Der Messenger-Dienst WhatsApp rüstet auf: Neue Funktionen sollen die Verbreitung von Falschinformationen eindämmen und die Benutzeroberfläche modernisieren. Im Fokus steht ein spezielles Label für Status-Updates, die mehrfach weitergeleitet wurden.
Neue Kennzeichnung für geteilte Status-Updates
Die aktuelle Android-Beta-Version 2.26.17.10, die am 1. Mai 2026 erschien, führt eine Markierung für Status-Updates ein, die mindestens fünfmal innerhalb des Netzwerks weitergeleitet wurden. Der Inhalt bleibt durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt – das Label signalisiert lediglich, dass der Beitrag besonders häufig geteilt wird. Damit erweitert WhatsApp ein bereits bekanntes Prinzip: Ähnliche Kennzeichnungen gibt es schon für weitergeleitete Textnachrichten.
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Nutzer sollen so erkennen können, ob sie potenziell virale oder ungeprüfte Inhalte sehen. Die Privatsphäre bleibt dabei gewahrt, da nur Metadaten ausgewertet werden.
Liquid Glass: Neues Design für iOS
Parallel zu den Android-Neuerungen bereitet WhatsApp eine optische Auffrischung für das iPhone vor. Das sogenannte Liquid Glass Design setzt auf Tiefe und Transparenz-Effekte. Eine schwebende Chat-Leiste am unteren Bildschirmrand und eine halbtransparente Navigationsleiste sollen sich nahtlos in das iOS-26-System einfügen.
Die Entwicklung des neuen Designs verzögerte sich, weil die Sprachaufzeichnungs-Funktion angepasst werden musste. Die schwebende Chat-Leiste erforderte eine Neuausrichtung der Audio-Elemente im Chat-Fenster.
Channels rücken in den Vordergrund
WhatsApp testet zudem eine strukturelle Änderung: Der Channels-Bereich soll direkt in den Chats-Tab integriert werden. Bislang sind Channels im separaten Updates-Tab untergebracht. Ein neuer Filter würde den Zugriff auf abonnierte Kanäle erleichtern, während der Updates-Tab künftig nur noch temporäre Status-Beiträge anzeigen könnte.
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Sicherheits-Update: Hardware-gestützte Verschlüsselung
Meta hat am 1. Mai 2026 Verbesserungen der Ende-zu-Ende-verschlüsselten Backups für WhatsApp und Messenger angekündigt. Das Unternehmen setzt künftig auf Hardware Security Modules (HSM) zur Speicherung der Verschlüsselungsschlüssel. Diese gelten als besonders manipulationssicher.
Ein neues System zur Schlüsselverteilung für Messenger wird zudem von Cloudflare signiert, um die Integrität der Installation zu gewährleisten. Meta veröffentlichte technische Nachweise über die sichere HSM-Infrastruktur.
Sicherheitslücken geschlossen
Die Sicherheitsupdates kommen nicht zu früh: WhatsApp identifizierte zwei Schwachstellen. CVE-2026-23866 betrifft die Validierung KI-generierter Antworten – Angreifer hätten Medien von beliebigen URLs verarbeiten können. CVE-2026-23863 betrifft die Windows-Version, wo NUL-Bytes in Dateinamen zum Spoofing von Anhängen genutzt werden konnten. Nachweislich ausgenutzt wurden die Lücken nicht, dennoch empfiehlt WhatsApp ein Update auf die aktuelle Version.
Ausblick: Ende für alte Android-Versionen
WhatsApp hat bestätigt, dass der Support für Android-Versionen älter als 6.0 im September 2026 endet. Grund sind die fortschrittlichen Verschlüsselungs- und KI-Funktionen, die ältere Geräte nicht unterstützen. Ein Teil der globalen Nutzer müsste dann auf neuere Hardware umsteigen.
Die erfolgreichen Tests des Transparenz-Labels dürften in den kommenden Monaten zu einem flächendeckenden Rollout führen. Auch das Liquid Glass Design soll nach Lösung der Kompatibilitätsprobleme in eine breitere Beta-Phase gehen.

