?
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