WhatsApp-Hoax „Martinelli“ verunsichert erneut Nutzer

Sicherheitsexperten entkräften aktuelle Warnungen vor einem angeblichen 'Martinelli'-Video und 'WhatsApp Gold' als alten Kettenbrief. Es besteht keine reale Gefahr.

Eine neue Welle von Warnungen vor einem angeblichen „Martinelli“-Video und „WhatsApp Gold“ flutet derzeit die Gruppenchats. Sicherheitsexperten geben jedoch Entwarnung – es handelt sich um die Rückkehr eines alten Kettenbriefs.

Der alarmierende Text warnt vor einem Video namens „Martinelli“, das angeblich „morgen“ erscheinen soll. Wer es öffne, dessen Telefon werde unwiderruflich gehackt. Zusätzlich wird vor einem gefährlichen „WhatsApp Gold“-Update gewarnt. Die Kombination aus technischem Jargon und zeitlicher Dringlichkeit verleitet viele Nutzer dazu, die Nachricht weiterzuleiten.

Faktencheck: Keine reale Gefahr durch „Martinelli“

Sicherheitsfirmen und Faktencheck-Plattformen wie Mimikama stellen klar: Es existiert kein solches Video. Die Architektur moderner Smartphone-Betriebssysteme macht eine Zerstörung durch das bloße Öffnen einer Videodatei extrem unwahrscheinlich.

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  • „WhatsApp Gold“ war tatsächlich eine alte Betrugsmasche, bei der Nutzer eine inoffizielle, schadhafte App-Version installieren sollten.
  • Der aktuelle Kettenbrief vermischt diese vergangene Bedrohung jedoch mit der völlig fiktiven „Martinelli“-Geschichte.
  • Offizielle Stellen sehen derzeit keine Hinweise auf eine aktive Verbreitung entsprechender Schadsoftware.

Warum der alte Hoax 2026 zurückkehrt

Kommunikationsexperten sprechen von einem „Zombie-Hoax“. Diese Falschmeldungen sterben nie aus, sondern tauchen immer wieder auf, oft zu Jahresbeginn. Mehrere Faktoren begünstigen die erneute virale Verbreitung:

  • Schutzreflex: Der Wunsch, Freunde und Familie zu warnen, überwiegt oft die Skepsis.
  • Zeitlosigkeit: Da die Warnung nur von „morgen“ spricht, wirkt sie auch Jahre später noch aktuell.
  • Allgemeine Verunsicherung: Die gestiegene Sensibilität für Cybersicherheitsthemen macht Nutzer anfälliger für solche Meldungen.

Die Folge: Support-Hotlines und Foren sind mit Anfragen besorgter Bürger überlastet, die vor einer nicht-existierenden Gefahr warnen wollen.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Die Empfehlung der Experten ist eindeutig: Brechen Sie die Kette.

  • Löschen Sie die Warnnachricht.
  • Weisen Sie den Absender freundlich auf den Hoax hin.
  • Teilen Sie stattdessen Links zu seriösen Faktencheck-Seiten.

Für die Zukunft bleibt die Medienkompetenz des Einzelnen die wichtigste Verteidigung. Solange Messenger keine automatischen Warnungen für solche Textmuster implementieren, wird uns diese Art von Kettenbrief wohl auch weiterhin begleiten – vielleicht schon bald unter einem neuen Namen.