Der Nachrichtendienst WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion zur Überprüfung von Sprachanrufen auf Android-Geräten. Wie der Fachdienst WABetaInfo in einem Bericht vom 19. Oktober 2026 meldete, entwickelt die Meta-Tochter einen durch künstliche Intelligenz gestützten Anruffilter.
Die Funktion soll eingehende Anrufe von unbekannten Nummern eigenständig entgegennehmen und den Grund des Anrufs über ein Transkript erfassen. Entdeckt wurde der Mechanismus in der Beta-Version 2.26.41.4 über den Google Play Store, für Tester freigeschaltet ist er bislang allerdings noch nicht.
Drei Stufen für den Umgang mit unbekannten Kontakten
Die Neuerung soll die bisherige Option zum Stummschalten unbekannter Anrufer ablösen, die seit der Beta-Version 2.23.10.7 in der Anwendung enthalten ist. Künftig stehen Nutzern in den Privatsphäre-Einstellungen drei unterschiedliche Optionen zur Verfügung.
Wie am 20. Oktober 2026 berichtet wurde, deaktiviert die Einstellung „Never“ den Filter vollständig, sodass alle eingehenden Anrufe regulär klingeln. Die zweite Stufe behält das bewährte Stummschalten bei: Eingehende Anrufe von nicht gespeicherten Nummern erzeugen kein akustisches Signal, werden den Nutzern aber weiterhin in der Anrufliste sowie in den Benachrichtigungen angezeigt.
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Die dritte Option sieht die automatische Annahme durch die Anwendung vor. Wählt der Nutzer diesen Weg, nimmt das System den Anruf entgegen und bittet den Anrufer, den Zweck des Gesprächs zu nennen. Auf Basis dieser Antwort erzeugt WhatsApp eine private Abschrift.
Der Angerufene kann den Text mitlesen und anschließend entscheiden, ob er das Gespräch persönlich annimmt oder die Verbindung trennt. Der Ablauf ähnelt der Funktion Call Screening, die Apple in iOS 26 anbietet.
Lokale Transkription schützt die Privatsphäre
Um den Schutz vertraulicher Inhalte zu gewährleisten, setzt WhatsApp auf eine rein gerätebasierte Verarbeitung. Wie WABetaInfo berichtete, erfolgt die Umwandlung der Sprache in Text lokal auf dem Smartphone über herunterladbare Sprachpakete.
Dieses Verfahren nutzt der Dienst bereits für die Transkription und Übersetzung von Sprachnachrichten. Audiodaten verlassen das Gerät während dieses Vorgangs nicht, wodurch die durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Plattform erhalten bleibt.
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Bei den Sprachoptionen gibt es in der aktuellen Entwicklungsphase noch Einschränkungen. Nach Berichten vom 20. Oktober 2026 lässt sich die Transkriptionssprache zwar auswählen, unterstützt werden derzeit jedoch nur Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch. Sprachen wie Hebräisch stehen bislang nicht zur Verfügung.
Schrittweiser Test vor weltweiter Einführung
Der KI-gestützte Anruffilter befindet sich weiterhin in der aktiven Entwicklung. Ein offizielles Erscheinungsdatum für die Allgemeinheit gibt es noch nicht. Vorgesehen ist zunächst eine Testphase mit einem ausgewählten Kreis von Beta-Nutzern, bevor die Funktion in künftigen Updates schrittweise weltweit eingeführt werden soll. Vor einer offiziellen Veröffentlichung können sich einzelne Details und Funktionsweisen noch ändern.

