WhatsApp führt Bezahl-Abo „WhatsApp Plus“ ein

WhatsApp führt ein kostenpflichtiges Abonnement mit exklusiven Features ein. Die Grundfunktionen bleiben gratis, für Personalisierung und werbefreie Nutzung wird eine monatliche Gebühr fällig.

WhatsApp plant ein kostenpflichtiges Abonnement für Privatnutzer. Der Messenger bereitet unter dem Namen „WhatsApp Plus“ ein Premium-Modell vor, wie aktuelle Beta-Versionen zeigen. Die Kernfunktionen bleiben zwar gratis, doch für exklusive Features soll künftig eine monatliche Gebühr fällig werden.

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Während WhatsApp neue Bezahlmodelle einführt, machen sich viele Nutzer Gedanken über ihre Privatsphäre und Datensicherheit. Dieser kostenlose Leitfaden erklärt Ihnen Schritt für Schritt die wichtigsten Einstellungen für einen sicheren Wechsel zu einer privaten Alternative. Sicher chatten ohne Nummer preiszugeben

Was WhatsApp Plus bietet

Das Abo konzentriert sich auf Personalisierung und Organisation. Ein zentrales Feature: Nutzer können bis zu 20 Chats anheften – statt bisher nur drei. Das bringt vor allem Intensiv- und Berufsnutzern einen klaren Vorteil.

Zudem erhalten Abonnenten Zugriff auf mindestens 14 exklusive App-Icons und 19 verschiedene Farbschemata. Damit lässt sich das typische WhatsApp-Grün durch Alternativen wie Royal Blue oder Orange ersetzen. Auch spezielle Sticker-Pakete und Klingeltöne sind Teil des Pakets. Meta folgt damit einem Trend, den Konkurrenten wie Telegram bereits erfolgreich vorgelegt haben.

So viel kostet das Abo – und was wird mit Werbung?

Ein weiterer kritischer Punkt ist Werbung. Meta plant, Anzeigen künftig im „Aktuelles“-Tab zwischen Statusmeldungen und in öffentlichen Kanälen zu schalten. Das Premium-Abo soll dann eine werbefreie Nutzung dieser Bereiche ermöglichen. Private Chats bleiben laut Meta auch weiterhin anzeigenfrei.

Die monatliche Gebühr soll bei etwa vier Euro liegen. Es wird jedoch mit regional unterschiedlichen Preismodellen gerechnet. Das Vorgehen ähnelt den bereits existierenden „Meta Verified“-Abos für Facebook und Instagram. Die Grundfunktionen wie Text- und Sprachnachrichten oder Anrufe bleiben für alle Nutzer kostenfrei.

Bleibt die Privatsphäre sicher?

Trotz der neuen Bezahlschranke ändert sich nichts an der Sicherheit. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt für alle Nutzer unangetastet. Eine Aufweichung zum Zwecke personalisierter Werbung gilt als ausgeschlossen – das würde das Nutzervertrauen nachhaltig zerstören.

Zusätzlich zu den optischen Features sollen Premium-Nutzer verbesserte Tools für Medien und Gruppenchats erhalten. Dazu zählen erweiterte Filter und eine KI-gestützte Suche in Unterhaltungen. Auch die Integration des Meta AI-Assistenten soll für Abonnenten umfangreicher ausfallen.

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Warum Meta jetzt handelt

Der Schritt kommt nicht überraschend. Seit dem Milliardenkauf von WhatsApp im Jahr 2014 sucht Meta nach Wegen, den Dienst profitabler zu machen. Während WhatsApp Business bereits erfolgreich monetarisiert wird, blieb der Privatnutzer-Bereich lange eine Kostenseite. Der Erfolg von Telegram Premium dient hier als offensichtliches Vorbild.

Marktbeobachter sehen darin eine logische Konsequenz. Da die organische Reichweite auf Plattformen wie Facebook sinkt, wird die direkte Messenger-Kommunikation immer wertvoller. Mit WhatsApp Plus schafft Meta eine klare Trennung zwischen Basisversion und Feature-reicher Premium-Variante für Power-User.

Das erwartet Nutzer 2026

Die Einführung des Abos ist Teil einer größeren Transformation. Parallel wird die Einführung von Benutzernamen erwartet, die die Bindung an die Telefonnummer lockern. Nutzer könnten so ihren Kontakt teilen, ohne die private Nummer preiszugeben – ein Feature, das womöglich ebenfalls eng mit dem Premium-Status verknüpft wird.

In den kommenden Monaten werden die Wartelisten für WhatsApp Plus voraussichtlich weltweit freigeschaltet. Experten warnen jedoch bereits vor betrügerischen Kettenbriefen oder gefälschten Apps. Die offizielle Buchung läuft ausschließlich über die Einstellungen in der originalen WhatsApp-App. Der Erfolg des Modells hängt nun davon ab, ob die Zusatzfunktionen im Alltag der Nutzer wirklich einen spürbaren Unterschied machen.