WhatsApp im Juli: Meta führt KI-Anzeigen und Workflows ein

Meta treibt WhatsApp als Geschäftsplattform mit KI-Features, Workflows und neuen Abo-Plänen voran. Fokus liegt auf Indien.

Künstliche Intelligenz steht dabei im Mittelpunkt der Strategie.

Das Unternehmen stellte am Dienstag eine detaillierte Roadmap vor, die auf drei Säulen fußt: Kundengewinnung, Interaktion und Leistungsmessung. Rund 1,5 Milliarden Nutzer greifen täglich auf den Updates-Tab zu, wie Meta mitteilte. Interne Daten zeigen zudem: 72 Prozent der Erwachsenen kaufen eher bei Marken, die Business-Messaging anbieten.

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Neue Werbeformate und KI-Funktionen

Im Juli 2026 führt Meta Status-Anzeigen mit Konversionsoptimierung ein. Hinzu kommen „Click-to-Multiple-Destinations“-Anzeigen sowie „Business Broadcasts“, die per KI Texte generieren und so die Kommunikation für Händler vereinfachen.

Bereits Mitte Juni rollte Meta Funktionen zur Fußball-WM 2026 aus. Seit dem 15. Juni gibt es neue Sticker, Anruf-Effekte und ein eigenes Kanal-Verzeichnis. Die Neuerungen sind Teil einer plattformübergreifenden Integration von Threads, Instagram und Facebook.

Workflows: Automatisierung ohne Code

Erst kürzlich startete WhatsApp die Funktion „Workflows“ – ein No-Code-Tool, das bereits im Juli 2024 angekündigt wurde. Unternehmen können damit automatisierte Prozesse per Drag-and-Drop erstellen. Verfügbar ist das Tool in 15 Ländern, darunter die USA, Indien und Brasilien. Es lässt sich mit Diensten wie Zapier und Shopify verbinden.

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Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt erhalten. Komplexe Entscheidungsbäume oder KI-gesteuerte Personalisierung unterstützt das System derzeit nicht. Der Dienst ist für bis zu 500 Nachrichten pro Monat kostenlos, höhere Volumen kosten ab etwa zehn Euro monatlich.

Abo-Modelle und Fokus auf Indien

Neue kostenpflichtige Tarife zeichnen sich über die „Meta One“-Abo-Pläne ab. Diese wurden in Beta-Versionen für Android gesichtet und am 15. Juni in Malaysia offiziell eingeführt. Dort reichen die Optionen von „WhatsApp Plus“ für umgerechnet rund 0,75 Euro bis zu „Meta One Premium“ für etwa 18 Euro monatlich – mit unbegrenztem KI-Zugang. In anderen Märkten deuten Beta-Funde auf Preise von etwa 6,99 Euro für Meta One Plus und 20,99 Euro für Premium hin.

Mehrere Entwicklungen unterstreichen den Fokus auf Indien:

  • Digital Tool Box: Das Unternehmen aus Ahmedabad wurde offizieller Meta Tech Provider und bietet Automatisierung sowie Kampagnen-Dienste für kleine und mittlere Unternehmen an – ohne Aufschläge auf Metas Nachrichtenpreise.
  • WatEase: Die indische Commerce-Plattform brachte eine spezialisierte Marketing-KI auf Basis Bayesscher Modellierung auf den Markt. Sie unterstützt UPI-Zahlungen und lokales Daten-Hosting gemäß den neuen Datenschutzbestimmungen.
  • Gupshup: Der Dienst kündigte am 16. Juni den Einsatz des Meta Business Agent für Treebo Hotels an. In einem Pilotprogramm nutzten 70 Prozent der Nutzer den KI-Chat zur Hotelsuche, die durchschnittliche Gesprächsdauer lag bei elf Minuten.

Beta-Tests: Neue Kernfunktionen

WhatsApp testet derzeit mehrere Updates für die Basisfunktionalität. Seit dem 16. Juni ist eine native Nachrichten-Terminierung für iOS in Entwicklung. Nutzer können Nachrichten von zehn Minuten bis zu zwei Wochen im Voraus planen. Zudem werden „One View“-Textnachrichten vorbereitet – sie verhindern Kopieren, Teilen oder Weiterleiten in privaten und Gruppen-Chats.

Für Desktop-Nutzer startete WhatsApp Web am 15. Juni Beta-Tests für Gruppen-Sprach- und Videoanrufe. Bis zu 32 Teilnehmer sind möglich, inklusive Bildschirmfreigabe und Call-Links. Aktualisierte technische Leitfäden vom 17. Juni präzisieren: Die WhatsApp Business API unterstützt Video-Dateien bis 16 MB und Dokumente bis 100 MB. VoIP- oder gebührenfreie Nummern sind für diese Konten weiterhin nicht zulässig.