WhatsApp-Konto: Inaktive Sitzungen werden nach 30 Tagen getrennt

Der Messenger ergänzt Hinweise zu unbekannten Anrufen und führt Passkeys ein; ein neuer Anruffilter wird noch getestet.

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Der Messenger-Dienst WhatsApp stellt Nutzern bei eingehenden Anrufen von unbekannten Nummern zusätzliche Informationen zur Verfügung. Wie aus Berichten hervorgeht, zeigt die Anwendung künftig das Herkunftsland des Anrufers sowie eventuell bestehende gemeinsame Gruppen direkt auf dem Bildschirm an. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und erfordert keine zusätzlichen Downloads.

Die Anzeige dieses Anrufer-Kontexts steht sowohl auf Android als auch auf iOS zur Verfügung. Nach Angaben von Unternehmenssprechern zielt die Neuerung darauf ab, Nutzern mehr Informationen an die Hand zu geben, um Betrugsversuche abzuwehren.

Wer unerwünschte Anrufe gänzlich vermeiden möchte, kann diese bereits über die Einstellungen unter dem Menüpunkt für Privatsphäre stummschalten. Solche Anrufe klingeln nicht, bleiben aber in der Anrufliste sichtbar.

Erweiterte Authentifizierung und Schutz des Nutzerkontos

Parallel baut WhatsApp die Kontosicherheitsfunktionen aus. So führt die Meta-Tochter Passkeys ein, die sich in den Kontoeinstellungen hinterlegen lassen. Die Anmeldung kann dabei per Fingerabdruck, Face ID oder Gerätecode erfolgen.

Bei der Zwei-Schritt-Verifikation setzt der Dienst zudem auf ein langes alphanumerisches Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen anstelle einer einfachen sechsstelligen PIN. Das Unternehmen betont darüber hinaus, nach eigenen Angaben niemals Geld für die Kontonutzung zu verlangen.

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Hinsichtlich der Geräteverwaltung erlaubt WhatsApp bis zu vier zusätzliche verknüpfte Geräte. Sitzungen, die inaktiv bleiben, werden nach 30 Tagen automatisch getrennt. Die Liste der aktiven Verbindungen lässt sich bei Android über das Drei-Punkte-Menü und beim iPhone in den Einstellungen einsehen.

Unbekannte Sessions können dort ohne physischen Zugriff auf das Fremdgerät abgemeldet werden. Das Unternehmen warnt bei verdächtigen Verknüpfungen und rät zu regelmäßigen Kontrollen.

Verhalten bei Fremdzugriff und Kontoübernahme

Als Warnsignale für einen unbefugten Zugriff gelten ungelesene Nachrichten, die plötzlich als gelesen markiert sind, unautorisierte Sendungen, unerwartet eintreffende Verifizierungscodes, Änderungen am Profil oder ein plötzlicher Verlust der Kontrolle über das Konto.

Im Falle einer Kontokaperung trennt eine erneute Registrierung per sechsstelligen SMS-Code fremde Geräte ab. Hat ein Angreifer allerdings eine eigene Zwei-Stufen-PIN hinterlegt, kann dies eine siebentägige Wartezeit erzwingen.

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Betroffene können sich zusätzlich per E-Mail an den Support wenden, um ein gestohlenes Konto zu melden, und Kontakte über alternative Kanäle informieren. Besteht der Verdacht auf einen sogenannten SIM-Tausch, wird die Kontaktaufnahme mit dem Mobilfunkanbieter empfohlen.

Tests für künftige Anruffilter

Über die aktuellen Sicherheitsfunktionen hinaus erprobt der Messenger weitere Schutzmechanismen. In einer Android-Beta-Version testet der Dienst nach entsprechenden Fachberichten einen Filter für unbekannte Anrufe mit drei Modi: Anrufe unbefiltert lassen, unbekannte Nummern stummschalten oder den Anrufer automatisch nach dem Anliegen fragen. Im letzten Modus wird dem Angerufenen ein Transkript zur Entscheidung vorgelegt.

Diese Transkription soll dem Vernehmen nach lokal über ein Sprachpaket auf dem Gerät ausgeführt werden, ohne Audiodaten an Server zu übertragen, wobei die Sprache wählbar sein soll. Dadurch sollen berechtigte Anrufe von Dienstleistern, Arztpraxen oder Lieferdiensten nicht verloren gehen.

Die Filterfunktion steht regulären Beta-Testern derzeit noch nicht zur Verfügung, und ein Veröffentlichungsdatum für die Vollversion wurde bisher nicht genannt. Offen sind laut Berichten zudem die genaue Liste der unterstützten Sprachen, die vollständige Ausführung auf dem Gerät sowie das Zusammenspiel mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Anrufen.