Der Messenger WhatsApp erprobt eine Funktion, mit der Nutzer das Versenden von Mitteilungen im Voraus planen können. Wie aus einem Bericht von wabetainfo.com vom 11. Oktober 2026 hervorgeht, wird die Neuerung derzeit in der Android-Beta getestet. Der Zugriff ist vorerst auf eine ausgewählte Gruppe von Teilnehmenden des Google-Play-Beta-Programms beschränkt.
Zeitfenster und Bedienung der neuen Planungsoption
Das Planen von Nachrichten deckt verschiedene Inhalte ab: Neben einfachem Text und Weblinks lassen sich Fotos, Videos sowie Dokumente für den späteren Versand vormerken. Technisch wird die Neuerung über die Bedienoberfläche des Chatfensters gesteuert. Durch ein Gedrückthalten der Senden-Schaltfläche öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem Datum und Uhrzeit für die Zustellung festgelegt werden können.
Für den Vorlauf gelten dabei feste Vorgaben. Das Planungsfenster reicht von frühestens zehn Minuten bis hin zu maximal zwei Wochen in die Zukunft. Die Weiterleitung erfolgt zum ausgewählten Zeitpunkt vollautomatisch, selbst wenn die Anwendung geschlossen ist oder das Smartphone offline geschaltet wurde. Zudem bleiben auch zeitversetzt geplante Nachrichten vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Einschränkungen bei Medien und Verwaltung im Chat
Bei der Einbindung von Mediendateien gelten spezifische Rahmenbedingungen. Nutzer können Inhalte direkt über die Galerie oder den internen Zeichnungseditor für den späteren Versand auswählen, pro geplanter Nachricht lässt sich jedoch nur ein einzelnes Medienobjekt anhängen.
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Die Übersicht und Verwaltung bereits erstellter Mitteilungen erfolgt über den Chat-Informationsbereich unter der Rubrik für geplante Nachrichten. Sollte eine terminierte Sendung vor dem festgelegten Zeitpunkt gelöscht werden, erhält der vorgesehene Empfänger darüber keine Benachrichtigung.
In Gruppenunterhaltungen gilt zudem eine Beschränkung: Die geplante Mitteilung wird nach dem Absenden ausschließlich jenen Mitgliedern zugestellt, die bereits zum Zeitpunkt der Planung Teil der jeweiligen Chatgruppe waren. Um eine geplante Nachricht zu empfangen, muss die Gegenseite die Planungsfunktion nicht selbst nutzen können.
Rollout-Pläne und technologisches Umfeld
Über welche Versionen die Funktion verteilt wird, unterscheidet sich in den Veröffentlichungen leicht. Laut wabetainfo.com vom 11. Oktober 2026 ist die Funktion mit WhatsApp Beta für Android in der Version 2.26.40.7 kompatibel. Ein Bericht von engadget.com vom 12. Oktober 2026 hält hingegen fest, dass der Mechanismus zunächst in der Build-Nummer 2.26.8.11 gesichtet wurde.
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Wann die Neuerung für die breite Masse der regulären Nutzer freigeschaltet wird, bleibt vorerst unklar. Nach Angaben von news9live.com vom 12. Oktober 2026 liegt derzeit kein Termin für eine finale Version in Ländern wie Indien oder auf anderen Märkten vor.
Berichte von etvbharat.com und techbriefly.com vom selben Tag sprechen dagegen von einer bevorstehenden Freigabe in naher Zukunft beziehungsweise in den kommenden Tagen. Vorerst soll die Testphase in den kommenden Wochen schrittweise auf weitere Beta-Konten ausgeweitet werden.
Mit dem Schritt holt der Betreiber zu anderen Diensten auf: Der Konkurrent Telegram bietet eine vergleichbare Planungsfunktion für Mitteilungen bereits seit 2019 an.

