Der Messenger-Dienst erweitert sein Werkzeug für Channel-Administratoren. Künftig lassen sich wichtige Updates dauerhaft oben anheften.
WhatsApp arbeitet an einer Funktion, mit der Betreiber von Broadcast-Kanälen einzelne Beiträge fixieren können. Die Neuerung befindet sich derzeit in der iOS-Betaversion (26.27.10.70) und soll die Übersichtlichkeit für Millionen von Nutzern verbessern.
Bis zu 30 Tage oben fixiert
Administratoren können künftig bestimmte Nachrichten auswählen und an den Anfang des Channel-Feeds setzen. Die maximale Verweildauer beträgt 30 Tage – danach löst sich die Fixierung automatisch. Ein manuelles Entfernen ist jederzeit möglich.
Die Funktion ist noch nicht im vollständigen Beta-Stadium angekommen. Branchenbeobachter sehen darin einen Schritt, um wichtige Informationen oder ältere Beiträge sichtbar zu halten, die sonst im Nachrichtenstrom untergehen würden.
Push-Benachrichtigungen für angepinnte Nachrichten
Parallel dazu verfeinert WhatsApp die Benachrichtigungen für angepinnte Inhalte in normalen Chats und Gruppen. Die Android-Betaversion (2.26.27.4) führt ein neues System ein: Proaktive Push-Meldungen informieren Nutzer nun direkt, wenn ein Teilnehmer eine Nachricht pinnt – bisher musste man dafür den Chat manuell öffnen.
Die Benachrichtigung zeigt einen Hinweis auf den Pinn-Status sowie den Nachrichteninhalt an. Um eine Flut von Meldungen zu vermeiden, erscheinen sie nur bei nicht stummgeschalteten Chats.
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Öffentliche Hand entdeckt WhatsApp Channels
Die praktische Bedeutung der Channel-Funktion für öffentliche Kommunikation zeigte sich Anfang der Woche. Am 7. Juli startete New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani einen spanischsprachigen WhatsApp-Kanal namens „El Chisme Oficial de NYC“. Er versorgt spanischsprachige Einwohner mit städtischen Ressourcen, Veranstaltungshinweisen und Service-Updates.
Immer mehr Kommunen setzen auf den Messenger für Echtzeit-Informationen zu Notfällen und Verkehr. Die Kanäle schützen die Privatsphäre der Nutzer: Telefonnummern bleiben verborgen, der Nachrichtenverlauf wird 30 Tage gespeichert.
Username-Funktion: WhatsApp ringt mit Regulierern
Während WhatsApp an der Oberfläche feilt, läuft im Hintergrund eine regulatorische Debatte. Am 9. Juli reichte das Unternehmen eine formelle Antwort an die indische Regierung ein – es geht um Bedenken zu Betrug, Phishing und Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit der geplanten Username-Funktion.
Indien hatte zuvor verlangt, den Start der Funktion zu verschieben, bis Konsultationen abgeschlossen sind. WhatsApp versichert, Schutzmaßnahmen integriert zu haben: Exakte Usernames für die Suche sowie eine Erkennung von Missbrauchsmustern. Nutzer können Usernames zwar bereits reservieren und bearbeiten, einen vollständigen Launch in Indien wird es aber erst nach Einigung mit den Behörden geben – frühestens im Laufe des Jahres.
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Weitere Neuerungen im Beta-Test
Mehrere zusätzliche Funktionen durchlaufen derzeit die Testphase:
- Gruppeninfo auf iOS: Ein neues Tab-Interface sortiert Mitglieder, Medien und Einstellungen übersichtlich. Der Rollout an Beta-Tester über TestFlight läuft.
- Geburtstagsbenachrichtigungen: Die Android-Betaversion 2.26.27.3 testet In-App-Erinnerungen, wenn ein Kontakt seinen Geburtstag in WhatsApp hinterlegt hat.
- Online-Status-Indikator: Ein grüner Punkt soll künftig die Online-Präsenz anzeigen. Dazu kommt ein „Username Key“ für zusätzliche Sicherheit bei der Kommunikation über @Aliase statt Telefonnummern.

