Der Technologiekonzern Meta passt die Preisstruktur seiner WhatsApp Business Platform grundlegend an. Ab dem 1. Oktober 2026 wird das Unternehmen Gebühren für Service-Nachrichten in mehreren afrikanischen Schlüsselmärkten einführen. Betroffen von dieser Neuregelung sind unter anderem Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten. Damit endet eine Phase, in der bestimmte Interaktionen für Unternehmen in diesen Regionen teilweise kostenfrei möglich waren.
Neue Preisstruktur für verschiedene Nachrichtentypen
Die Kosten für die Nutzung der Plattform werden künftig differenziert nach Region und dem Zweck der Nachricht berechnet. Für Service-Nachrichten setzt Meta in Nigeria einen Preis von 0.0101 US-Dollar pro Nachricht an. In Kenia belaufen sich die Kosten auf 0.0044 US-Dollar, in Südafrika auf 0.0076 US-Dollar und in Ägypten auf 0.0054 US-Dollar.
Deutlich höhere Gebühren fallen für Marketing-Nachrichten an. In Südafrika wird dieser Nachrichtentyp mit 0.62 US-Dollar berechnet, während in Ägypten 0.0773 US-Dollar fällig werden.
In Nigeria liegt der Preis für Marketing-Inhalte bei 0.062 US-Dollar und in Kenia bei 0.0248 US-Dollar. Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Auswirkungen für Großkunden: Der Versand von 500.000 Nachrichten in Nigeria wird demnach künftig mit 5.050 US-Dollar veranschlagt.
Fokus auf den südafrikanischen Markt
Besonders für Unternehmen in Südafrika markiert der Beginn des Oktobers eine Zäsur. Dort waren Service-Antworten für Firmen seit November 2024 kostenfrei möglich. Während die offiziellen Endpreise für den südafrikanischen Markt bis zum 1. September erwartet werden, liegen bereits erste Einschätzungen von Branchenexperten vor.
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Analysten des Unternehmens Helm prognostizieren, dass sich die Kosten pro Nachricht in Südafrika zwischen 10c und 15c bewegen könnten, wobei diese Schätzung auf einem Wechselkurs von 16.80 Rand pro US-Dollar basiert. Eine weitere spezifische Prognose desselben Hauses geht von etwa 12c pro Nachricht aus. Eine Möglichkeit für Unternehmen, diese Gebühren durch ein Opt-out zu umgehen, besteht laut den aktuellen Informationen nicht.
Grundlegende Änderungen bei der Abrechnungslogik
Zusätzlich zur Einführung der neuen Gebührensätze ändert Meta die Art und Weise, wie Interaktionen gezählt werden. Bisher wurden komplexe Chat-Verläufe oft pauschal abgerechnet.
Zukünftig soll ein einstündiger Austausch, der Marketing-Elemente, automatisierte Antworten und die Beteiligung eines Agenten umfasst, nicht mehr als eine, sondern als fünf kostenpflichtige Nachrichten gewertet werden. Allgemein gelte das Prinzip, dass ein Austausch mit fünf Nachrichten auch fünfmal einzeln berechnet werde, statt wie bisher einmalig für die gesamte Sitzung.
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Auch sogenannte Utility-Templates, die innerhalb eines 24-Stunden-Fensters versendet werden, sind von der neuen Kostenpflicht betroffen. Eine Ausnahme bleibe jedoch bestehen: Das 72-Stunden-Fenster, das sich unmittelbar an eine Interaktion über Click-to-WhatsApp-Anzeigen anschließt, soll für Unternehmen weiterhin kostenlos bleiben.
Diese Anpassungen reihen sich in eine Serie von Preisaktualisierungen ein. Bereits seit dem 1. August berechnet Meta für die Nutzung von Meta AI-Token einen Preis von 2 US-Dollar pro einer Million Tokens.

