WhatsApp bereitet ein kostenpflichtiges Abo für seinen KI-Assistenten vor. Das zeigt der Quellcode der aktuellen Android-Beta-Version. Die Basis-Funktionen des Messengers sollen aber kostenlos bleiben.
Beta-Code verrät Bezahlschranke
Analysten von WABetaInfo fanden in der Beta-Version 2.26.10.4 klare Hinweise auf Premium-Stufen für Meta AI. Die Bezahlfunktion ist für Tester zwar noch nicht sichtbar, die technische Infrastruktur wird aber bereits aufgebaut.
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Die Entdeckung passt zu früheren Tests, bei denen WhatsApp zwischen einfachen und komplexen KI-Antworten unterschied. Die rechenintensiveren Prozesse werden wohl künftig kostenpflichtig.
Das könnte das Premium-Abo bieten
Meta hat Preise und Details noch nicht offiziell bestätigt. Experten erwarten aber erweiterte Nutzungslimits für komplexe Anfragen. Zahlende Kunden könnten Zugriff auf präzisere Sprachmodelle und schnellere Antworten bei hoher Serverlast erhalten.
Ein erweitertes Kontextfenster ist ebenfalls wahrscheinlich. Die KI könnte sich dann an mehr Details aus längeren Gesprächen erinnern. Diese Funktionen richten sich an Nutzer, die WhatsApp für Textgenerierung oder Ideensammlung nutzen.
Kostenlose Basisversion bleibt
Die allermeisten der über zwei Milliarden WhatsApp-Nutzer müssen nicht zahlen. Die grundlegende Version von Meta AI bleibt kostenlos. Meta verfolgt damit eine bewährte Freemium-Strategie.
Ähnliche Modelle nutzen bereits OpenAI mit ChatGPT Plus und Google mit seinem Advanced-Tarif – beide kosten etwa 20 US-Dollar monatlich. Metas großer Vorteil ist die enorme Reichweite: Die App ist bereits auf Milliarden Smartphones installiert.
Teil von Metas großer KI-Strategie
Die Pläne für WhatsApp sind kein Einzelfall. Meta testet bereits Premium-Abos für KI-Funktionen auf Instagram und Facebook. Damit will der Konzern seine milliardenschweren Investitionen in KI-Forschung refinanzieren.
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Spezialisierte KI-Werkzeuge aus Zukäufen sollen in die Abo-Pläne einfließen. Dazu gehört die Technologie des für zwei Milliarden Dollar übernommenen Unternehmens Manus. Auch das KI-Videowerkzeug Vibes wird schrittweise zu einem Freemium-Modell umgebaut.
Markt unter Druck: Regulierung und Wettbewerb
Die Monetarisierungspläne kommen in einer phase strengerer Regulierung. Anfang März musste Meta WhatsApp auf Druck der EU für externe KI-Chatbots öffnen. Als Ausgleich führt der Konzern nun Gebühren für Drittanbieter ein – zwischen fünf und dreizehn Cent pro Nachricht.
Der Wettbewerb um KI in Messengern verschärft sich. Meta baut mit eigenen Premium-Diensten und Gebühren für Konkurrenzprodukte eine starke Marktposition auf. Die Zahlungsbereitschaft ist da: Snapchat+ hat mit einem Abo für vier Dollar monatlich bereits über 16 Millionen zahlende Nutzer.
Wann kommt das Abo?
Ein offizieller Starttermin steht noch nicht fest. Die Bezahlfunktionen werden derzeit nur in der Android-Beta getestet. Experten rechnen damit, dass Meta die Tests in den kommenden Monaten ausweitet und die Premium-Abos in der zweiten Jahreshälfte 2026 einführt.
Für Nutzer bedeutet das: Einfacher Nachrichtenaustausch und grundlegende KI-Hilfe bleiben kostenfrei. Die leistungsstärksten Innovationen gibt es dann aber nur gegen Geld. Ob Meta ein plattformübergreifendes KI-Paket schnürt, ist noch offen.





