WhatsApp bekommt ein Facelift – und erstmals kostenpflichtige Premium-Features.
Der Messaging-Dienst Meta (ehemals Facebook) treibt die Monetarisierung seiner Plattformen voran. Aktuelle Beta-Versionen für Android und iOS zeigen: Nutzer sollen künftig zwischen verschiedenen Abo-Stufen wählen können. Gleichzeitig bringt der Update-Schub lang ersehnte Funktionen wie die Multi-Account-Unterstützung auf das iPhone.
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Meta One: Zwei Abo-Stufen im Test
Seit dem 13. Juni 2026 ist in der WhatsApp-Beta für Android (Version 2.26.23.10) die Integration der „Meta One“-Abo-Pläne sichtbar. Meta hatte die gebündelten Premium-Dienste für WhatsApp, Facebook und Instagram bereits im Mai 2026 angekündigt. Nun werden sie konkret.
Zwei Stufen stehen zur Auswahl:
- Meta One Plus für rund 6,99 Euro monatlich: Enthält „WhatsApp Plus“ mit exklusiven Themes, Klingeltönen und Stickern. Hinzu kommen KI-gestützte Tools zur Bild- und Videoerstellung.
- Meta One Premium für etwa 20,99 Euro im Monat: Bietet alle Plus-Funktionen sowie erweiterte KI-Kapazitäten, höhere Nutzungslimits und schnellere Antwortzeiten der KI-Modelle. Ein einmonatiger Testzeitraum wird derzeit angeboten.
Die gute Nachricht für alle Sparfüchse: Standard-Nachrichten und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben kostenlos. Auch Meta AI steht Gelegenheitsnutzern weiterhin ohne Abo zur Verfügung.
iPhone erhält Multi-Account-Funktion
Seit dem 12. Juni 2026 rollt WhatsApp Version 26.22.76 für iOS aus. Das zentrale Feature: Multi-Account-Support. Nutzer können jetzt ein zweites Konto direkt in den App-Einstellungen hinzufügen. Der Wechsel zwischen beiden Profilen erfolgt ohne Abmeldung – Chats, Anrufe und Benachrichtigungen bleiben strikt getrennt.
Ebenfalls am 12. Juni eingeführt: die Status-Archiv-Funktion. Sie speichert automatisch abgelaufene Status-Updates – also jene, die älter als 24 Stunden sind – in einem privaten Archiv. Dieses ist unter den Speicher- und Dateneinstellungen zu finden und nur für den Kontoinhaber einsehbar.
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Android testet neues Nachrichten-Menü
Auf der Android-Plattform experimentieren die Entwickler in der Beta-Version 2.26.23.8 mit einem überarbeiteten Nachrichten-Menü. Das Kontextmenü erscheint nun direkt neben der ausgewählten Nachricht und bietet schnellen Zugriff auf Aktionen wie Antworten, Weiterleiten, Kopieren und Löschen. Weniger häufige Optionen wandern in ein sekundäres Menü.
Geplante Termin-Nachrichten und EU-Vorgaben
WhatsApp arbeitet zudem an einer Termin-Nachrichten-Funktion für iOS. Wie aus aktuellen Berichten vom 12. und 14. Juni 2026 hervorgeht, können Nutzer künftig Nachrichten verfassen und einen Lieferzeitpunkt zwischen zehn Minuten und zwei Wochen im Voraus festlegen. Die Funktion wird über langes Drücken des Sende-Buttons aufgerufen und eignet sich für Einzel- und Gruppenchats. Ein eigener Bereich zur Verwaltung ausstehender Nachrichten ist ebenfalls vorgesehen.
Am 10. Juni 2026 erließ die Europäische Union eine Direktive, die Meta verpflichtet, die WhatsApp Business API für konkurrierende KI-Assistenten zu öffnen. Ziel ist eine verbesserte Interoperabilität innerhalb der Plattform für Geschäftskunden.
Ende des Supports für ältere Geräte
Meta legte am 9. Juni 2026 auch die langfristige Hardware-Unterstützung fest. Ab dem 30. November 2026 wird WhatsApp mindestens iOS 15.5 voraussetzen. Damit endet der Support für mehrere ältere Smartphone-Modelle.

