WhatsApp-Beta 2.26.39.5: Umfrageantworten werden zu neuen Gruppen

Android-Betatester erhalten schrittweise eine Option, die Umfrageteilnehmer mit gleicher Antwort in einem neuen Chat bündelt.

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WhatsApp erprobt in der Android-Beta-Version 2.26.39.5 eine neue Funktion, mit der Nutzer direkt aus den Ergebnissen einer Umfrage eine Gruppe mit denjenigen Personen erstellen können, die dieselbe Antwort gewählt haben. Entdeckt wurde die Funktion von WABetaInfo, das die Entwicklung in der Beta-Version des Messengers aufgespürt hat.

So funktioniert die neue Option

Der entsprechende Button zur Gruppenerstellung erscheint laut den Beobachtungen nur dann, wenn mindestens zwei Mitglieder eines Chats bei einer Umfrage dieselbe Option gewählt haben. Ist diese Bedingung erfüllt, können die abstimmenden Personen automatisch in eine neu erstellte Gruppe aufgenommen werden. Der Nutzer, der die Gruppe anstößt, muss im Anschluss lediglich noch einen Gruppennamen festlegen, bevor der neue Chat einsatzbereit ist.

Damit entfällt der bisher notwendige manuelle Schritt, Umfrageteilnehmer einzeln auszuwählen und separat zu einer Gruppe hinzuzufügen. Wer etwa in einem größeren Chat eine Abstimmung über ein gemeinsames Vorhaben startet, könnte künftig mit wenigen Klicks direkt mit den Gleichgesinnten weiterplanen, ohne die ursprüngliche Umfrage-Gruppe verlassen zu müssen.

Schrittweiser Rollout ohne festen Termin

Die Funktion wird derzeit nur schrittweise an Teilnehmer des Android-Betaprogramms ausgerollt. Zunächst steht sie einigen wenigen Testern zur Verfügung, weitere sollen in den kommenden Wochen dazukommen.

Ein Termin für die Veröffentlichung in der regulären, für alle Nutzer zugänglichen Version oder für iOS wurde bislang nicht genannt. WhatsApp folgt damit seinem üblichen Vorgehen, neue Funktionen zunächst in begrenztem Umfang zu testen, bevor sie breiter ausgerollt werden.

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Weitere Neuerungen bei Gruppen und Umfragen

Unabhängig von der getesteten Automatik hat WhatsApp bereits eine offizielle Funktion eingeführt, mit der Nutzer ausgewählte Mitglieder eines bestehenden Gruppenchats in einen neuen, separaten Chat übernehmen können, ohne dass die ursprüngliche Gruppe dabei aufgelöst wird. Diese offizielle Ankündigung umfasst allerdings keine automatische Gruppenerstellung direkt aus Umfrageantworten – dieser Mechanismus bleibt bislang der in der Beta getesteten Funktion vorbehalten.

Zusätzlich wurden die Umfragefunktionen selbst erweitert: Abstimmungen lassen sich mit einer Frist versehen, nach deren Ablauf sie automatisch geschlossen werden. Teilnehmer können zudem ihre Identität bei der Abstimmung verbergen, sodass nicht ersichtlich ist, wer welche Option gewählt hat.

Wer eine Umfrage erstellt, kann die Fragestellung zudem innerhalb von 15 Minuten nach der Veröffentlichung noch nachträglich bearbeiten – etwa um Tippfehler zu korrigieren oder die Formulierung zu präzisieren.

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Reichweite der Plattform

Die Neuerungen betreffen potenziell einen enormen Nutzerkreis: WhatsApp zählt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 3 Milliarden Nutzer. Schon kleinere Funktionsänderungen wie die getestete automatische Gruppenerstellung aus Umfrageergebnissen können angesichts dieser Größenordnung spürbare Auswirkungen auf die Nutzung des Messengers im Alltag haben, etwa bei der Organisation von Gruppenaktivitäten, Terminabstimmungen oder Entscheidungsprozessen in Vereinen und Teams.

Ob und wann die in der Beta getestete Funktion tatsächlich für alle Nutzer freigeschaltet wird, bleibt vorerst offen. Bis dahin bleibt sie ein Beispiel dafür, wie WhatsApp seine Umfrage- und Gruppenfunktionen kontinuierlich weiterentwickelt, um die Organisation innerhalb von Chats zu vereinfachen.