Meta begrenzt kostenlose Nachrichten – Nutzer müssen bald zahlen oder umsteigen.
WhatsApp-Nutzer müssen sich umstellen: Der Messenger-Dienst führt ein neues „Message Credits“-System ein, das die Anzahl kostenloser Broadcast-Nachrichten drastisch reduziert. Ab sofort sind nur noch rund 35 Nachrichten pro Monat gratis. Wer mehr verschicken will, muss auf WhatsApp Business oder die Channels-Funktion ausweichen.
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Die Änderung ist Teil des iOS-Updates 26.19.77, das am 21. Mai 2026 ausgerollt wurde. Meta professionalisiert damit die Massenkommunikation auf seiner Plattform – und schafft gleichzeitig Anreize für Vielversender, auf kostenpflichtige Geschäftslösungen umzusteigen.
Neue Grenzen für Broadcast-Listen
Bislang konnten Nutzer ihre Kontaktlisten ohne Einschränkungen mit Rundnachrichten versorgen. Das ändert sich nun grundlegend. Sobald das monatliche Kontingent von etwa 35 Nachrichten ausgeschöpft ist, schlägt die App alternative Wege vor: entweder den Wechsel zum Business-Account oder die Nutzung von Channels für breitere Reichweiten.
Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an besseren Speichermanagement-Funktionen. Ein Beta-Update für Android (Version 2.26.20.6) vom 20. Mai 2026 erlaubt es Nutzern, Status-Updates nach Kontakten zu sortieren und gezielt zu löschen. Das hilft, den Speicherplatz auf dem Smartphone besser zu verwalten.
Inkognito-Modus für KI-Chats
Am 20. Mai 2026 führte Meta zudem einen „Inkognito-Modus“ für KI-Unterhaltungen ein. Die Funktion schafft eine geschützte Umgebung, in der Nachrichten von Meta nicht eingesehen werden können. Sobald die Sitzung endet, verschwinden die Daten vollständig. Das soll besonders sensible Gespräche etwa zu Gesundheits- oder Finanzthemen absichern.
Um regulatorischen Erwartungen in Europa gerecht zu werden, kündigte Meta am selben Tag an, konkurrierenden KI-Chatbots wie denen von OpenAI begrenzten kostenlosen Zugang zur WhatsApp-Plattform zu gewähren. Dieser Schritt soll Kartellbedenken der EU entgegenwirken – kleinere Wettbewerber bezeichnen das Angebot jedoch als unzureichend.
Neue Zeitsteuerung für verschwindende Nachrichten
Ein weiteres Feature befindet sich im Test: eine „leseabhängige“ Timer-Funktion für verschwindende Nachrichten. Nutzer können künftig Zeiträume von fünf Minuten, einer Stunde oder zwölf Stunden wählen – der Countdown beginnt jedoch erst, wenn der Empfänger die Nachricht tatsächlich gelesen hat. Die Funktion wird derzeit auf iOS und Android getestet.
Texas verklagt Meta wegen Verschlüsselung
Die neuen Funktionen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Am 21. Mai 2026 reichte der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton Klage gegen Meta und WhatsApp ein. Der Vorwurf: Das Unternehmen täusche Nutzer über die tatsächliche Reichweite seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Die Klage, eingereicht im Harrison County, behauptet, Meta habe trotz gegenteiliger Werbeversprechen Zugriff auf nahezu alle privaten Kommunikationsinhalte. Der Bundesstaat beruft sich auf frühere Aussagen der Meta-Führung vor dem US-Senat und verweist auf eine eingestellte Untersuchung des Handelsministeriums.
Texas fordert eine einstweilige Verfügung und zivilrechtliche Strafen von umgerechnet rund 9.300 Euro pro Verstoß nach dem texanischen Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Ein Meta-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Die Klage könnte weitreichende Folgen für die gesamte Messaging-Branche haben. Bereits zuvor hatte dieselbe Anwaltskanzlei in einem anderen Verfahren 1,4 Milliarden Dollar von Meta erstritten.
Betriebssystem-Updates mit Auswirkungen auf WhatsApp
Die Veränderungen bei WhatsApp fallen mit großen Updates der Konkurrenz zusammen. Apple veröffentlichte am 21. Mai 2026 iOS 26.5 – ein massives Update mit 8,73 Gigabyte, das über 50 Sicherheitslücken schließt, darunter kritische Schwachstellen in Webkit und dem Kernel.
Für WhatsApp-Nutzer besonders relevant: Das Update bringt Fortschritte bei Rich Communication Services (RCS) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, realisiert durch Partnerschaften mit Anbietern wie der Telekom. Zudem enthält iOS 26.5 EU-vorgeschriebene Funktionen wie vereinfachtes Bluetooth-Pairing für Drittanbieter-Geräte und erweiterte Datenexport-Optionen für den Wechsel zu Android.
Die Android-17-Beta mit dem Codenamen „Cinnamon Bun“ führt unterdessen „Background Audio Hardening“ ein – eine Funktion, die verhindert, dass Apps unerwartet Audio abspielen. Googles System-Updates vom Mai 2026 konzentrieren sich zudem auf Diebstahlschutz und „Verifizierte Finanzanrufe“, um Betrüger zu stoppen, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben.
Ausblick: Was kommt auf Nutzer zu?
Die Einführung der Broadcast-Grenzen markiert einen Strategiewechsel bei Meta. Das Unternehmen schafft ein „Freemium“-Modell, das Gelegenheitsnutzer vor Spam schützt und gleichzeitig Power-User zu den kostenpflichtigen Business-APIs lenkt. Branchenbeobachter sehen darin einen allgemeinen Trend: Plattformbetreiber monetarisieren zunehmend hochfrequente Interaktionen.
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Für die zweite Jahreshälfte 2026 zeichnet sich eine noch tiefere integration mit den kommenden Betriebssystemen iOS 27 und Android 17 ab. Apple hat bereits angekündigt, dass „Apple Intelligence“ im Mittelpunkt des nächsten großen Releases stehen wird – vorgestellt am 8. Juni 2026 auf der Worldwide Developers Conference (WWDC). Das dürfte ausgefeiltere Siri-Automatisierung bringen, die per Sprachbefehl mit Messaging-Apps interagiert.
WhatsApp-Nutzer müssen sich in nächster Zeit auf ein regulierteres Broadcast-Umfeld einstellen. Die Ausweitung des „Message Credits“-Systems auf weitere Regionen gilt als wahrscheinlich. Zudem testet die Plattform eine Funktion, die Status-Updates in begrenztem Umfang für Fremde sichtbar macht – allerdings handelt es sich nach Unternehmensangaben um einen kleinen Test.

