WhatsApp: @everyone durchbricht Stummschaltung in großen Gruppen

WhatsApp führt @everyone-Erwähnungen für Admins ein und verbessert Umfragen mit Anonymität und Zeitlimits. KI-Bilder und Benutzernamen folgen.

Der Messaging-Dienst erweitert seine Gruppenfunktionen um eine neue Erwähnungs-Option, die stummgeschaltete Chats durchbricht – mit klaren Regeln für Admins.

WhatsApp hat Anfang August eine neue Funktion eingeführt, die Gruppenadministratoren mehr Durchschlagskraft verleiht. Mit dem Update können bestimmte Nachrichten alle Mitglieder einer Gruppe erreichen – selbst wenn diese den Chat stummgeschaltet haben. Die Funktion richtet sich vor allem an große Communities, in denen wichtige Ankündigungen nicht untergehen sollen.

Neue Macht für Admins – mit Einschränkungen

Die Neuerung nutzt die Erwähnungen @everyone oder @all, um sämtliche Teilnehmer einer Gruppe zu benachrichtigen. Um Missbrauch in großen Chats zu verhindern, hat WhatsApp die Nutzung dieser Tags auf Administratoren beschränkt – allerdings nur in Gruppen mit mehr als 32 Mitgliedern. In kleineren Runden bleibt das Feature allen Teilnehmern vorbehalten.

Doch die Plattform lässt die Nutzer nicht völlig schutzlos zurück: Jedes Mitglied kann in den Einstellungen gezielt festlegen, Benachrichtigungen für @everyone- und @all-Erwähnungen zu deaktivieren, während der restliche Gruppenchat weiterhin aktiv bleibt. Das dürfte besonders in lauten Community-Gruppen für Erleichterung sorgen.

Mehr als nur Erwähnungen: Die Update-Welle im Überblick

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Die universellen Erwähnungen sind nur ein Baustein eines größeren Pakets an Gruppenfunktionen, das seit dem 4. August ausgerollt wird. Besonders das Umfrage-System wurde deutlich aufgewertet:

  • Anonyme Abstimmungen: Teilnehmer können ihre Stimme abgeben, ohne dass andere sehen, wer wie gewählt hat.
  • Zeitlich begrenzte Umfragen: Admins können ein konkretes Enddatum für Abstimmungen festlegen.
  • Bearbeitungsfenster: Nach dem Veröffentlichen einer Umfrage bleibt 15 Minuten Zeit, um Details zu ändern.

Ergänzend dazu gibt es ein neues Ein-Klick-Werkzeug, mit dem sich Untergruppen innerhalb größerer Communities bilden lassen. Gerade für Organisationen mit komplexen Strukturen dürfte das ein willkommenes Werkzeug sein.

KI-Bilder und der Blick nach vorn

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Parallel zu den Gruppenfunktionen treibt WhatsApp die Integration von Metas KI-Ökosystem voran. Bereits Anfang des Monats startete der Rollout von Muse Image, einem generativen KI-Tool, direkt im Chat. Damit lassen sich KI-generierte Bilder erstellen – wer möchte, kann dabei auch öffentliche Instagram-Inhalte einbinden. Nutzer, die das nicht wollen, können die Wiederverwendung ihrer Inhalte in den Instagram-Einstellungen deaktivieren.

Für den Rest des Jahres 2026 kündigt sich bereits das nächste große Feature an: eindeutige Benutzernamen. Damit will die Plattform offenbar die Identitäts- und Gruppenverwaltung weiter modernisieren – ein Schritt, der die App langfristig näher an Konkurrenten wie Telegram heranführen dürfte, wo Benutzernamen seit Jahren Standard sind.