WhatsApp bekommt Incognito-Chat und kostenpflichtiges Plus-Abonnement

Meta stattet WhatsApp mit KI-Inkognitomodus, einem 2,49-Euro-Abo und offenem Zugang für Konkurrenz-Bots aus.

Meta rüstet den Messenger mit neuen Privatsphäre-Funktionen und einem Abo-Modell auf – auch um EU-Auflagen zu erfüllen.

Der Messaging-Dienst WhatsApp erhält ein umfassendes Update. Meta führt einen Incognito-Chat für KI-Interaktionen ein, startet ein Plus-Abonnement für Individualnutzer und lenkt im Streit mit der EU-Kommission ein. Die Neuerungen rollen diese Woche aus.

Anzeige

Ob Banking, private Chats oder Fotos – auf keinem Gerät sind unsere sensiblen Daten so angreifbar wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät effektiv vor Zugriffen schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Incognito-Chat: KI ohne Datenspur

Seit dem 13. Mai 2026 steht der „Incognito Chat“ für Meta AI in WhatsApp und einer eigenen Meta-AI-App zur Verfügung. Die Technologie namens „Private Processing“ stellt sicher, dass Meta keinen Zugriff auf die Inhalte der Fragen oder Antworten hat.

Das Feature richtet sich an sensible Anfragen – etwa zu Gesundheit oder Finanzen. Die Unterhaltungen sind temporär und verschwinden beim Schließen der App automatisch. Ein biometrisches Schloss und ein vereinfachtes Vorschausystem verhindern, dass heikle Informationen in Benachrichtigungen auftauchen.

Ein „Side Chat“ – private KI-Hilfe innerhalb laufender Chats – soll in den kommenden Monaten folgen.

WhatsApp Plus: Abo für 2,49 Euro im Monat

Erstmals bietet WhatsApp ein kostenpflichtiges Abo für Privatnutzer an. Seit dem 12. Mai können Android- und iOS-Nutzer „WhatsApp Plus“ buchen. Der Preis liegt in Europa bei rund 2,49 Euro pro Monat.

Was bekommen Abonnenten?
18 verschiedene Akzentfarben für die Benutzeroberfläche
Bis zu 20 angepinnte Chats (statt der bisherigen Begrenzung)
– Exklusive Sticker-Pakete
– Individuelle Benachrichtigungstöne für bestimmte Kontakte

Zeitgleich erhielt die iPhone-Version ein Redesign nach „Liquid-Glass“-Prinzipien mit transparenteren Menüs und flüssigeren Interaktionen.

EU-Kommission: Meta öffnet WhatsApp für Konkurrenz

Ein strategischer Schachzug: Meta hat rivalisierenden KI-Chatbots kostenlosen Zugang zu WhatsApp für einen Monat angeboten. Hintergrund ist ein Verfahren der EU-Kommission, die mit Geldstrafen von bis zu zehn Prozent des globalen Jahresumsatzes gedroht hatte.

Die Beschwerde war von einem spanischen Unternehmen und der Firma The Interaction Company (Betreiber von Poke.com) eingereicht worden. Meta hatte den Zugang für fremde Bots zunächst im Januar auf den eigenen Meta-AI-Assistenten beschränkt, später ein Bezahlmodell eingeführt – und macht nun eine Kehrtwende.

iOS 26.5: Sicherheitsupdate und mehr Freiheit für Drittanbieter

Parallel zum WhatsApp-Update veröffentlichte Apple am 12. Mai iOS 26.5. Das Update schließt 52 Sicherheitslücken, darunter den als „DarkSword“ bekannten Exploit. Zehn Patches betreffen die WebKit-Engine.

Für die EU besonders relevant: Fremde Smartwatches können jetzt auch mit dem iPhone gekoppelt werden. Spiegelungs-Benachrichtigungen und verbessertes Pairing senken die Hürden für Nicht-Apple-Wearables.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach einem System-Update wichtige Einstellungen, die Auswirkungen auf den Datenschutz haben können. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie Aktualisierungen stressfrei installieren und Ihre Privatsphäre optimal konfigurieren. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für iOS herunterladen

RCS-Verschlüsselung: Deutsche Provider an Bord

Ein Meilenstein für die plattformübergreifende Kommunikation: Die Beta der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS ist gestartet. Basierend auf RCS Universal Profile 3.0 und dem MLS-Protokoll ermöglicht sie sichere Chats zwischen iPhone und Android.

In Deutschland unterstützen Telekom, O2 und 1&1 den verschlüsselten Standard. Vodafone fehlt noch. In der Schweiz haben die Mobilfunkanbieter die nötige Infrastruktur bislang nicht umgesetzt.

iOS 26.5 bringt zudem eine 48-Megapixel-Steuerung für die Kamera, „Zoom-Crop“-Funktionen für räumliche Fotos und einen „Isolate Voice“-Modus für klarere Telefonate.

Ausblick: iOS 27 im Juni erwartet

Die Branche blickt bereits auf die nächste Generation: Apple wird iOS 27 voraussichtlich auf der WWDC am 8. Juni 2026 vorstellen. Gerüchte deuten auf einen Fokus auf „Visual Intelligence“ und eine grundlegende Überarbeitung der Kamera-Oberfläche hin.

Ein widget-basiertes System für Kamerasteuerungen und ein „Search or Ask“-Modus, der zwischen verschiedenen KI-Diensten wie Siri, ChatGPT und Google Gemini umschaltet, stehen im Raum. Für WhatsApp bedeutet das: KI-Assistenten werden noch tiefer in den Kommunikationsalltag einziehen.