WhatsApp: Nachrichten-Planung bis 2 Wochen im Voraus

WhatsApp testet eine Funktion zur zeitgesteuerten Nachrichtenzustellung. Beta-Nutzer können Sendezeitpunkte festlegen, auch bei ausgeschaltetem Gerät.

Geplante Zustellung und Einschränkungen bei Gruppen

WhatsApp, der zum Meta-Konzern gehörende Kommunikationsdienst, arbeitet an einer nativen Terminplanung für Nachrichten. Aktuelle Beta-Versionen für iOS und Android enthüllen neue Werkzeuge für die automatisierte Zustellung. Nutzer können künftig Nachrichten verfassen und einen genauen Zeitpunkt für den automatischen Versand festlegen.

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Seit dem 12. Juni 2026 testet WhatsApp die Funktion in der iOS-Beta-Version 26.22.10.76, nachdem erste Tests auf Android bereits im Februar 2026 begannen. Beta-Tester aktivieren den Planer, indem sie den Sende-Button in einem Chat gedrückt halten. Die Oberfläche erlaubt einen Zustellungszeitraum von zehn Minuten bis zu zwei Wochen im Voraus.

Das System ist so ausgelegt, dass die Nachricht auch dann zugestellt wird, wenn das Smartphone des Nutzers zum geplanten Zeitpunkt ausgeschaltet ist. Vor dem Versand können Nutzer die Nachricht noch bearbeiten oder löschen. Die Funktion funktioniert sowohl in Einzel- als auch in Gruppenchats. Eine wichtige Einschränkung gibt es jedoch für Gruppen: Nur Mitglieder, die zum Zeitpunkt der Planung Teil der Gruppe sind, erhalten die Nachricht. Wer nach der Planung, aber vor der Zustellung beitritt, geht leer aus.

Multi-Account-Unterstützung und weitere Neuerungen

Neben der Terminplanung führte WhatsApp am 12. Juni 2026 die Multi-Account-Unterstützung für iOS ein. Dieses Update erlaubt zwei separate Konten auf einem einzigen iPhone. Nutzer können zwischen ihnen wechseln, ohne sich abmelden zu müssen. Jedes Konto behält seinen eigenen Chatverlauf, Anrufliste, Benachrichtigungen und Privatsphäre-Einstellungen. Konten lassen sich per Telefonnummer oder QR-Code hinzufügen.

Mehrere weitere Updates wurden in den Tagen vor dem 14. Juni 2026 dokumentiert:

  • Status-Archiv: Eine neue Funktion für Android, die seit dem 10. Juni 2026 ausgerollt wird, speichert abgelaufene Status-Updates automatisch für die spätere Verwendung.
  • Nachrichtenmenü-Neugestaltung: Am 11. und 12. Juni 2026 wurde ein neues schwebendes Aktionsmenü für Nachrichten auf Android gemeldet. Die Neugestaltung platziert häufig genutzte Optionen prominent, während sekundäre Aktionen in ein Untermenü verschoben werden.
  • Meta One-Abonnements: Anfang der Woche begannen Tests für „Meta One“-Abonnementpläne auf Android, was auf neue Premium-Stufen hindeutet.
  • FIFA-Weltmeisterschaft 2026: Pünktlich zum Turnierstart am 11. Juni 2026 führte Meta spezielle Funktionen ein, darunter fußballbezogene Emojis, Videoanruf-Effekte und ein Live-Verzeichnis für Spielergebnisse. Diese bleiben voraussichtlich bis zum 19. Juli 2026 aktiv.
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Regulatorischer Druck und Sicherheitsüberwachung

Die Plattform navigiert derzeit durch neue regulatorische Anforderungen und Sicherheitsherausforderungen. Am 10. Juni 2026 ordnete die Europäische Kommission an, dass Meta konkurrierenden KI-Assistenten kostenlosen Zugang zur WhatsApp Business API gewähren muss. Dieser Schritt soll fairen Wettbewerb für KI-gesteuerte Kundendienst-Tools im europäischen Markt sicherstellen.

In Sachen Sicherheit identifizierten WhatsApp-Forscher kürzlich anhaltende Spyware-Aktivitäten im Zusammenhang mit der NSO Group. Berichte vom 9. Juni 2026 zeigen, dass das Unternehmen Verstöße gegen eine frühere gerichtliche Anordnung zur Nutzung von Überwachungswerkzeugen aufdeckte.

Schließlich nähert sich der technische Support für ältere Geräte einem Enddatum. Meta bestätigte Anfang Juni, dass der Support für iOS-Versionen älter als 15.5 offiziell am 30. November 2026 endet. Nutzer älterer Betriebssysteme müssen dann ihre Hardware oder Software aktualisieren, um den Zugang zum Dienst zu behalten.