WhatsApp arbeitet an zwei funktionalen Neuerungen für das iPhone: Der Instant-Messaging-Dienst entwickelt einen dedizierten Media Hub für das Betriebssystem iOS und testet zeitgleich eine Funktion zum zeitversetzten Planen von Nachrichten, mit der Mitteilungen automatisiert zu einem späteren Zeitpunkt übertragen werden können.
Zeitversetzter Versand über die Sende-Schaltfläche
Die Möglichkeit, Nachrichten im Voraus zu timen, wird in der iOS-Betaversion 26.42.10.19 über die Plattform TestFlight erprobt. Zu Beginn steht das Werkzeug nur einem Teil der Testnutzer zur Verfügung, ehe der Kreis in den kommenden Wochen schrittweise erweitert werden soll.
Der Ablauf beim Verfassen gestaltet sich direkt im Chatfenster: Nach dem Eintippen einer Mitteilung wird der Sende-Button gedrückt gehalten, woraufhin sich ein Menü zur Festlegung von Datum und Uhrzeit öffnet. Eine Bestätigung über einen grünen Button, der die exakte Zustellzeit ausweist, schließt den Vorgang ab. Die entsprechende Vormerkung im Chatfenster bleibt ausschließlich für den Absender sichtbar.
Als Zeitfenster für den Vorlauf hat WhatsApp eine Spanne zwischen mindestens 10 Minuten und maximal zwei Wochen festgelegt. Der Versand wird auch dann ausgeführt, wenn die App auf dem Smartphone geschlossen ist oder sich das Gerät offline befindet.
Unterstützt werden Textnachrichten, Links sowie Fotos und Videos. Allerdings lässt sich pro geplanter Sendung nur ein einzelnes Bild oder Video anhängen; für drei Fotos müssen Absender folglich drei separate Nachrichten einrichten.
Verwaltet werden die anstehenden Übertragungen in einem eigenen Untermenü innerhalb der Kontakt- oder Gruppeninformationen. Dort lassen sich die Entwürfe vor der Ausführung prüfen und ohne Benachrichtigung des Empfängers entfernen. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt bei der zeitversetzten Zustellung vollständig gewahrt.
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Bei Gruppenunterhaltungen gilt zudem eine Einschränkung für die Zustellliste: Geplante Beiträge erreichen nur Kontakte, die bereits zum Zeitpunkt der Planung Mitglied der Gruppe waren. Profile, die erst danach beitreten, erhalten die Mitteilung nicht.
Die Vorarbeiten für das Planungs-Feature laufen bereits seit Februar 2026. Anfang Oktober 2026 begann der Testbetrieb zunächst bei ausgewählten Nutzern der Android-Betaversion 2.26.40.7. Ein offizieller Veröffentlichungstermin für die regulären Versionen auf Android und iOS steht bislang nicht fest.
Zentraler Hub bündelt empfangene Mediendateien
Parallel zur Nachrichtenplanung treibt das Unternehmen eine Umgestaltung der Medienverwaltung unter iOS voran. Der in Entwicklung befindliche Media Hub konzentriert sich technisch auf den Eingang: Das System zeigt ausschließlich empfangene Inhalte an, während selbst versendete Dateien sowie flüchtige Medien aus selbstlöschenden Nachrichten ausgeklammert bleiben.
Die Benutzeroberfläche des Hubs ist in zwei Reiter unterteilt, die zwischen kürzlich empfangenen Dateien und einer Gesamtübersicht aller Medien unterscheiden. Nutzer können die Anzeige nach Fotos, Videos oder Weblinks filtern und zwischen einer Kachel- sowie einer Listenansicht wechseln. Eigene Reaktionen lassen sich direkt über ein Herz-Symbol erfassen.
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Zu jedem Eintrag stehen im Hub Optionen zum Weiterleiten, Reagieren, Markieren mit einem Stern sowie ein direkter Sprung in die ursprüngliche Konversation bereit. Eine integrierte Suchfunktion erlaubt das Auffinden von Bildern und Videos anhand von hinterlegten Bildunterschriften sowie das Filtern von Links über die Webadresse. Für die Sortierung der Einträge stehen Kriterien wie das Eingangsdatum oder die jeweilige Dateigröße zur Wahl.
Im Gegensatz zur Nachrichtenplanung ist der Media Hub gegenwärtig noch nicht für Beta-Teilnehmer freigeschaltet. WhatsApp plant, die Medienzentrale in einer künftigen Aktualisierung zunächst für ausgewählte Tester bereitzustellen; ein Datum für die breite Einführung liegt auch hier noch nicht vor.

