WhatsApp für iOS: Messenger testet internen Browser für geteilte Links

Die frühe iOS-Testversion öffnet geteilte Webseiten in WhatsApp; Browserdaten sollen lokal auf dem iPhone bleiben.

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Der zum Meta-Konzern gehörende Messenger WhatsApp entwickelt einen internen Browser für iOS. Wie Branchenberichte vom 19. Oktober 2026 unter Berufung auf Funde des Portals WABetaInfo in der TestFlight-Beta-Version 26.41.10.72 darlegen, sollen in Unterhaltungen geteilte Weblinks künftig direkt innerhalb der Anwendung geladen werden, statt die Nutzer automatisch an den Standardbrowser wie Safari weiterzuleiten.

Funktionsweise und Bedienung

Die Neuerung baut auf einem früheren Testlauf in der Beta-Version 25.14.10.72 auf. Damals war das interne Öffnen noch auf ausgewählte Business-Verknüpfungen mit HTTPS-Pflicht beschränkt. In der aktuellen Testversion entfällt diese Beschränkung, sodass Weblinks aus individuellen Chats ebenso wie aus Gruppenchats über den integrierten Browser verarbeitet werden können.

Webseiten öffnen sich nach den Berichten in einem schwebenden Fenster unmittelbar über dem laufenden Chatverlauf. Die jeweilige Surf-Sitzung agiert dabei technisch getrennt von den Chat-Inhalten. Anwender können die Neuerung über einen gesonderten Schalter in den Anwendungseinstellungen aktivieren oder deaktivieren.

Bei der ersten Inbetriebnahme erklärt ein Pop-up-Hinweis die Arbeitsweise des Werkzeugs. Über ein Drei-Punkte-Menü besteht zudem die Möglichkeit, einzelne Seiten an den bevorzugten Standardbrowser wie Safari oder Chrome weiterzureichen oder die Standardanwendung dauerhaft wieder als Ziel festzulegen.

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Ergänzend enthalten die Einstellungen Optionen zur Datenverwaltung, über welche sich Cookies und der Zwischenspeicher der im Messenger aufgerufenen Seiten löschen lassen.

Lokale Speicherung und Datenschutz

Nach Angaben von WABetaInfo werden sämtliche Browserdaten sowie der Webverlauf ausschließlich lokal auf dem iPhone hinterlegt. Weder WhatsApp noch Apple erhalten demnach Einblick in die geteilten Adressen oder die geladenen Webinhalte. Auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikationsinhalte bleibt durch die Bereitstellung des Browsers vollständig unberührt.

Entwicklungsstand und Einordnung

Erste Versuche mit einer vergleichbaren Funktionalität für Android reichen bei WhatsApp bis in das Jahr 2019 zurück. Mit der Umsetzung für iOS schließt die Plattform zu konkurrierenden Diensten auf: Andere Angebote wie Telegram sowie die konzerneigenen Anwendungen Facebook, Messenger und Instagram verfügen seit Jahren über integrierte Browserlösungen.

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Die Neuerung befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase und ist gegenwärtig weder für reguläre Anwender noch für Teilnehmer des offiziellen iOS-Beta-Programms freigeschaltet.

Eine offizielle Ankündigung oder Dokumentation seitens WhatsApp liegt bislang nicht vor, weshalb Modifikationen am Funktionsumfang vor einer Veröffentlichung möglich bleiben. Ein konkretes Startdatum für den App Store oder für Android wurde bisher nicht genannt; Beobachter halten eine Einführung in einem Zeitraum von Wochen bis Monaten für denkbar.

Für den hiesigen Markt besitzen Anpassungen der Plattform großes Gewicht: Einer gemeinsamen Erhebung von Meltwater und We Are Social zufolge verwenden in Deutschland mehr als 85 Prozent der Personen über 16 Jahren die Messenger-App mindestens einmal pro Monat.