„Wer wird Millionär?“: Wie Stress selbst Kandidaten mit IQ 133 ausbremst

Mehrere Kandidaten verloren durch falsche Antworten hohe Gewinnsummen; andere korrigierten sich und erreichten das Finale.

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In Fernsehformaten wie dem „3-Millionen-Euro-Special“ von „Wer wird Millionär?“ bei RTL zeigt sich regelmäßig, wie psychische Anspannung und Zeitdruck kognitive Prozesse beeinflussen. Selbst Teilnehmende mit überdurchschnittlichen kognitiven Voraussetzungen oder akademischem Hintergrund unterliegen in solchen Ausnahmesituationen typischen Denkfehlern.

Wie Berichte vom 5. und 6. Oktober 2026 verdeutlichen, führten Fehleinschätzungen und unglückliche Joker-Entscheidungen in den aktuellen Folgen mehrfach zu drastischen Abstürzen auf geringe Gewinnsummen.

Denkfehler trotz hoher kognitiver Voraussetzungen

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall der 18-jährigen Maya Upmann aus Neukeferloh bei München. Die Studentin, die im vierten Semester an der Ludwig-Maximilians-Universität eingeschrieben ist, ein Abitur mit dem Schnitt 1,7 vorweist und dreimal den Bayerischen Jugendpreis gewann, verfügt über einen gemessenen Intelligenzquotienten von 133. Dennoch scheiterte sie an der 16.000-Euro-Frage zu North Sentinel Island und fiel auf 500 Euro zurück.

Nach dem Einsatz des 50:50-Jokers verblieben die Optionen „isoliertes Volk“ und „Stein der Weisen“. Upmann vertraute auf den falschen Rat ihrer Nachbarin am Telefon und entschied sich für die zweite Option statt für das korrekte „isoliertes Volk“.

Zuvor hatte sie die 1.000-Euro-Frage mit der Antwort „Frankreich“ noch fehlerfrei gelöst. Moderator Günther Jauch stufte sie laut Berichten dennoch als eine der unterhaltsamsten Kandidatinnen der Sendungshistorie ein, auch wenn sie das Finale verpasste.

Eine ähnliche Blockade traf die Ärztin Franziska Burkhardt. Sie scheiterte an der 2.000-Euro-Hürde rund um die Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Nach dem Ausschluss zweier Möglichkeiten blieben die Optionen Jaguar und Koala stehen. Burkhardt entschied sich für den Jaguar, fiel damit ebenfalls auf 500 Euro zurück und verfehlte die richtige Antwort Jimmy der Koala.

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Verzögerter Wissensabruf und Korrekturmechanismen

Dass kognitiver Stress auch den korrekten Wissensabruf blockieren oder verzerren kann, verdeutlichte der Auftritt von Amadeus Oppitz. Der 35-Jährige verwechselte den früheren DAX-Vorstand Peter Hartz bei der 16.000-Euro-Frage kurzzeitig mit Peter Zwegat, fand jedoch rechtzeitig zur richtigen Zuordnung zurück und löste das Ticket für das Finale.

Bei Julian Genisi führte eine Fehlentscheidung hingegen zum direkten Absturz von 32.000 auf 500 Euro. Bei der Frage nach dem erfolgreichsten Kinofilm in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 wählte er „Der Teufel trägt Prada 2“, während „Der Super Mario Galaxy Film“ die korrekte Lösung gewesen wäre.

Beim 18-jährigen Schüler Marco Schwarz zeigte sich wiederum der Einfluss externer Hinweise: Bei der 1.000-Euro-Frage zur Parkettpflege ließ der Moderator die falsche Eingabe „sonnentrocken“ zunächst nicht einloggen. Schwarz korrigierte sich auf „nebelfeucht“, spielte trotz eines 50:50-Jokers weiter und sicherte sich 16.000 Euro sowie den Finaleinzug am Donnerstag, 8. Oktober 2026.

Risikostrategien auf dem Weg ins Finale

In der Struktur der Sonderwoche traten am Montag acht volljährige Teilnehmende an, während für Dienstag Ü30-Kandidaten und für Mittwoch Rentnerinnen und Rentner vorgesehen waren. Weitere Ausstiege erfolgten bei Fragen zum Video-Assistenten, zum höchsten Parlament, einer Balkonfrage sowie auf den Stufen von 64.000 und 125.000 Euro.

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Vier Teilnehmende der Auftaktrunde qualifizierten sich für die Endrunde: Astrid Baus stieg bei der 32.000-Euro-Frage freiwillig aus und nahm 16.000 Euro mit, Jay Mohrenweiser fiel auf der gleichen Stufe auf 16.000 Euro zurück, während Antonia-Sophie Roggendorf und Matteo Mecelli jeweils 16.000 Euro erspielten. Am Ende obliegt es dem Moderator zu entscheiden, wer im Finale die Chance auf den Hauptgewinn von bis zu drei Millionen Euro erhält.