Seit dem 1. Oktober 2026 berechnet Meta Service-Nachrichten auf der WhatsApp Business Platform (API). Unternehmen, die die Schnittstelle über Business Solution Provider oder eine direkte Integration nutzen, erhalten pro Geschäftsnummer monatlich 1.000 kostenlose zugestellte Service-Nachrichten.
Dieses Kontingent lässt sich weder auf andere Nummern übertragen noch in Folgemonate übernehmen. Wird es überschritten, berechnet Meta jede weitere zugestellte Nachricht nach dem Tarif des jeweiligen Empfängerlandes – Volumenrabatte gibt es dabei nicht.
Übergangsfrist endete im September
Bis zum 30. September 2026 waren Service-Nachrichten noch kostenlos. Unternehmen mussten bis zu diesem Stichtag eine Zahlungsmethode hinterlegen, da sonst der Versand von Service-Nachrichten oberhalb des Freikontingents ab dem 1. Oktober blockiert beziehungsweise eingestellt werden kann.
Parallel dazu wurde eine weitere Änderung wirksam: Sogenannte Utility-Nachrichten – etwa Bestellbestätigungen, Lieferupdates, Zahlungshinweise oder Kontoaktualisierungen – innerhalb des 24-Stunden-Kundenfensters sind nun ebenfalls kostenpflichtig. Zuvor waren sie im offenen 24-Stunden-Fenster kostenlos.
Regionale Tarife unterscheiden sich deutlich
Ein einheitlicher Preis pro Nachricht existiert nicht: Die Kosten richten sich nach Nachrichtenkategorie, Empfängermarkt und tatsächlicher Zustellung, berechnet wird ausschließlich, was auch zugestellt wird.
In Indien liegt der Tarif für eine zugestellte Service-Nachricht bei Rs 0,115 (vor GST, umgerechnet etwa 14 Paise), ebenso für Utility-Nachrichten im 24-Stunden-Fenster und für Authentifizierungsnachrichten.
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Marketing-Nachrichten bleiben dort mit Rs 0,8631 pro zugestellter Nachricht unverändert. Ein Rechenbeispiel aus Indien verdeutlicht die Größenordnung: Bei 6.000 Service-Antworten pro Monat wären 5.000 kostenpflichtig, was vor Steuern und Provider-Gebühren rund ₹575 entspricht.
In Brasilien gilt ein Tarif von R$ 0,035 pro zugestellter Service-Nachricht. Bei 3.000 Service-Nachrichten im Monat wären demnach 2.000 kostenpflichtig, was reinen Meta-Kosten von R$ 70,00 entspräche.
Bei einem Volumen von 80.000 Nachrichten würden 79.000 kostenpflichtig, macht R$ 2.765. Für Spanien liegen bislang keine offiziellen Tarife vor; die Preise richten sich nach Empfängermarkt und Anbieter. Der brasilianische Referenzwert von 0,0068 US-Dollar pro Service-Nachricht lässt sich dabei nicht auf Spanien übertragen.
Was weiterhin kostenlos bleibt
Nicht betroffen von der neuen Gebühr ist die kostenlose WhatsApp-Business-App ebenso wie die reguläre WhatsApp-App für Privatnutzer – private Nachrichten, Fotos, Videos und Anrufe bleiben unverändert kostenlos, auch für kleine Unternehmen, die die Business-App manuell nutzen.
Kostenlos bleiben zudem eingehende Kundennachrichten, die ersten 1.000 Service-Nachrichten pro Monat und Nummer sowie Antworten im kostenlosen 72-Stunden-Fenster von Click-to-WhatsApp-Anzeigen, sofern innerhalb von 24 Stunden geantwortet wird.
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Automatisierte Antworten zählen mit
Auch automatisierte Chatbot-Antworten gelten als zugestellte Service-Nachrichten und werden einzeln abgerechnet – unabhängig davon, ob ein Mensch oder ein System antwortet. Unternehmen mit hohem Support-Volumen müssen daher mit Zusatzkosten rechnen.
Separat davon arbeitet Metas KI-Werkzeug Meta Business Agent mit einem eigenen Token-Abrechnungsmodell, das als Referenzwert 2 US-Dollar pro 1 Million Token vorsieht und seit dem 1. August 2026 gilt. Eine Doppelberechnung mit der Service-Kategorie findet dabei nicht statt.
Meta warnte zudem vor betrügerischen Zahlungsaufforderungen, die angeblich zur Kontosicherung eine Gebühr verlangen. Das kursierende Gerücht, wonach 0,50 Euro pro Nachricht fällig würden und eine Weiterleitung an zehn Kontakte nötig sei, sei falsch.

