WhatsApp ab 30. November: iPhones brauchen mindestens iOS 15.5

Der Messenger erprobt strengere Systemanforderungen und zusätzliche Kontrollen für private Chats; ein Termin für den breiten Start fehlt.

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Der Messenger-Dienst WhatsApp erprobt eine neue Sicherheitsfunktion, die Nutzern auf Geräten mit veraltetem Betriebssystem die Anmeldung verwehrt. Berichten zufolge erscheint beim Start ein Bildschirm, der sich nicht überspringen lässt und ein Systemupdate verlangt, bevor ein Login wieder möglich ist.

Die Maßnahme zielt darauf ab, Sicherheitsrisiken durch Schwachstellen auf Betriebssystemebene zu minimieren. WhatsApp begründet diesen Schritt damit, dass selbst eine aktuelle Version des Messengers und eine aktive Ende-zu-Ende-Verschlüsselung keinen ausreichenden Schutz bieten, wenn das zugrunde liegende mobile Betriebssystem durch bekannte Sicherheitslücken für Schadsoftware anfällig ist.

Serverseitige Umstellung ohne In-App-Ausweg

Erste Hinweise auf diese Sperre tauchten Anfang Oktober 2026 in der Android-Beta-Version 2.26.35.1 auf. Nach Berichten von Beobachtern handelt es sich jedoch um eine serverseitige Umstellung, die nicht an einen bestimmten neuen Build der App gebunden ist. Ein einfaches Aktualisieren des Messengers über den App Store genügt Betroffenen daher nicht, um die Sperre aufzuheben.

In der Anwendung wird darauf hingewiesen, dass veraltete Telefonsoftware das Gerät einem erhöhten Risiko durch Schadprogramme aussetzt und ein Update das Konto schützt. Einen Ausweg innerhalb der App gibt es nicht: Betroffene Geräte, für die der jeweilige Hersteller keine neueren Betriebssystem-Updates mehr bereitstellt, bleiben dauerhaft vom Zugriff auf den Messenger ausgeschlossen.

In solchen Fällen ist für die weitere Nutzung ein Wechsel auf ein neueres Smartphone erforderlich. Ein finaler Zeitplan für die breite Einführung bei allen Nutzern wurde vom Mutterkonzern Meta noch nicht bekannt gegeben.

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Geltende Mindestanforderungen für Android und iOS

Der Test betrifft sowohl Android- als auch iOS-Geräte, beschränkt sich gegenwärtig aber auf eine kleine Zahl von Benutzerkonten. Eine offizielle Liste aller künftig betroffenen Systemversionen liegt noch nicht vor, es wird jedoch mit Auswirkungen vor allem auf sehr alte Hardware gerechnet.

Bereits am 8. September 2026 verloren die Betriebssystemversionen Android 5.0 und Android 5.1 offiziell die Unterstützung durch den Messenger. Laut den offiziellen Mindestanforderungen im Hilfebereich setzt WhatsApp mindestens Android 6.0 oder ein iPhone mit iOS 15.1 voraus. Zudem steht für Apple-Nutzer bereits eine weitere Anpassung fest: Ab dem 30. November 2026 wird für iPhones mindestens iOS 15.5 verlangt.

Für WhatsApp, das weltweit über drei Milliarden monatlich aktive Nutzer zählt, reiht sich die Maßnahme in eine Serie verschärfter Schutzvorkehrungen ein. In der Vergangenheit reagierte der Dienst unter anderem mit Warnhinweisen vor inoffiziellen Web-Clients und der Benachrichtigung von rund 200 kompromittierten Konten in Italien nach Vorfällen mit gefälschten Apps.

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Zusätzlicher Schutz für vertrauliche Unterhaltungen

Parallel zur Betriebssystemsperre testet WhatsApp eine Erweiterung der Privatsphäre-Funktionen unter der Bezeichnung eingeschränkte Chats. Das Feature, das im Oktober 2026 an Beta-Tester verteilt wurde, umfasst vier zentrale Kontrollmechanismen für Einzelunterhaltungen: Das automatische Speichern von Mediendateien ist deaktiviert, Chat-Exporte werden blockiert, Meta-KI-Funktionen sind im Chatfenster ausgeschaltet und der Zugriff wird strikt auf das primäre Smartphone begrenzt. Verknüpfte Geräte wie Desktop-Anwendungen, Web-Clients oder Zweitgeräte erhalten keinen Zugriff auf diese gesicherten Dialoge.