Der Messenger-Dienst WhatsApp passt seine technischen Voraussetzungen für Apple-Geräte an. Ab dem 30. November 2026 verlangt die Meta-Tochtergesellschaft mindestens das Betriebssystem iOS 15.5. iPhones, auf denen eine ältere Softwareversion installiert ist, verlieren damit den Zugriff auf die Anwendung. Bislang lag das erforderliche Minimum bei iOS 15.1.
Maßgeblich ist das Betriebssystem
Für die weitere Nutzung des Dienstes ist nicht zwingend das Hardwaremodell entscheidend, sondern die tatsächlich installierte Systemversion. Die praktischen Auswirkungen dürften sich in Grenzen halten, da alle Smartphones, die iOS 15.1 unterstützen, prinzipiell auch auf neuere Versionen aktualisiert werden können.
Modelle wie das iPhone 6s, das iPhone 6s Plus, das iPhone 7, das iPhone 7 Plus sowie das iPhone SE der ersten Generation bleiben kompatibel, sofern sie auf die Version iOS 15.8.8 aktualisiert werden. Diese Softwareversion wurde im Mai 2026 bereitgestellt und gilt als letzte Aktualisierung für die genannten Geräte.
Nutzer des iPhone 8 und nachfolgender Generationen können auf iOS 16 oder neuere Systeme zurückgreifen. Ältere Modelle vor dem iPhone 6s – darunter das iPhone 5, das iPhone 5c sowie das iPhone 6 und iPhone 6 Plus – unterstützen die erforderlichen Versionen nicht mehr.
Für das iPhone 5s, 6 und 6 Plus endete die Unterstützung bereits im Juni 2025. Auf Tablets wie dem iPad Air 2 und dem iPad mini 4 empfiehlt sich die Installation von iPadOS 15.8.8, wenngleich die dauerhafte Unterstützung von Tablets offenbleibt.
Sicherheitsanforderungen als Begründung
Meta begründet die Anhebung der Mindestanforderungen mit der Bereitstellung neuer Funktionen und notwendigen Sicherheitsaktualisierungen. Veraltete Betriebssysteme weisen Sicherheitslücken auf, über die Schadsoftware persönliche Daten auslesen oder Konten übernehmen könnte. Zudem gilt ein aktuelles Grundsystem als technische Voraussetzung für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikation.
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Wird das Betriebssystem nicht aktualisiert, blockiert WhatsApp den Anmeldevorgang serverseitig. Dies geschieht unabhängig von der Version der Messenger-App selbst.
Betroffene Nutzer sehen beim Öffnen der Anwendung einen nicht überspringbaren Hinweis, der Schritte zur Aktualisierung des Betriebssystems anleitet. Lässt sich das Smartphone mangels Herstellerunterstützung nicht weiter aktualisieren, bleibt für die Weiternutzung lediglich der Wechsel auf ein neueres Endgerät.
Hinweise für betroffene Nutzer
WhatsApp kündigt vor dem Ende des Supports entsprechende Vorab-Benachrichtigungen innerhalb der Anwendung an. Vor einem potenziellen Gerätewechsel wird die Erstellung einer Datensicherung der Chat-Verläufe empfohlen.
Die installierte Softwareversion lässt sich auf Apple-Geräten in den Einstellungen unter dem Pfad Allgemein und Info einsehen. Ein verfügbares Systemupdate kann über die Menüpunkte Allgemein und Softwareupdate angestoßen werden; nach erfolgreicher Installation muss die App neu gestartet und der Login durchgeführt werden.
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Auch auf anderen Plattformen wurden die Systemanforderungen bereits schrittweise angepasst. Für Android-Geräte gilt seit dem 8. September 2026 die Betriebssystemversion Android 6.0 als Voraussetzung, während das Betriebssystem KaiOS nicht mehr unterstützt wird.
Die Web-Version WhatsApp Web bleibt unter Windows, Linux und macOS über kompatible Browser nutzbar, wozu mindestens Chrome 85, Edge 85, Firefox 115, Opera 85 oder Safari 15.2 erforderlich sind. Die Registrierung eines Neukontos verlangt weiterhin eine Verifizierung per SMS oder Sprachanruf und kann nicht ausschließlich über eine WLAN-Verbindung erfolgen.

