WhatsApp: Nutzernamen-System startet am 17. Juli weltweit

WhatsApp führt Nutzernamen ein, plant iOS-Cloud-Backups und testet neue Mikrofonsteuerung. Indien stoppt vorerst die Einführung des Nutzernamen-Systems.

Von einem neuen Nutzernamen-System über eine eigene Cloud-Lösung für iOS bis hin zu verbesserten Datenschutzfunktionen – die Plattform bereitet sich auf die Zukunft vor. Doch nicht alle Neuerungen kommen ohne Hürden daher.

Neues Nutzernamen-System: Freiheit mit Risiken

Am 17. Juli 2026 begann WhatsApp damit, eine lang erwartete Funktion schrittweise auszurollen: Nutzernamen. Statt der Telefonnummer reicht künftig ein individueller Name, um Kontakte zu finden und Nachrichten zu senden. Die Nutzernamen müssen zwischen drei und 35 Zeichen lang sein. Ein öffentliches Verzeichnis gibt es nicht – wer jemanden anschreiben will, muss den genauen Namen kennen.

Doch die Funktion steht bereits unter Beschuss. In Indien, dem mit über 850 Millionen Nutzern größten Markt von WhatsApp, ordnete das Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie Mitte Juli einen Stopp der Einführung an. Die Begründung: Sorgen vor Betrug und Cyberkriminalität. Meta, der Mutterkonzern von WhatsApp, reagierte mit Schutzmaßnahmen. So werden Namen für öffentliche Personen reserviert, und es gibt Beschränkungen, wie schnell neue Kontakte über das System hinzugefügt werden können.

Eigene Cloud für iOS: Schluss mit iCloud-Abhängigkeit?

Ein weiterer Meilenstein zeichnet sich ab: WhatsApp entwickelt eine eigene Cloud-Backup-Lösung speziell für iOS. Entdeckt wurde die Funktion in der Beta-Version 26.28.10.16. Bislang sind iPhone-Nutzer für ihre Chat-Sicherungen auf iCloud angewiesen, während Android auf Google Drive setzt.

Die neue Lösung soll 2 Gigabyte Speicherplatz kostenlos bieten. Wer mehr braucht, kann auf ein kostenpflichtiges Abo setzen: 50 Gigabyte für 0,99 Euro pro Monat. Ein 1-Terabyte-Tarif ist ebenfalls in Planung. Der Clou: Die Backups sollen standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Ein konkreter Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

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Datenumzug von Android zu iOS: Das müssen Nutzer wissen

Wer von Android auf iPhone wechselt, steht weiterhin vor einer mehrstufigen Prozedur. Die Migration läuft über die App „Auf iOS übertragen“. Voraussetzung: Das Android-Gerät muss mindestens Version 5.0 haben, das iPhone iOS 9. Zudem muss das neue iPhone im werkseitig zurückgesetzten Zustand sein.

Übertragen werden Kontakte, Nachrichten, Fotos, Videos, Lesezeichen, Mail-Konten und Kalender. Musikdateien und Klingeltöne bleiben allerdings außen vor. Für Unternehmen birgt der Wechsel besondere Risiken: Fehlt eine zentrale Sicherung der Kommunikation, können wichtige Kundengespräche verloren gehen.

Design-Update und neue Mikrofon-Steuerung

Parallel zu den großen Neuerungen gibt es auch optische und technische Verbesserungen. Seit dem 17. Juli 2026 steht für die Mac-App das Design „Liquid Glass“ zur Verfügung. Es bietet eine durchscheinende Seitenleiste sowie eigene Bereiche für Communities und gesperrte Chats.

Einen Tag später, am 18. Juli 2026, begann WhatsApp mit Tests für eine erweiterte Mikrofonsteuerung auf dem iPhone. Nutzer können künftig zwischen den Modi „Standard“, „Stimme isolieren“ und „Breites Spektrum“ wählen – je nachdem, ob sie Hintergrundgeräusche unterdrücken oder die gesamte Umgebung hörbar machen wollen.

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Sicherheitsempfehlungen und kurze Ausfälle

Die technischen Neuerungen wurden von kurzzeitigen Störungen begleitet. Am 19. Juli 2026 meldeten Überwachungsdienste Ausfälle bei mehreren Meta-Plattformen, darunter Facebook und Instagram, in verschiedenen Ländern. Auch WhatsApp war betroffen.

Angesichts der vielen Veränderungen empfehlen Sicherheitsexperten seit dem 18. Juli 2026, Passkeys und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Nur so könnten Nutzer verhindern, dass Betrüger illegal Zugriff auf ihre Konten erhalten – ein Risiko, das mit der Einführung des Nutzernamen-Systems weiter gestiegen sein dürfte.

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