WhatsApp erweitert die Einbindung künstlicher Intelligenz in seinem Messenger. In der Beta-Version für Android führt der Dienst die Möglichkeit ein, eigenständige Chats mit Meta AI direkt in der regulären Chatliste anzulegen. Wie aus Berichten von Fachportalen hervorgeht, können Nutzer diesen Dialogen individuelle Namen sowie Profilbilder zuweisen.
Neuer Filter und flexiblere Organisation
Die Neuerungen wurden in der Android-Beta-Version 2.26.44.6 über den Google Play Store gesichtet. Der Zugriff auf die Unterhaltungen mit dem Sprachmodell erfolgt über einen neuen Filter im Reiter für Chats. Dieser Filter ist optional gehalten und lässt sich in der Benutzeroberfläche verschieben. Zudem können die erstellten Dialoge mit dem Assistenten bei Bedarf gelöscht werden.
Das aktuelle System löst eine frühere Testversion ab. In der Beta 2.26.9.4 hatte WhatsApp noch mit thematischen Verläufen experimentiert, bei denen Titel automatisch generiert wurden.
Der Rollout der separaten Chat-Funktion richtet sich zunächst an ausgewählte Teilnehmer des Testprogramms und soll in den kommenden Wochen schrittweise auf weitere Tester ausgedehnt werden. Ein Zeitplan für die allgemeine Veröffentlichung für alle Nutzer liegt noch nicht vor.
Datenschutz und Verschlüsselung bei KI-Interaktionen
Mit der tieferen Integration präzisiert WhatsApp die geltenden Sicherheits- und Datenschutzstandards. Chats mit KI-Agenten unterliegen nicht derselben Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie herkömmliche Unterhaltungen zwischen Nutzern.
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Während persönliche Nachrichten und Telefonate weiterhin standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleiben, hat Meta AI keinen Zugriff auf private Unterhaltungen – es sei denn, Inhalte werden von Anwendern gezielt mit dem Assistenten geteilt.
Mit Meta AI geteilte Daten dienen der Generierung von Antworten und können zur Verbesserung der zugrundeliegenden Modelle verwendet werden. Zwar besteht die Möglichkeit, die Chatverläufe zu entfernen, dies gewährleistet laut Berichten jedoch keine vollständige Löschung aller damit verknüpften Datensätze.
Für bestimmte Funktionen bietet Meta Modi wie vertrauliche Chats und eine geschützte Datenverarbeitung an. Kommen KI-Agenten von Drittanbietern zum Einsatz, werden Nachrichten über das Signal-Protokoll transportiert und anschließend über Meta-Dienste an den vom jeweiligen Anbieter festgelegten Endpunkt weitergeleitet, wodurch keine durchgehende Verschlüsselung besteht.
Sprachfunktionen und automatische Zusammenfassungen
Parallel dazu laufen Tests für weitere KI-gestützte Werkzeuge. Dazu zählt ein Sprachchat-Modus, bei dem Anwender verbal mit Meta AI kommunizieren können. Der Assistent reagiert standardmäßig per Sprache, kann auf Wunsch jedoch auch schriftlich antworten.
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Eine breite Freigabe dieser Funktion wird nach erfolgreichem Abschluss der Testphase erwogen. Zudem erprobt der Messenger ein Werkzeug, das umfangreiche Audionachrichten zur Transkription an die KI übermittelt.
In der Android-Testversion finden sich zudem private KI-Zusammenfassungen. Häufen sich in Einzelchats, Gruppen, Kanälen oder Communities viele ungelesene Nachrichten an, erscheint eine Schaltfläche zur Erstellung einer kurzen Übersicht. Diese Zusammenfassungen basieren auf einem geschützten Verarbeitungsverfahren.
Die Analyse erfolgt streng nach Datenschutzvorgaben lokal oder ohne dauerhafte Speicherung auf externen Servern, sodass weder Dritte noch Ingenieure von Meta Einblick in die Chattexte erhalten. Auch für diese Funktion steht ein Veröffentlichungstermin noch aus.

