WhatsApp schließt eine der größten Funktionslücken zu seinen Konkurrenten: Eine native Terminplanung für Nachrichten steht kurz vor der Einführung. Entdeckt in einer aktuellen iOS-Beta-Version, soll das Tool die Kommunikation für Millionen Nutzer grundlegend vereinfachen.
Entdeckung in der Testversion
Konkrete Hinweise auf die lang erwartete Funktion tauchten am Wochenende des 21. Februar 2026 in der WhatsApp-Beta für iOS (Version 26.7.10.72) auf. Plattform-Experten von WABetaInfo fanden den Code für ein integriertes Planungstool. Die Bedienung soll intuitiv sein: Nach dem Verfassen einer Nachricht – ob Text, Emoji oder Medien – können Nutzer einen neuen Zeitplan-Button nutzen. Ein Kalender- und Uhrzeit-Menü erlaubt dann die exakte Festlegung des Versandzeitpunkts. Die Funktion ist intern noch nicht aktiviert, aber das Grundgerüst steht.
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So werden geplante Nachrichten verwaltet
Ein zentraler Punkt des Systems ist die Verwaltung der wartenden Nachrichten. Sie erscheinen nicht im aktiven Chat, sondern landen in einem eigenen Bereich innerhalb der Chat-Info. Von diesem zentralen Hub aus haben Nutzer die volle Kontrolle: Sie können geplante Texte einsehen, den Versandzeitpunkt ändern oder die Nachricht komplett löschen. Wird eine Planung storniert, erhält der Empfänger keinerlei Benachrichtigung – die Privatsphäre bleibt gewahrt.
Breite Nutzung in allen Chats geplant
Die Technik soll universell einsetzbar sein, sowohl in Einzelchats als auch in Gruppen. Das eröffnet vielfältige Anwendungen: von pünktlichen Geburtstagsgrüßen um Mitternacht über Arbeits-Erinnerungen bis zur Koordination über verschiedene Zeitzonen. Im Gegensatz zur WhatsApp Business App, wo ähnliche Funktionen oft hinter Bezahlschranken liegen, soll dieses Tool für alle Privatnutzer kostenfrei verfügbar sein.
Ende umständlicher Workarounds
Bisher mussten Nutzer auf umständliche und teils unsicere Drittanbieter-Apps zurückgreifen. Android-Nutzer benötigten Apps mit weitreichenden Berechtigungen, iPhone-Nutzer komplexe Automatisierungen via Shortcuts. Experten warnten stets vor den Datenschutzrisiken dieser Lösungen. Die native Integration bei WhatsApp beendet diese Praxis. Sie gewährleistet, dass alle geplanten Nachrichten durchgängig unter die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers fallen.
Wettbewerbsfähigkeit und strategische Ausrichtung
Mit dieser Funktion holt WhatsApp zu Konkurrenten wie Telegram auf, die Terminplanung seit Jahren anbieten. Auch das Schwesterunternehmen Instagram führte scheduled Direct Messages bereits 2024 ein. Die Entwicklung passt in die Meta-Strategie, WhatsApp vom einfachen Messenger zu einem umfassenden Kommunikations-Hub auszubauen. Parallel werden weitere Verbesserungen getestet, etwa eine Gruppen-Nachrichtenhistorie für neue Mitglieder oder ein Spoiler-Warnungs-Format zum Verstecken sensibler Texte.
Wann kommt die Funktion?
Der Fokus liegt nun auf dem Übergang von internen Tests zur öffentlichen Beta. Beobachter erwarten, dass WhatsApp die Planungsfunktion bald für eine breitere Gruppe von Beta-Testern auf iOS und Android freischaltet. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum gibt Meta nicht an, doch übliche Entwicklungszyklen deuten auf einen globalen Rollout in den kommenden Monaten hin. Die Einführung könnte die tägliche Nutzung des Messengers weiter verstärken und seine dominante Position auf dem globalen Markt festigen.





