Am 14. Oktober 2026 kündigte der zu Meta gehörende Messengerdienst WhatsApp die neue Funktion WhatsApp Guest Calling an. Damit können Kontoinhaber externe Teilnehmer zu Sprach- und Videogesprächen einladen, selbst wenn diese über kein eigenes WhatsApp-Konto verfügen.
Wie unter anderem ein Bericht von occidente.co vom 25. Oktober 2026 darlegte, erstellen Kontoinhaber die entsprechenden Einladungslinks über das Plus-Symbol in der Registerkarte für Anrufe. Gäste können dem Gespräch über den Webbrowser ihres Computers beitreten, wo sie nach Eingabe eines Anzeigenamens in einem Warteraum platziert werden, bis die Freigabe durch den einladenden Host erfolgt.
Funktionsumfang, Sicherheitsmerkmale und technische Beschränkungen
Die über Guest Calling geführten Gespräche sind kostenlos, Ende-zu-Ende-verschlüsselt und unterliegen keinem Zeitlimit, wie newsatlas24.com am 24. Oktober 2026 berichtete. Vorgesehen sind sowohl Einzel- als auch Gruppenanrufe mit einer Obergrenze von bis zu 32 Teilnehmern inklusive des Gastgebers.
Laut einem Bericht von ruhr24.de vom 25. Oktober 2026 sind ausschließlich Inhaber eines WhatsApp-Kontos berechtigt, Anruflinks zu erstellen, die anschließend über Kanäle wie SMS oder E-Mail geteilt werden können. Nach Angaben von mobify.cz vom 25. Oktober 2026 ist jeder erzeugte Link einzigartig und verfällt automatisch nach 30 Tagen ohne Nutzung. Zudem wird blockierten Kontakten der Beitritt verwehrt.
Während neue Funktionen wie Guest Calling den Messenger flexibler machen, bleibt die Sicherheit des eigenen Kontos das wichtigste Fundament. Wie Sie Ihr Android-Smartphone mit fünf einfachen Schritten gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Für zugelassene Gäste stehen ausgewählte Interaktionsmöglichkeiten zur Verfügung. Einem Bericht von smartphones24.org vom 25. Oktober 2026 zufolge können sie ihren Bildschirm teilen, mit Emojis reagieren sowie virtuell die Hand heben. Sie besitzen jedoch keine Berechtigung, Textnachrichten zu verfassen, weitere Personen hinzuzufügen oder Telefonnummern anderer Konferenzteilnehmer einzusehen. Der Host behält zudem die Option, Gäste jederzeit aus dem Gespräch zu entfernen.
Einschränkungen bestehen bei den Endgeräten: Gemäß globalvillagespace.com vom 24. Oktober 2026 ist die Teilnahme ohne Nutzerkonto vorerst auf Desktop-Browser beschränkt; eine Unterstützung für mobile Browser auf Smartphones wurde bisher nicht bestätigt, und es existiert keine offizielle Übersicht kompatibler Browser.
Offene Datenschutzaspekte und Konkurrenzvergleich
Hinsichtlich des Datenschutzes bleiben wesentliche Details ungeklärt. Wie mobilsfera.com am 25. Oktober 2026 berichtete, ist derzeit nicht bekannt, welche Daten WhatsApp über teilnehmende Gäste erfasst – etwa Namen, Browserangaben oder Verbindungsprotokolle –, wie lange diese Daten aufbewahrt werden und ob eine Verknüpfung mit dem Konto des Gastgebers stattfindet.
Bereits im September 2026 vor dem offiziellen Start thematisierte Cyberpress den Einsatz einer eindeutigen Browser-Session-Kennung, aus der das für die Verschlüsselung erforderliche Schlüsselmaterial abgeleitet werde.
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Im Marktvergleich mit Google Meet fehlen dem Gastdienst von WhatsApp bislang Funktionen wie Live-Untertitel, ein begleitender Chat, Abstimmungen sowie Kalenderanbindungen, wie mobify.cz am 25. Oktober 2026 aufzeigte.
Während Google Meet kostenfreie Gespräche auf 60 Minuten begrenzt und je nach gewähltem Tarifplan Teilnehmerzahlen zwischen 100 und 1.000 Personen zulässt, bietet WhatsApp zwar unbegrenzte Gesprächsdauern, bleibt bei der Gruppengröße jedoch gedeckelt.
Meta stellte Anbindungen an Google- und Outlook-Kalender für Ende 2026 beziehungsweise im späteren Jahresverlauf in Aussicht, nannte dabei aber weder konkrete Termine noch regionale Vorgaben.
Zusätzliche Verwaltungs- und Community-Werkzeuge
Parallel zur Öffnung für externe Gäste treibt WhatsApp Weiterentwicklungen für Gruppenstrukturen voran. Laut einem Bericht von tecstudio.com.br vom 26. Oktober 2026, der sich auf Erkenntnisse von WABetaInfo zur Android-Betaversion 2.26.43.1 stützt, entwickelt die Plattform das Administrationswerkzeug Organizations.
Während die 2022 eingeführten Communities als Kommunikationsraum dienen, fungiert Organizations als reine Verwaltungsebene mit einer konsolidierten Ansicht aller Mitglieder und deren Untergruppen.
Die Ansicht ist ausschließlich für Administratoren zugänglich. Das Vorhaben befindet sich in einem frühen Stadium, ist noch nicht für Beta-Tester freigeschaltet und könnte laut Bericht auch verworfen werden.
Ergänzend berichtete garaanews.com am 25. Oktober 2026 unter Verweis auf The Indian Express über Arbeiten an einer iOS-Betafunktion, mit der bis zu 10 Gruppen in einer übergeordneten Community gebündelt werden können.
Community-Administratoren erhalten dabei weitergehende Befugnisse, darunter die Festlegung von Sendeberechtigungen und den Zugriff auf eine zentrale Ankündigungsgruppe. Mitglieder, die eine Community verlassen, verlieren zeitgleich den Zugang zu den verknüpften Untergruppen.

