WhatsApp: KI-Werkzeug erweitert Fotos auf 9:16-Vollbildformat

WhatsApp plant generative KI-Funktion zur automatischen Bildformat-Erweiterung. Die Android-Beta zeigt das neue Werkzeug, das Fotos intelligent auf 9:16-Hochformat bringt.

Der Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, die mithilfe künstlicher Intelligenz die Bearbeitung von Bildformaten vereinfachen soll. Wie am 18. August 2026 bekannt wurde, zeigt die Android-Beta-Version 2.26.33.2 ein integriertes Werkzeug, mit dem Nutzer Fotos automatisch auf ein 9:16-Vollbildformat erweitern können. Die Neuerung zielt darauf ab, die Darstellung von Inhalten in den verschiedenen Bereichen der App zu optimieren.

Intelligente Bildergänzung durch Meta AI

Das neue Werkzeug basiert auf der Technologie von Meta AI. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bearbeitungsmethoden, bei denen Bilder oft gestreckt oder durch Beschneiden an ein bestimmtes Format angepasst werden, setzt WhatsApp hier auf generative Verfahren. Die künstliche Intelligenz analysiert die vorhandenen Bildinhalte und generiert passendes Material rund um die ursprünglichen Ränder, um das gewünschte Format zu füllen.

Branchenbeobachtern zufolge hänge die Qualität des Endergebnisses maßgeblich vom jeweiligen Ausgangsbild ab. Die Funktion soll über den sogenannten Drawing Editor (Zeichnungseditor) innerhalb der App zugänglich sein.

Geplant sei der Einsatz sowohl für den Versand von Bildern in Chats als auch für die Erstellung von Status-Updates. Experten gehen davon aus, dass die Funktion zunächst primär für den Status-Bereich ausgerollt werden könnte, da dort das 9:16-Hochformat der Standard für die Anzeige von Inhalten ist.

Verfügbarkeit und technische Umsetzung

Obwohl die entsprechenden Code-Grundlagen in der aktuellen Beta-Version für Android entdeckt wurden, ist die Funktion derzeit noch nicht für Beta-Tester freigeschaltet. Das Unternehmen führt interne Tests durch, bevor eine breitere Veröffentlichung erfolgt. Ein konkretes Datum für die allgemeine Einführung oder den Start für alle Beta-Nutzer steht bislang nicht fest.

Ein wesentlicher Aspekt der technischen Umsetzung betrifft die Verarbeitung der Daten. Während WhatsApp für reine Textanfragen zunehmend auf lokale Verarbeitung setzt, verhält es sich bei der Bildbearbeitung anders.

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Laut Berichten zum Datenschutz werden die Fotos für den Erweiterungsprozess an die Server von Meta gesendet, da die benötigte Rechenkapazität für die generative Bilderstellung die Möglichkeiten gängiger Endgeräte übersteigt. Die sogenannte private Verarbeitung (Private Processing) gilt nach aktuellem Stand ausschließlich für textbasierte Interaktionen.

Rechtliche Einordnung synthetischer Inhalte

Die Einführung solcher KI-Werkzeuge fällt in eine Zeit verschärfter Regulierung für synthetische Medien. In Indien beispielsweise besteht bereits seit dem 20. Februar 2026 eine Kennzeichnungspflicht für Inhalte, die durch künstliche Intelligenz erstellt wurden.

Interessanterweise fällt WhatsApp Berichten zufolge derzeit aus dem spezifischen Label-Schema für KI-Inhalte heraus. Wie sich die Integration der neuen Bildbearbeitungsfunktion auf diese regulatorische Einordnung auswirken wird und ob erweiterte Bilder künftig als synthetische Inhalte markiert werden müssen, bleibt abzuwarten.

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Die Entwicklung unterstreicht jedoch das Bestreben von Meta, generative KI-Funktionen tiefer in die alltägliche Kommunikation seiner Nutzer zu integrieren.