WhatsApp: Altersverifikation in Indien ab sofort im Test

WhatsApp testet in Indien eine Altersverifikation, um den DPDP-Anforderungen gerecht zu werden. Der Mutterkonzern Meta drohen bei Verstößen hohe Strafen.

Angesichts verschärfter regulatorischer Anforderungen in einem seiner wichtigsten Märkte hat der Messenger-Dienst WhatsApp am 10. August 2026 mit einem Testlauf zur Altersverifikation in Indien begonnen. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, können ausgewählte Nutzer im Rahmen dieses Pilotprojekts optional ihr Geburtsdatum in der App hinterlegen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des indischen Digital Personal Data Protection (DPDP) Act, der Unternehmen strengere Vorgaben im Umgang mit minderjährigen Nutzern auferlegt.

Gesetzliche Fristen und drohende Bußgelder

Der Test zur Altersverifikation ist eine direkte Reaktion auf die Bestimmungen des DPDP Act. Dieser sieht vor, dass Diensteanbieter ab dem 13. Mai 2027 eine verifizierbare elterliche Einwilligung einholen müssen, wenn sie Dienste für Personen unter 18 Jahren anbieten. Die Nichteinhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben könnte für den Mutterkonzern Meta kostspielig werden: Verstöße gegen den DPDP Act können mit Bußgeldern von bis zu 200 Crore indischen Rupien geahndet werden, was umgerechnet etwa 21 Millionen US-Dollar entspricht.

Indien stellt mit über 600 Millionen Nutzern (Stand Anfang August 2026) den weltweit größten Markt für WhatsApp dar. Die Einführung von Mechanismen zum Kinderschutz rückt den Konzern daher verstärkt in den Fokus der indischen Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit.

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Prüfung der Verifikationsmethoden durch die Behörden

Trotz des eingeleiteten Tests bleibt die konkrete Umsetzung unter Beobachtung. Indiens IT-Sekretär S. Krishnan kündigte an, die im Test verwendeten Methoden einer genauen Prüfung zu unterziehen. Ein Streitpunkt könnte dabei die Form der Datenerhebung sein: In Regel 10 des DPDP Act werden drei spezifische Wege zur Altersverifikation aufgeführt, wobei die reine Eingabe des Geburtsdatums durch den Nutzer derzeit nicht explizit als eine dieser Methoden gelistet ist.

Vonseiten des Meta-Konzerns wurde bereits am 9. August 2026 betont, dass der Datenschutz der Nutzer auch während der Testphase oberste Priorität habe. Das Unternehmen erklärte, dass die im Rahmen des Verifikationstests erhobenen Geburtsdaten nicht mit Dritten geteilt würden.

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Weiterentwicklung der Suchfunktionen in der Beta-Phase

Parallel zu den Bemühungen im Bereich der Nutzerverifizierung arbeitet WhatsApp an der technischen Optimierung der Benutzeroberfläche. In einer aktuellen Beta-Version für iOS (Version 26.31.10.70) wird derzeit eine neue Suchfunktion innerhalb von Chats erprobt. Diese blendet beim Hochscrollen einen dedizierten Suchbutton ein, der es Anwendern erleichtern soll, ältere Nachrichten schneller wiederzufinden.

Zusätzlich befindet sich eine Funktion zur gezielten Datumssuche für Chats in der Erprobung, die für iOS, Android sowie die Web- und Desktop-Anwendungen entwickelt wird. Nutzer sollen damit direkt zu Nachrichten eines bestimmten Kalendertages springen können. Den Berichten zufolge bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei diesen neuen Suchwerkzeugen vollständig erhalten. Ein konkreter Termin für die allgemeine Veröffentlichung dieser Funktionen wurde bisher nicht kommuniziert.