WhatsApp: Benutzernamen statt Telefonnummer für 3 Milliarden Nutzer

WhatsApp erprobt Benutzernamen und vierstellige Zugangsschlüssel, damit Kontakte ohne Rufnummernzugriff kommunizieren können.

WhatsApp erprobt derzeit eine neue Funktion, die Nutzern erlaubt, sich über einen frei wählbaren Benutzernamen zu identifizieren, statt ihre Telefonnummer preiszugeben. Wie die Plattform mitteilte, soll die Kommunikation dadurch anonymer und sicherer werden, ohne dass Kontaktpersonen Zugriff auf persönliche Rufnummern erhalten.

Strenge Regeln für die Namensvergabe

Die Benutzernamen unterliegen klaren Formatvorgaben: Sie müssen zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und mindestens einen Buchstaben enthalten. Erlaubt sind zudem Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche. Ausgeschlossen sind hingegen Namen, die mit „www.“ beginnen oder auf „.com“ beziehungsweise „.net“ enden – eine Maßnahme, die offenbar Verwechslungen mit Webadressen und Missbrauch vorbeugen soll.

Wer seinen Benutzernamen mit Instagram oder Facebook verknüpfen möchte, muss dabei eine zusätzliche Bedingung erfüllen: Der gewünschte Name muss auch auf der jeweils anderen Plattform verfügbar sein. Diese Kopplung an bestehende Meta-Dienste deutet darauf hin, dass WhatsApp die Identität über die eigenen Plattformgrenzen hinweg konsistent halten will.

Zusätzlicher Schutz durch Zugangsschlüssel

Neben den Benutzernamen führt WhatsApp optionale vierstellige Zugangsschlüssel ein. Diese sollen offenbar als weitere Sicherheitsebene dienen und Nutzern die Kontrolle darüber geben, wer sie über den neuen Benutzernamen kontaktieren kann.

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Frühzeitige Reservierung gegen Identitätsdiebstahl

Nutzer sollen die Möglichkeit erhalten, ihren gewünschten Benutzernamen frühzeitig zu reservieren. Dies soll verhindern, dass sich Dritte fremde Namen aneignen und sich als andere Personen ausgeben – ein Risiko, das mit der Einführung öffentlich sichtbarer Identifikatoren naturgemäß steigt.

Ergänzend dazu bietet WhatsApp die Option, bereits bestehende Handles von Instagram oder Facebook für den neuen Benutzernamen zu beanspruchen, sofern diese verfügbar sind.

Schrittweise Einführung für Milliarden Nutzer

Die neue Funktion wird derzeit schrittweise für Android- und iOS-Geräte ausgerollt und ist damit noch nicht für alle Nutzer gleichzeitig verfügbar. Angesichts der Reichweite des Dienstes – WhatsApp zählt nach eigenen Angaben über 3 Milliarden Nutzer – dürfte die Umstellung auf Benutzernamen erhebliche Auswirkungen auf die Art haben, wie Menschen weltweit miteinander in Kontakt treten, ohne dabei ihre Telefonnummer preisgeben zu müssen.

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Bedeutung für den Datenschutz

Die Einführung von Benutzernamen reiht sich in einen breiteren Trend ein, bei dem Messaging-Dienste zunehmend Wert auf die Trennung von Kontaktinformationen und persönlicher Identität legen.

Für viele Nutzer dürfte die Möglichkeit, ohne Preisgabe der eigenen Rufnummer erreichbar zu sein, insbesondere bei der Kommunikation mit bislang unbekannten Kontakten oder in beruflichen Zusammenhängen relevant sein. Wie schnell die Funktion nach der schrittweisen Testphase allen Nutzern zur Verfügung stehen wird, ließ WhatsApp bislang offen.