Ein neues Konzept für einen integrierten Sound-Shop und einfachen Import eigener Dateien könnte die akustische Welt der Messenger-App grundlegend verändern. Die Pläne würden Nutzern erstmals echte Personalisierung ermöglichen und kommen zu einem Zeitpunkt, in dem Meta in Europa regulatorischen Gegenwind erfährt.
Heute veröffentlichte der zuverlässige Feature-Tracker WABetaInfo ein Design-Konzept, das WhatsApp von Grund auf verändern könnte. Es sieht zwei bahnbrechende Neuerungen vor: einen integrierten „In-App Tones Store“ und ein nahtloses System zum Import benutzerdefinierter Audiodateien. Damit würde die App, die weltweit über zwei Milliarden Menschen nutzen, endlich auf eine lange gehegte Nutzerforderung reagieren.
Bisher sind Nutzer auf beiden Plattformen – iOS und Android – auf eine statische Liste voreingestellter Systemtöne wie „Note“ oder „Chord“ beschränkt. In einer lauten Umgebung macht es das schwer, wichtige von unwichtigen Chats zu unterscheiden. Die neuen Vorschläge zielen genau auf dieses Problem ab.
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Der „Tones Store“: Ein Marktplatz für Sounds im Messenger
Das Herzstück des Konzepts ist ein eigener Marktplatz für Benachrichtigungstöne, direkt in die WhatsApp-Oberfläche integriert. Er soll ähnlich funktionieren wie der bereits etablierte Sticker-Store und Nutzern eine vertraute Umgebung bieten, um neue Sounds zu durchstöbern, vorzuhören und herunterzuladen.
Die von WhatsApp kuratierte Sammlung wäre speziell für Messaging-Kontexte designed. Wichtige geplante Funktionen sind:
* Sofortige Vorschau: Nutzer können jeden Ton direkt im Store anhören, bevor sie ihn downloaden.
* Durchsuchbare Bibliothek: Eine Suchleiste ermöglicht die Suche nach Sounds nach Namen oder Kategorie.
* Transparenter Speicher: Die Dateigröße jedes Tons wird in Kilobyte (KB) angezeigt – ein wichtiges Detail für Nutzer in Märkten mit begrenztem Speicher.
Analysten sehen in dem Vorhaben einen Schritt in Richtung „Creator Economy“. Langfristig könnte die Tür für Sound-Designer und Künstler geöffnet werden, premium Benachrichtigungspakete zu vertreiben – ein Geschäftsmodell, das bei Konkurrenten wie Telegram bereits funktioniert.
Volle Kontrolle: Eigene Sounds einfach importieren
Noch revolutionärer ist der zweite Teil des Konzepts: ein direkter Import von Audiodateien vom Gerät. Die geplante „Custom Tone“-Option würde sich nahtlos in die Dateimanager von iOS und Android einfügen.
Das würde die bisher umständlichen Workflows überflüssig machen. Nutzer müssten nicht länger mit Apps wie GarageBand (iOS) hantieren oder Dateien in spezielle Systemordner verschieben (Android). Stattdessen genügte ein Klick auf „Importieren“ in den Benachrichtigungseinstellungen, um jede kompatible Datei als Klingelton festzulegen.
Die Folgen für das Nutzererlebnis sind enorm. Indem man bestimmten Kontakten oder Gruppen eindeutige Sounds zuweist – etwa ein Liedausschnitt für den Partner oder einen speziellen Ton für die Arbeitsgruppe – entsteht ein „akustischer Anrufer-ID“-Effekt. Der Absender einer Nachricht wäre erkennbar, ohne auf den Bildschirm zu schauen. Eine Technologie, die zwar möglich, für den Durchschnittsnutzer aber bisher kaum zugänglich war.
Kontext: Regulatorischer Druck und Neujahrs-Updates
Die Diskussion um mehr Personalisierung findet in einer turbulenten Phase für WhatsApp statt. Erst heute, am 2. Januar, bestätigten Berichte, dass Italiens Kartellbehörde Meta daran gehindert hat, neue Beschränkungen für KI-Chatbots durchzusetzen.
Die Behörde stoppte eine geplante Meta-Politik, die allgemeine KI-Bots – wie jene von OpenAI oder Perplexity – vom Zugang zur WhatsApp Business API ausgeschlossen hätte. Die Entscheidung unterstreicht den Konflikt zwischen Metas Kontrollbestreben und dem Drang europäischer Regulierer nach offenen Märkten. Für Nutzer bleibt die Plattform so ein neutraler Boden für verschiedene KI-Dienste.
Zudem rollte WhatsApp zum Jahreswechsel ein globales Update mit einem „2026“-Sticker-Pack und interaktiven Effekten für Videoanrufe aus. Die erfolgreiche Bereitstellung dieser visuellen Assets zeigt die robuste Infrastruktur, die auch für einen künftigen Tones Store nötig wäre.
Gleichzeitig steht mit dem 15. Januar 2026 eine wichtige Deadline für Unternehmen an: Meta will die Unterstützung für bestimmte veraltete Drittanbieter-Integrationen beenden. Die Gegenüberstellung dieser „abgeschotteten Garten“-Politik für Unternehmen und den nutzerfreundlichen „Open-Import“-Plänen zeichnet ein komplexes Bild von WhatsApps Strategie für 2026.
Analyse: Vom Utility zur Super-App
Die Einführung eines Tones Store wäre ein strategischer Schwenk für WhatsApp hin zum „Super-App“-Modell, das in Asien verbreitet ist. Indem die App die Entdeckung und Verwaltung von Assets (Sticker, nun Töne) internalisiert, bindet sie Nutzer länger und macht sie unabhängiger von den Einstellungen des Betriebssystems.
Aus psychologischer Sicht treibt das Bedürfnis nach kognitiver Entlastung die Nachfrage nach individuellen Tönen. In einer Ära ständiger Erreichbarkeit filtert das Gehirn permanent Reize. Ein einzigartiger Sound für wichtige Kontakte ermöglicht diese Filterung bereits auf Sinnesebene und reduziert die mentale Last.
Das Konzept offenbart auch den Graben zwischen iOS und Android. Während Android historisch einfacheren Dateizugang erlaubt, waren iPhone-Nutzer im „walled garden“ von iTunes oder GarageBand gefangen. Würde WhatsApp den direkten Dateiimport wie geplant umsetzen, würde es diese Hürden der Betriebssysteme umgehen und die Personalisierung für alle demokratisieren.
Ausblick: Vom Konzept zur Wirklichkeit?
Die heute vorgestellten Features sind bisher nur Design-Studien und kein aktiver Code in der Beta-Version. Doch die Historie von WABetaInfo zeigt: Solche Konzepte gehen oft der tatsächlichen Entwicklung voraus.
Sollte Meta die Pläne umsetzen, wäre ein gestaffelter Rollout wahrscheinlich – ähnlich wie beim Sticker-Store. Zuerst mit einer begrenzten Auswahl eigener Sounds, später vielleicht geöffnet für Drittanbieter. Die Lizenzierung von Musik oder Soundeffekten bliebe dabei eine große rechtliche Hürde.
Die unmittelbare Aufmerksamkeit des Konzerns gilt nun der Umsetzung der italienischen Kartellentscheidung und der anstehenden API-Änderungen für Unternehmen. Doch das Echo auf dieses Konzept beweist: Selbst wenn KI und Geschäftsfunktionen die Schlagzeilen dominieren, ist das Verlangen nach einfachen, persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten in der Nutzergemeinschaft nach wie vor ein starker Treiber.
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