WhatsApp auf iOS: Meta startet große Medien-Update-Offensive

WhatsApp führt ein 4x4-Raster für Medien ein und testet „Close Friends“-Statuslisten sowie flexible Timer für Nachrichten.

Der Messenger bekommt ein neues Design für Foto- und Video-Sharing – und testet parallel Privatsphäre-Features.

WhatsApp hat am Dienstag mit der Auslieferung einer grundlegenden Überarbeitung der Medienfreigabe auf dem iPhone begonnen. Die Version 26.19.75 ersetzt die bisherige vertikale Liste durch ein kompaktes 4×4-Raster, das aktuelle Aufnahmen direkt unter den Teilen-Symbolen anzeigt. Nutzer können durch die Galerie wischen, ohne den Chat verlassen zu müssen. Wer das gesamte Archiv benötigt, erreicht es durch Wischen ans Ende des Rasters oder durch langes Drücken auf den Plus-Button.

Der Schritt ist Teil einer breiteren Strategie: Meta treibt WhatsApp gleichzeitig in Richtung mehr Privatsphäre und stärkerer Modularisierung voran.

Anzeige

Angesichts der neuen WhatsApp-Funktionen und der anstehenden Aktualisierungen ist ein stabiles System entscheidend. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr iPhone stressfrei und ohne Datenverlust auf dem neuesten Stand halten. iOS-Updates sicher und einfach installieren

Neue Freiheiten für Status-Updates und Nachrichten

Parallel zum visuellen Update testet WhatsApp eine „Close Friends“-Funktion für Statusmeldungen – derzeit im Beta-Stadium für iOS und Android. Anders als bei Konkurrenten erlaubt die Implementierung mehrere individuelle Listen, etwa für Familie, Kollegen oder enge Freunde. Jede Liste bekommt ein eigenes Emoji. Status-Updates für diese Kreise werden mit einem lila Ring markiert. Wichtig: Kontakte erfahren nicht, wenn sie hinzugefügt oder entfernt werden – und Änderungen wirken nicht rückwirkend.

Ebenfalls in der Testphase: flexiblere Timer für temporäre Nachrichten. Künftig sollen Nutzer zwischen fünf Minuten, einer Stunde oder zwölf Stunden wählen können – der Countdown beginnt erst, wenn der Empfänger die Nachricht geöffnet hat. Ungelesene Nachrichten werden nach 24 Stunden gelöscht.

Meta bereitet zudem den globalen Start von „Incognito“-Chats für seinen KI-Dienst Meta AI vor. Diese Sitzungen nutzen eine „Private Processing“-Technologie, die sicherstellen soll, dass keine Gesprächsinhalte gespeichert werden. Ein „Side Chat“-Feature ist als zweiter privater Bildschirm für KI-Interaktionen in Entwicklung.

Anzeige

Wer bei neuen Funktionen und technischen Begriffen wie „Incognito-Chats“ oder „iOS-Updates“ den Überblick behalten möchte, findet hier die passende Unterstützung. Das kostenlose PDF-Lexikon erklärt die wichtigsten 53 Apple-Begriffe verständlich und ohne Fachchinesisch. 53 iPhone-Begriffe jetzt gratis sichern

KI-Datenschutz und regulatorische Zugeständnisse

Auf regulatorischer Ebene hat Meta einen bemerkenswerten Schritt gemacht: Gegenüber der EU-Kommission bietet das Unternehmen OpenAI und Anthropic begrenzten kostenlosen Zugang zur WhatsApp-Plattform in Europa an – bis zu 10.000 Nachrichten, bevor Standardgebühren anfallen. Die EU-Kommission wertet dies als positiven Schritt, kleinere Entwickler befürchten jedoch eine Bevorzugung großer Player.

Globale Infrastruktur: Pakistan schränkt ein, Indien baut aus

Während WhatsApp in Pakistan ab dem 18. Mai den Zugang für nicht verifizierte SIM-Karten einschränkt (biometrische Prüfung erforderlich), geht der Dienst in Indien neue Wege: Die staatliche Pensionsbehörde EPFO kündigte einen offiziellen WhatsApp-Service an. Millionen Versicherte können künftig über einen verifizierten Chatbot Kontostände und Transaktionshistorien abrufen – eine Entlastung für überlastete Servicecenter.

Technischer Hintergrund: iOS 26 mit Altlasten

Die Neuerungen kommen zu einer Zeit, in der das iOS-Ökosystem selbst mit Problemen kämpft. Ein hartnäckiger Bug in der Kalender-Suche von iOS 26, der seit September 2025 besteht, ist weiterhin ungelöst. Branchenbeobachter vermuten, dass Apple die Ressourcen auf iOS 27 konzentriert, das auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorgestellt werden soll – mit einem großen Schwerpunkt auf generativer KI.

WhatsApp-Nutzer sollten vor dem Update auf ausreichend Speicherplatz achten: Zwischen 15 und 20 Gigabyte werden für einen reibungslosen Ablauf empfohlen. Die neue Medienansicht wird schrittweise ausgerollt, zunächst über Performance-Tests auf verschiedenen iPhone-Modellen.