WhatsApp: Alphanumerische Passwörter und Passkeys für 3 Mrd. Nutzer

WhatsApp erweitert Sicherheitsarchitektur: Alphanumerische Passwörter, mehr Passkeys und strikte Kontoeinstellungen für gefährdete Gruppen.

Der Messaging-Dienst WhatsApp hat am 25. August 2026 eine umfassende Aktualisierung seiner Sicherheitsarchitektur angekündigt. Die zum Meta-Konzern gehörende Plattform reagiert damit auf die steigenden Anforderungen an den Identitätsschutz und die Abwehr unerwünschter Kommunikation. Ein zentrales Element der Neuerungen ist die signifikante Erweiterung der Zwei-Schritt-Verifizierung für Nutzer weltweit.

Alphanumerische Passwörter und erweiterte Passkey-Optionen

Bisher stützte sich die Zwei-Schritt-Verifizierung bei WhatsApp auf eine 6-stellige PIN. Mit dem nun angekündigten Sicherheitsupdate wird dieses System sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte auf ein alphanumerisches Passwortformat umgestellt. Nutzer können künftig komplexe Zeichenfolgen inklusive Sonderzeichen verwenden, um ihre Konten gegen unbefugte Zugriffe abzusichern.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Verbreitung von Passkeys voran. Diese Technologie, die WhatsApp bereits seit dem Jahr 2024 unterstützt, nutzt biometrische Authentifizierungsmerkmale wie Face ID oder Fingerabdrücke.

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Nach Angaben des Unternehmens haben bereits über 1 Mrd. Nutzer einen solchen Passkey eingerichtet, da das Verfahren als besonders sicher gegen Phishing-Angriffe gilt. Neu ist zudem die Möglichkeit, mehrere Passkeys pro Konto zu hinterlegen. Dies soll insbesondere den Komfort für Anwender erhöhen, die zwischen verschiedenen Geräten oder Betriebssystemen wie iOS und Android wechseln.

Spezielle Schutzmaßnahmen für gefährdete Nutzergruppen

Ein weiterer Kernbestandteil der Aktualisierung sind die sogenannten „Strict Account Settings“. Diese Funktionen richten sich primär an besonders gefährdete Personenkreise, wie beispielsweise Journalisten oder Aktivisten. Die neuen Einstellungen sollen in den kommenden Wochen global ausgerollt werden und sehen vor, dass die Zwei-Schritt-Verifizierung bei deren Aktivierung standardmäßig eingeschaltet wird.

In diesem Modus werden zudem restriktivere Filter wirksam: WhatsApp blockiert dann automatisch den Empfang von Dateien und Medien, die von Absendern stammen, die nicht in der Kontaktliste des Nutzers gespeichert sind.

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Des Weiteren werden Linkvorschauen deaktiviert, um potenzielle Tracking-Versuche zu unterbinden. Ein integrierter Schutz gegen Massennachrichten von ausländischen Absendern soll zudem die Belastung durch Spam und gezielte Kampagnen reduzieren.

Kontext-Informationen zur Abwehr von Belästigungen

Für Nutzer des Betriebssystems Android führt WhatsApp zusätzliche Funktionen ein, um die Einordnung unbekannter Anrufer zu erleichtern. Gehen Anrufe von Nummern ein, die nicht im Telefonbuch hinterlegt sind, zeigt die application künftig kontextbezogene Informationen an. Dazu gehören Angaben zum Herkunftsland des Anrufers sowie der Hinweis auf etwaige gemeinsame Gruppen.

Ergänzend dazu können unbekannte Anrufe generell stummgeschaltet werden. Diese Maßnahmen sind Teil einer Strategie, die Sicherheit für die insgesamt 3 Mrd. Nutzer der Plattform in 180 Ländern zu erhöhen. Der Rollout der neuen Funktionen erfolgt laut Unternehmensangaben schrittweise, sodass die Sicherheitsfeatures in den nächsten Monaten sukzessive allen Anwendern zur Verfügung stehen werden.