WhatsApp-Benutzernamen: Vier Stufen regeln künftig die Sichtbarkeit der Nummer

Vier Sichtbarkeitsstufen sollen Rufnummern abschirmen; ein Starttermin fehlt, während Behörden Sicherheitsbedenken äußern.

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Der Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an erweiterten Datenschutzeinstellungen, die die Sichtbarkeit der eigenen Telefonnummer bei der Nutzung künftiger Benutzernamen regulieren sollen.

Wie aus Berichten über die Android-Beta-Version 2.26.45.1 hervorgeht, entwickelt die Plattform derzeit Kontrollfunktionen, mit denen Anwender festlegen können, wer ihre Rufnummer einsehen darf. Die Telefonnummer bleibt für die Registrierung des Kontos zwar weiterhin verpflichtend, soll aber durch das System der Benutzernamen besser vor fremden Blicken geschützt werden.

Vier Stufen für die Sichtbarkeit der Telefonnummer

Die in Entwicklung befindliche Funktion sieht vier abgestufte Optionen für die Anzeige der Telefonnummer vor: Jeder, Meine Kontakte, Meine Kontakte außer sowie Niemand. Wird ein Benutzername eingerichtet, soll die Voreinstellung automatisch auf Niemand gesetzt werden, um die Privatsphäre standardmäßig zu erhöhen.

Einschränkungen gibt es für bestehende Kontakte: Personen, die die Telefonnummer eines Nutzers bereits kennen und gespeichert haben, sehen diese weiterhin, selbst wenn die restriktivste Datenschutzstufe greift. Zudem blendet die Anwendung beim Wechsel der Einstellungen einen Warnhinweis ein, wonach eine zuvor definierte Ausnahmeliste zurückgesetzt wird.

Ein Veröffentlichungstermin für die Neuerung steht noch nicht fest; die Einstellung ist derzeit noch nicht für Beta-Tester freigeschaltet. Bereits in der vorherigen Beta-Version 2.26.31.2 war jedoch ein entsprechendes Eingabefeld für Benutzernamen in der Kontaktverwaltung aufgetaucht.

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Rahmenbedingungen für Benutzernamen und Kontakte

Mit der Umstellung verfolgt der Mutterkonzern Meta das Ziel, persönliche Kontaktdaten seltener offenzulegen und Nutzern mehr Kontrolle über ihre digitale Identität zu geben. Benutzernamen umfassen eine Länge von 3 bis 35 Zeichen, lassen sich jederzeit ändern oder entfernen und sind nicht über ein zentrales öffentliches Verzeichnis auffindbar.

Auch Vorschläge für fremde Nutzernamen werden nicht generiert. Eine Kontaktaufnahme setzt daher voraus, dass der exakte Name bekannt ist. Optional ist zudem ein vierstelliger Benutzernamenschlüssel für die erste Kontaktaufnahme vorgesehen.

Die Einführung der Benutzernamen soll laut WhatsApp in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen. In ersten Testphasen mit begrenzten Nutzerkreisen können Namen bereits über die Kontoeinstellungen reserviert werden, wobei auch bestehende Namen von Profilen auf Facebook oder Instagram übernommen werden können.

Für Unternehmen und Privatpersonen bedeutet das System allerdings auch Umstellungen, da für die Kommunikation fortan der exakte Benutzername kommuniziert und gepflegt werden muss.

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Behördliche Bedenken wegen Missbrauchsrisiken

Die geplanten Neuerungen stoßen parallel auf behördliche Aufmerksamkeit. Eine Regierungsstelle forderte von Meta im Rahmen einer offiziellen Mitteilung innerhalb von drei Tagen eine detaillierte Auskunft zur Funktionsweise und zu den implementierten Sicherheitsvorkehrungen ein. Die Behörden äußerten die Befürchtung, dass das System der Benutzernamen das Risiko für Identitätsdiebstahl, Betrugsmaschen sowie den Missbrauch von Konten erhöhen könnte.