Meta verlangt ab Mitte Februar für jede KI-Antwort auf WhatsApp Geld. Die neue Regelung betrifft Entwickler, die über die Business API in Italien agieren. Sie ist eine direkte Folge von Druck der Wettbewerbsbehörde.
Ursprünglich wollte der Konzern KI-Chatbots von Drittanbietern auf der Plattform komplett verbieten. Die italienische Behörde blockierte diesen Plan jedoch mit Verweis auf Wettbewerbsbedenken. Nun muss Meta den Zugang gewähren – reguliert ihn aber mit einem Preisschild.
Hohe Kosten für Bot-Entwickler
Konkret fallen ab dem 16. Februar 0,0691 US-Dollar pro generierter Antwort an. Diese Gebühr gilt für konversationelle, nicht vorlagenbasierte KI-Antworten. Für Entwickler mit hohem Nachrichtenaufkommen wird es teuer.
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- Ein Bot mit 10.000 täglichen Anfragen verursacht so monatliche Kosten von über 20.000 US-Dollar allein für den WhatsApp-Zugang.
- Die Maßnahme könnte als Präzedenzfall für andere Märkte wie die EU oder Brasilien dienen, wo Meta ähnlichem regulatorischen Druck ausgesetzt ist.
Ein unerwarteter Nebeneffekt gegen Betrug
Obwohl die Gebühren regulatorisch erzwungen wurden, könnten sie automatisierten Betrug wirksam bekämpfen. Scam-Operationen sind auf massenhafte Nachrichtenversende angewiesen, um wenige Opfer zu finden. Die hohen Kosten machen dieses Geschäftsmodell wirtschaftlich unattraktiv.
Diese indirekte Wirkung ergänzt die direkten Sicherheitsmaßnahmen von WhatsApp. Der Dienst sperrte zuletzt Millionen Konten und führte neue Warnhinweise für Nutzer ein.
Zwischen Kontrolle und regulatorischem Druck
Der Fall zeigt das Spannungsfeld großer Tech-Plattformen: Sollen sie ihr Ökosystem streng kontrollieren oder für Dritte öffnen? Meta begründete sein ursprüngliches Verbot mit dem Kampf gegen Spam und Fehlinformationen.
Jetzt wandelt das Unternehmen die erzwungene Öffnung in Italien in ein neues Einnahmemodell um. Experten fragen sich: Bremst diese Gebühr die Innovation bei Konversations-KI auf der weltgrößten Messaging-Plattform aus?
Wird das Modell zum globalen Standard?
Die Tech-Branche beobachtet nun aufmerksam andere Regionen. Falls Behörden in der EU ähnlich entscheiden, könnte Meta die Gebühren global ausrollen. Das würde die Kalkulation für alle Unternehmen grundlegend verändern, die auf WhatsApp als Kanal setzen.
Für normale Nutzer ändert sich erstmal nichts. Langfristig könnte die Maßnahme aber die Sicherheit erhöhen – und gleichzeitig die Vielfalt der verfügbaren KI-Dienste einschränken.
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