Täglich werden über die Plattform WhatsApp mehr als 150 Milliarden Nachrichten verschickt. Dabei speichert der Messenger Fotos standardmäßig automatisch auf dem Telefon ab. Um einen übermäßigen mobilen Datenverbrauch sowie eine Überlastung des Gerätespeichers zu vermeiden, lässt sich der automatische Medien-Download gezielt einschränken.
Konfiguration des automatischen Downloads
In den Einstellungen der Anwendung können Nutzer unter dem Menüpunkt für Speicher und Daten festlegen, welche Inhalte ohne manuelles Antippen auf das Smartphone geladen werden. Für Mobilfunkverbindungen lässt sich der automatische Download komplett deaktivieren, indem die Option auf den entsprechenden Wert gesetzt wird.
Für WLAN-Netzwerke wird empfohlen, zumindest den automatischen Abruf von Videos und Dokumenten auszuschalten. Zudem lässt sich der Medien-Download auch für Roaming-Verbindungen sperren.
Diese Einstellungen verhindern das unbemerkte Nachladen großer Dateimengen. Während eine reine Textnachricht weniger als 1 KB groß ist und ein einzelnes Foto zwischen 100 und 500 KB liegt, fallen Videos mit durchschnittlich 2 bis 10 MB deutlich stärker ins Gewicht. Versendete Videodateien können im Einzelfall sogar über 100 MByte Speicherplatz beanspruchen.
Werkzeuge zur Speicherbereinigung
Bei aktiver Nutzung kann WhatsApp mehrere GB Speicher auf dem Gerät belegen. In Gruppenchats mit häufigem Videoversand wächst der beanspruchte Speicherplatz mitunter auf über 10 GB an.
Zur internen Bereinigung bietet der Messenger unter den Optionen für Speicher und Daten eine integrierte Speicherverwaltung. Dort stehen strukturierte Übersichten für Dateien bereit, die größer als 5 MB sind, sowie für häufig weitergeleitete Inhalte.
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Beim Löschen über diesen Pfad werden Medien und Texte getrennt behandelt, wodurch reine Textnachrichten im Chatverlauf erhalten bleiben. Zudem schrumpft die Cloud-Backup-Datei oft fast um die Hälfte, wenn Nutzer Videos aus den Sicherungen ausschließen.
Unterschiede zwischen iOS und Android
Bei der Ablage der Mediendateien unterscheiden sich die mobilen Betriebssysteme:
– Auf Apple-Geräten mit iOS kann in den Chat-Einstellungen das automatische Sichern in der Foto-App deaktiviert werden. Dies verhindert, dass echte Kopien der Dateien zusätzlich angelegt werden und doppelten Speicher belegen.
– Unter Android lässt sich in den Chat-Einstellungen festlegen, ob neu heruntergeladene Medien in der Gerätegalerie sichtbar sind, wo sie häufig lediglich als Verknüpfungen fungieren.
– Für Android-Nutzer besteht zudem die Option, über die Systemeinstellungen den Cache der App zu leeren.
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Alternativ können Dateien manuell im internen Gerätespeicher über den Pfad Android/media/com.whatsapp/WhatsApp/Media entfernt werden. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass sich gelöschte Medien im Chat nicht mehr öffnen lassen. Als sicherere Methode gilt daher die app-interne Speicherverwaltung.
Sprachnachrichten verbleiben ebenfalls im internen Speicher. Sie können innerhalb der Speicherverwaltung des Messengers nach Chats sortiert ausgewählt und über das Löschsymbol entfernt werden. Zudem lassen sich auf Android-Smartphones über Google Files Mediendateien aus WhatsApp gesammelt bereinigen und in den Papierkorb verschieben.
Systemweite Datensparoptionen
Neben den Einstellungen innerhalb der Messaging-App bieten Smartphone-Betriebssysteme weitere Kontrollen. Auf Samsung-Geräten lässt sich die Hintergrunddatennutzung für einzelne Anwendungen über die App-Einstellungen im Bereich Mobile Daten sperren. Dies führt dazu, dass Inhalte erst beim Öffnen der Anwendung geladen werden und Medien in Chat-Diensten erst nach manuellem Antippen erscheinen. Zudem lässt sich im Google Play Store das automatische Aktualisieren von Apps deaktivieren oder rein auf WLAN-Verbindungen beschränken.

