Ab sofort rollt das Unternehmen ein frisches „Liquid Glass“-Design für die iPad-App aus, während gleichzeitig verbesserte Sicherheitsfunktionen gegen unbekannte Kontakte aktiviert werden.
Neuer Look: Flüssiges Glas für das iPad
Seit dem 25. Juni können erste Nutzer das überarbeitete Design auf dem iPad testen. Die Oberfläche erhält eine halbtransparente Glas-Optik, die sich auf die Tab-Leiste, die Navigationsleiste und verschiedene Schaltflächen erstreckt. Dieser visuelle Umbau folgt auf ein ähnliches Update für die iOS-Chat-Oberfläche, das bereits am 23. Juni ausgerollt wurde.
Parallel dazu testet WhatsApp einen neuen Online-Indikator. In der Beta-Version erscheint ein grüner Punkt im Profilbild, der anzeigt, wann ein Nutzer aktiv ist. Wer seine Online-Sichtbarkeit lieber verbergen möchte, kann das weiterhin über die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen tun. Kleinere Anpassungen gibt es auch für Android-Nutzer: Der „Info“-Bereich wurde überarbeitet – erstmals sichtbar am 21. Juni.
Sicherheit vor dem ersten Chat
Ein zentrales Element des aktuellen Update-Zyklus ist die Vorab-Sicherheitswarnung bei Kontaktaufnahme mit unbekannten Nummern. Seit dem 24. Juni zeigt WhatsApp vor dem ersten Austausch entscheidende Informationen an: das Herkunftsland des Absenders, dessen Kontaktstatus und gemeinsame Gruppen.
Das System erlaubt es, verdächtige Kontakte sofort zu blockieren oder zu melden – ohne dass der Absender benachrichtigt wird. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Anti-Betrugsstrategie von Meta. Dazu gehört auch ein neuer Sicherheitshinweis beim Verknüpfen von Geräten, der ebenfalls am 24. Juni eingeführt wurde. Darüber hinaus arbeitet der Konzern an einer „Erweiterten Chat-Privatsphäre“, die das automatische Herunterladen oder Exportieren von Chat-Daten verhindern soll.
Seit dem 24. Juni zeigt WhatsApp vor dem ersten Chat mit unbekannten Nummern entscheidende Informationen an: Herkunftsland, Kontaktstatus und gemeinsame Gruppen. So können Sie verdächtige Kontakte sofort blockieren oder melden. Unser kostenloser Guide führt Sie Schritt für Schritt durch die Aktivierung und gibt Ihnen eine praktische Checkliste an die Hand. Jetzt Sicherheits-Guide anfordern
Neue Suchfunktion und verschwindende Nachrichten
Für iOS-Nutzer gibt es eine praktische Neuerung: Seit dem 25. Juni können sie in Kanälen nach bestimmten Inhalten suchen. Die Funktion, die mit Update 26.24.72 ausgeliefert wird, ähnelt der bekannten Chat-Suche. Derzeit ist sie nur für eine begrenzte Nutzerzahl verfügbar, soll aber in den kommenden Tagen ausgeweitet werden.
In der Beta-Phase befinden sich zudem mehrere Content-Features. Dazu gehören „View Once“-Textnachrichten, die nach dem Lesen verschwinden und Screenshots blockieren. Auch Erwähnungen in textbasierten Status-Updates und ein neues Sprachnachrichten-Widget für das iPhone werden getestet.
Führungswechsel an der Spitze
Betrug durch unbekannte WhatsApp-Kontakte ist auf dem Vormarsch. Die neue Vorab-Sicherheitswarnung hilft Ihnen, sich zu schützen – doch viele Nutzer wissen nicht, wie sie die Funktion richtig einsetzen. Unser Leitfaden zeigt Ihnen in drei einfachen Schritten, wie Sie die Warnung aktivieren, verdächtige Chats erkennen und Ihre Privatsphäre-Einstellungen optimieren. Kostenlosen Leitfaden jetzt sichern
Die technischen Neuerungen fallen mit einem personellen Einschnitt zusammen: Am 22. Juni 2026 gab Will Cathcart seinen Posten als Chef von WhatsApp auf. Wer die Nachfolge antritt, ist noch nicht bekannt.
Trotz des Führungswechsels bleibt WhatsApp in vielen Regionen die dominierende Messaging-Plattform. Branchendaten vom Ende 2025 zeigen: In Südafrika nutzten 94 Prozent der Internetnutzer den Dienst. Die Entwicklung eines neuen Benutzernamensystems, das künftig eine Alternative zur Weitergabe von Telefonnummern bieten soll, läuft ebenfalls weiter.

