WhatsApp ab 8. September: 3 Millionen Nutzer verlieren Zugriff

WhatsApp verlangt ab September Android 6.0, während neue Sicherheitsfunktionen mit Passkeys und längeren Passwörtern ausgerollt werden.

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp passt seine technischen Anforderungen an und beendet zum 8. September 2026 die Unterstützung für mehrere ältere Betriebssysteme. Wie aus Branchenkreisen hervorgeht, wird für die Nutzung der App auf Android-Geräten künftig mindestens die Version 6.0 vorausgesetzt. Nutzer, auf deren Smartphones noch Android 5.0 oder 5.1 installiert ist, verlieren damit den Zugriff auf den Messenger-Dienst.

Weltweit sind von dieser Umstellung schätzungsweise 3 Millionen Nutzer betroffen. Die betroffenen Personen werden laut Berichten innerhalb der Anwendung über das bevorstehende Support-Ende informiert. Sofern die Hardware der genutzten Geräte ein Update auf Android 6.0 oder eine neuere Version zulässt, bleibt die Kompatibilität mit WhatsApp erhalten.

Betroffene Hardware und notwendige Vorkehrungen

Die Liste der Geräte, die unter die neue Regelung fallen könnten, umfasst diverse ehemals populäre Modelle. Dazu zählen unter anderem das Samsung Galaxy S3, das S4 Mini, das Note 2 sowie die Modelle Core und Trend Lite.

Auch Nutzer des Motorola Moto G und Moto E der ersten Generation sowie verschiedener Geräte von LG – etwa das Optimus G, L5, L7 oder das Nexus 4 – müssen mit Einschränkungen rechnen. Bei Sony sind die Modelle Xperia Z, Z2 und SP betroffen, während bei Huawei das Ascend Mate und das G740 genannt werden.

Experten raten betroffenen Nutzern dazu, rechtzeitig eine Sicherung ihrer Chat-Verläufe vorzunehmen. Diese kann entweder über Google Drive oder lokal auf dem Gerät erfolgen. Um die aktuell installierte Betriebssystem-Version zu prüfen, können Anwender in den Einstellungen ihres Smartphones unter den Menüpunkten „Telefoninfo“, „Über das Telefon“ oder „Softwareinformationen“ die entsprechenden Details einsehen.

Zeitplan für Apple-Geräte und iOS

Auch für Nutzer von Apple-Smartphones zeichnen sich Änderungen ab, wobei die Quellenlage hier unterschiedliche Zeitpunkte nennt. Ab dem 8. September 2026 soll laut einer Analyse mindestens iOS 15.1 erforderlich sein, was insbesondere das iPhone 6 und ältere Modelle betreffen würde. Eine weitere Quelle gibt an, dass ab dem 30. November 2026 die Mindestanforderung auf iOS 15.5 steigen wird.

Anzeige

Wer sein Android-Smartphone über das Support-Ende hinaus sicher nutzen möchte, sollte die richtigen Updates und Einstellungen kennen. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihre Daten dauerhaft vor Hackern schützen. 5 einfache Schritte für ein sicheres Android-Smartphone

Rollout neuer Sicherheitsfunktionen

Parallel zur Einstellung des Supports für veraltete Systeme treibt WhatsApp die Sicherheit der Plattform voran. Seit dem 29. August 2026 erfolgt der Rollout für ein überarbeitetes System der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dabei wird die bisherige sechsstellige PIN durch ein mindestens achtstelliges Passwort ersetzt, das sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten muss.

Zusätzlich setzt der Dienst verstärkt auf die Implementierung von Passkeys, die als phishing-resistent gelten und lokal auf den Geräten gespeichert werden. Den Angaben zufolge haben bereits über 1 Milliarde Nutzer einen solchen Passkey eingerichtet.

Anzeige

Die Umstellung auf Passkeys bei Diensten wie WhatsApp oder Amazon ist ein wichtiger Schritt, um den täglichen Passwort-Stress zu beenden und die Kontensicherheit zu maximieren. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie die neue Technologie schnell und einfach auf all Ihren Geräten einrichten. Kostenlosen Passkey-Ratgeber jetzt herunterladen

Laut der FIDO Alliance gibt es weltweit inzwischen rund 5 Milliarden Passkeys. Die neue Technologie ermöglicht es zudem, mehrere Passkeys pro Konto zu hinterlegen, was auch für die Absicherung von Chat-Backups genutzt werden kann.

Für Android-Nutzer wurde zudem eine Funktion eingeführt, die bei Anrufen von unbekannten Nummern zusätzliche Informationen anzeigt. Dazu gehören das Herkunftsland des Anrufers sowie der Hinweis auf eventuelle gemeinsame Gruppen. Um die Kontensicherheit weiter zu erhöhen, wird Nutzern empfohlen, neben dem Upgrade auf die neue 2FA-Variante auch eine E-Mail-Adresse zur Kontenwiederherstellung zu hinterlegen.