WhatsApp bekommt neues Design: Status rückt in den Chat

Meta integriert Status-Updates direkt in die Chat-Liste von WhatsApp. Nutzer fürchten um die Übersichtlichkeit der App.

Meta rollt die größte WhatsApp-Oberflächenänderung seit Jahren aus – Status-Updates wandern direkt in die Chat-Liste.

Die Beta-Version 2.26.17.1 für Android zeigt seit dem 8. Mai 2026, wohin die Reise geht: Oben im Chatfenster erscheint eine horizontale Leiste mit den neuesten Status-Updates der Kontakte. Bisher mussten Nutzer dafür extra den „Updates“-Tab ansteuern. Künftig reicht ein Blick auf den Startbildschirm – ähnlich wie bei Instagram oder Facebook Stories.

Die Neuerung ist radikal. Statt privater Nachrichten und öffentlicher Status-Updates getrennt zu halten, verschmelzen beide Welten. Ein kurzer Wisch nach unten klappt die Status-Leiste auf, zeigt weitere Inhalte. Wer lieber klassisch chatten will, scrollt einfach runter – dann verschwindet die Leiste wieder.

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Soziale Features statt reiner Nachrichten-App

Doch damit nicht genug. WhatsApp rüstet kreativ auf. Seit dem 3. Mai 2026 sind neue Funktionen in der Entwicklung:

  • „Like“-Button für Status-Updates
  • „Add Yours“-Sticker – bekannt von Instagram, lädt zu Kettenreaktionen ein
  • Musik einbinden in Status-Updates
  • „Entwurf speichern“ für den Status-Editor – keine verlorenen Ideen mehr

Besonders spannend: Die Einführung von Nutzernamen steht offenbar kurz bevor. Das würde die Telefonnummer als primäre Identifikation ablösen – ein massiver Eingriff in die Privatsphäre-Dynamik der App. Channels und Communitys ließen sich dann ohne Nummernweitergabe nutzen.

Liquid Glass: Neuer Look für WhatsApp

Parallel arbeitet Meta an einer ästhetischen Verjüngungskur. Die „Liquid Glass“-Designsprache setzt auf Transparenz und Tiefe. Eine schwebende Chat-Leiste und ein durchscheinendes Navigationsmenü lassen Inhalte subtil durch die Oberfläche scheinen.

Um die wachsende Unübersichtlichkeit zu bändigen, testet die Beta 2.26.18.4 seit dem 6. Mai einen „Mehr“-Button für Filter. „Favoriten“, „Ungelesen“ und der neue „Channels“-Reihen überladen den Bildschirm. Der Button soll helfen, weniger genutzte Filter zu verstecken.

Ein weiteres Feature: die Status-Archivierung. Ab dem 5. Mai in Entwicklung, erlaubt sie das Speichern eigener Status-Updates nach Ablauf der 24 Stunden – ein privates Archiv, das Instagram-Nutzer bereits kennen.

Strategischer Kurswechsel

WhatsApp war lange die schlichte, sichere Nachrichten-App. Das ändert sich. Meta want die Verweildauer erhöhen, Nutzer länger in der App halten – und irgendwann wohl auch Werbung in der Status-Leiste platzieren. Branchenbeobachter sehen Parallelen zu Snapchat und TikTok.

Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten. In Beta-Foren fürchten Nutzer um die klare, aufgeräumte Oberfläche. „Private Chats und öffentliche Inhalte sollten getrennt bleiben“, heißt es. Meta reagiert: Gemeldete Kontakte tauchen nicht in der neuen Leiste auf. Ein Ranking-Algorithmus sortiert zudem nach Interaktionshäufigkeit – nicht chronologisch.

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Wann kommt das Update für alle?

Stand heute, 9. Mai 2026, läuft der Rollout schleppend. Nur ausgewählte Android-Beta-Tester sehen die neue Status-Leiste. Liquid Glass und die erweiterten Chat-Filter sind noch in der internen Erprobung.

Wann die volle „Social 2026“-Suite – inklusive Nutzernamen und interaktiver Sticker – auf stabilen Versionen erscheint, ist offen. Meta setzt wie üblich auf schrittweise Einführung, oft zunächst in einzelnen Regionen. Für die meisten Nutzer existiert der „Updates“-Tab noch – doch sein Ende scheint eingeläutet.