WhatsApp entwickelt ein neues Abo-Modell für Privatnutzer. Das zeigt Code in der aktuellen Android-Beta. Der Messenger will damit erstmals ein umfassendes Premium-Angebot schaffen – und neben Geschäftskunden auch Privatpersonen zur Kasse bitten.
Vom kostenlosen Messenger zum Bezahlmodell
Die Entdeckung, zuerst vom Fachportal WABetaInfo gemeldet, markiert einen strategischen Wendepunkt. Bislang finanzierte sich WhatsApp vor allem über seine Business-API für Unternehmen. Die privaten Chats blieben werbefrei. Das neue, optionale Abo soll nun exklusive Zusatzfunktionen bieten, während der Kern des Messengers – die Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation – kostenlos bleibt.
In der Beta-Version 2.26.4.8 fanden Entwickler konkrete Hinweise auf das Vorhaben. Ein Wartelisten-System soll Interessierte benachrichtigen, sobald das Abo startet. Es handelt sich um ein separates Projekt neben den bereits bekannten Plänen, die Werbung im „Updates“-Tab in einigen Regionen gegen Gebühr zu entfernen.
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Diese Premium-Features sind geplant
Die ersten geplanten Funktionen zielen auf mehr Personalisierung und Komfort ab. Laut den Code-Analysen könnte das Abo folgende Vorteile bieten:
- Individuelle App-Icons: Nutzer könnten aus mehreren Symbolen wählen, um das WhatsApp-Icon auf dem Home-Bildschirm anzupassen.
- Exklusive Designs und Sticker: Spezielle Themes für das Chat-Interface und eine Premium-Stickersammlung sollen das Erscheinungsbild verändern.
- Erweiterte Anheft-Funktion: Ein lange gewünschtes Feature: Mehr als drei Chats oben in der Liste fixieren zu können – besonders für Power-User interessant.
- Eigene Klingeltöne: Ein dedizierter Satz einzigartiger Klingeltöne für eingehende Nachrichten.
WhatsApp betont, dass dies nur der erste Funktionsumfang sei. Weitere Features könnten folgen. Der Preis ist noch unbekannt und wird voraussichtlich je Land variieren.
Meta treibt die Monetarisierung voran
Der Schritt passt in die Strategie von Mutterkonzern Meta, aus dem Milliarden-Nutzer-Messenger mehr Erlöse zu generieren. Anders als bei Facebook oder Instagram setzt WhatsApp nicht auf invasive Werbung in privaten Chats. Stattdessen baut das Unternehmen auf mehrere Säulen: das Business-API für Firmen, bezahlte Kanäle und Werbung im „Updates“-Tab – und nun ein Premium-Abo für Privatnutzer.
Das Modell ähnelt dem erfolgreichen Ansatz von Konkurrent Telegram, der mit exklusiven Features für zahlende Nutzer Geld verdient. Für WhatsApp ist es eine Chance, eine neue Einnahmequelle zu erschließen, ohne die kostenlose Basis-Erfahrung für seine über zwei Milliarden Nutzer zu gefährden.
Wann kommt das Abo?
Der Zeitplan für den Start des optionalen Abos steht noch nicht fest. Die Funktion befindet sich in aktiver Entwicklung und wird vor einem breiten Rollout vermutlich weiter in Beta-Versionen getestet und verfeinert.
WhatsApp versichert, dass die Privatsphäre und der Kern des Messengers für alle Nutzer gleich bleiben. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt weiterhin für jeden – unabhängig vom Abo-Status. Weitere Details zum Funktionsumfang und Preis werden sich in kommenden Beta-Updates zeigen.
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