WhatsApp: Ghost Pairing und Fake-Kanäle gefährden Silvester

Sicherheitsexperten warnen vor zwei perfiden Methoden zur Kontenübernahme und Schadsoftware-Verbreitung über WhatsApp, ausgelöst durch ein aktuelles Datenleck.

WhatsApp-Nutzer erleben zum Jahreswechsel eine massive Angriffswelle. Sicherheitsexperten warnen vor zwei perfiden Methoden: dem unbemerkten „Ghost Pairing“ und betrügerischen News-Kanälen. Die Angriffe zielen darauf ab, Konten zu übernehmen und Schadsoftware zu verbreiten.

Unsichtbare Geräte-Kopplung: So funktioniert „Ghost Pairing“

Die größte Gefahr geht aktuell vom sogenannten „Ghost Pairing“ aus. Angreifer nutzen eine Schwachstelle in der „Verknüpften Geräte“-Funktion. Dabei koppeln sie heimlich ein fremdes Gerät mit dem WhatsApp-Konto des Opfers.

Das Tückische: Der Angriff läuft oft ohne direkte Chat-Interaktion ab. Kriminelle verstecken manipulierte QR-Codes in gefälschten Gewinnspielen oder Silvester-Countdowns. Wer sie scannt, autorisiert im Hintergrund eine fremde Sitzung. Die Angreifer können dann alle Chats mitlesen und Nachrichten im Namen des Opfers verschicken.

Anzeige

Viele Android‑Nutzer übersehen genau diese fünf Schutzmaßnahmen – und machen sich damit für Ghost‑Pairing, gefälschte News‑Kanäle und präparierte GIFs angreifbar. Das kostenlose Sicherheitspaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie automatische Medien‑Downloads deaktivieren, Verknüpfte Geräte überprüfen, Phishing‑Links erkennen und Ihr Smartphone gegen Schadcode härten. Praktische Checklisten und leicht umsetzbare Einstellungen helfen, WhatsApp & Bank‑Apps sofort sicherer zu machen. Jetzt Gratis-Sicherheitspaket für Android anfordern

Nutzer sollten sofort handeln:
* Im Menü unter „Verknüpfte Geräte“ prüfen
* Unbekannte Sitzungen sofort beenden

Gefälschte News-Kanäle verbreiten Schadlinks

Parallel dazu fluten Betrüger den Messenger mit unseriösen WhatsApp-Kanälen. Kanäle mit Namen wie „Eilmeldungen 2026“ oder „Silvester Feuerwerk News“ schießen aus dem Boden. Sie verbreiten jedoch keine echten Nachrichten.

Stattdessen posten sie Links zu Phishing-Seiten oder Malware-Downloads. Oft locken sie mit angeblichen Promi-Leaks oder schockierenden Jahresrückblicken. Viele Kanäle wirken täuschend echt und nutzen gestohlene Logos bekannter Medien. Der entscheidende Hinweis: Fehlt der grüne Verifizierungshaken, ist höchste Vorsicht geboten.

Vorsicht bei Bildern und GIFs

Eine weitere Bedrohung lauert in geteilten Medien. Kriminelle nutzen Schwachstellen in der Bildverarbeitung („Image Parsing“) von WhatsApp. Speziell präparierte GIFs oder Bilder können beim Download Schadcode ausführen.

Zu Silvester, wenn Millionen Medien geteilt werden, ist das Risiko besonders hoch. Experten raten:
* Automatischen Medien-Download in den Einstellungen deaktivieren
* Dateien von unbekannten Nummern nicht öffnen

Datenleck befeuert gezielte Angriffe

Die Intensität der Welle hat einen konkreten Hintergrund. Ein massives Datenleck im Spätherbst 2025 lieferte Angreifern aktive Telefonnummern und Profildaten von Milliarden Konten. Diese Informationen nutzen Kriminelle nun für präzise adressierte Attacken.

Deshalb erhalten viele Nutzer aktuell Spam von unbekannten Nummern, die sie namentlich ansprechen. Die Angriffe werden voraussichtlich ins neue Jahr hineinreichen – getarnt als Angebote zu Neujahrsvorsätzen wie Fitness oder Finanzen.

Anzeige

PS: Schützen Sie Ihr Handy jetzt vor diesen neuen Silvester‑Maschen. Der Gratis‑Ratgeber fasst die fünf wichtigsten Schutzmaßnahmen kompakt zusammen – von sicheren Download‑Einstellungen bis zur Kontrolle verknüpfter Geräte. So verhindern Sie, dass Fremde Ihre Chats mitlesen oder Schadcode per Bilddatei einschleusen, ganz ohne teure Zusatz‑Apps. Besonders wichtig: automatische Medien‑Downloads deaktivieren und unbekannte Sitzungen sofort beenden. Gratis-Ratgeber: 5 Schutzmaßnahmen jetzt herunterladen