WhatsApp Plus: Meta startet Abo-Dienst für den Messenger-Riesen

Meta startet kostenpflichtiges WhatsApp Plus mit Farben und Inkognito-Chat. iOS 26.5 bringt RCS-Verschlüsselung.

Der weltweit populärste Messenger bekommt ein Premium-Angebot. Seit dem 13. Mai 2026 können Nutzer „WhatsApp Plus“ abonnieren, einen kostenpflichtigen Dienst mit erweiterten Anpassungs- und Produktivitätswerkzeugen. Zeitgleich führt Meta einen „Inkognito-Chat“ für KI-Interaktionen ein – ein klarer Schwenk hin zu mehr Privatsphäre und neuen Einnahmequellen.

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Farben, Pins und ein kostenloser Testmonat

WhatsApp Plus richtet sich an alle, die ihrem Chat mehr Persönlichkeit verleihen wollen. Abonnenten erhalten Zugriff auf 18 verschiedene Akzentfarben und alternative Chat-Designs. Auch praktisch: Statt der üblichen Begrenzung lassen sich nun bis zu 20 Unterhaltungen an die Spitze der Nachrichtenliste anheften.

Der Dienst ist auf Android und iOS verfügbar. In Europa kostet das Abo rund 2,49 Euro pro Monat. Meta lockt mit einer kostenlosen Testphase von einer Woche bis zu einem Monat. Branchenbeobachter sehen darin eine bewährte Strategie – ähnliche „Plus“- oder „Premium“-Modelle haben bereits andere Messenger erfolgreich eingeführt.

Inkognito-Modus für sensible Gespräche

Parallel zum Abo-Start adressiert Meta wachsende Bedenken rund um Künstliche Intelligenz. Der neue „Inkognito-Chat mit Meta AI“ schafft einen geschützten Raum für vertrauliche Unterhaltungen – etwa zu Finanzen, Gesundheit oder Beruf. Diese Chats tauchen nicht in der Hauptübersicht auf und lassen sich nur per Fingerabdruck oder Face ID öffnen.

Meta verspricht: Selbst das Unternehmen selbst kann diese Unterhaltungen nicht einsehen. Nachrichten darin sind standardmäßig temporär und verschwinden nach Ende der Sitzung. Die Funktion basiert auf dem neuen Muse-Spark-Modell und ist Teil einer größeren Roadmap. In Entwicklung ist zudem „Side Chat“ für private KI-Interaktionen in Gruppen.

iOS 26.5: Riesen-Update mit Verschlüsselungs-Premiere

Die WhatsApp-Neuerungen fallen mit einem bedeutenden Betriebssystem-Update zusammen. Apple hat am 15. Mai iOS 26.5 veröffentlicht – ein rund 8,73 Gigabyte schweres Paket. Herzstück: eine Beta der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den RCS-Standard. Damit sind sichere Nachrichten zwischen iPhone und Android erstmals möglich.

In Deutschland haben Telekom, O2 und 1&1 die Unterstützung bestätigt. Vodafone hinkt offenbar hinterher. Die Neuerung bringt hochauflösende Medien, Lesebestätigungen und Schreibanzeigen in plattformübergreifende Chats – ein massiver Fortschritt gegenüber den bisher unverschlüsselten SMS.

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Nach großen System-Updates wie iOS 26.5 sollten Nutzer bestimmte Einstellungen sofort prüfen, um ihre Privatsphäre zu schützen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Updates sicher installieren und Ihre Daten ohne Fachwissen optimal absichern. Gratis-Ratgeber: iOS-Updates sicher installieren

Das Update schließt zudem 52 Sicherheitslücken, darunter kritische Schwachstellen im Systemkern (CVE-2026-28950, CVE-2026-28906, CVE-2026-28963). Auch WebKit wurde geflickt. Allerdings berichten erste Nutzer von Verbindungsabbrüchen und Problemen mit der Wi-Fi-7-Stabilität.

Reparatur-Streit: iFixit kritisiert Apple scharf

Während die Software neue Funktionen bringt, eskalieren die Spannungen um die Hardware-Reparierbarkeit. Die Organisation iFixit wirft Apple vor, bei neueren iPhone-Modellen (XR, XS, XS Max) Software-Sperren auf Akkus zu aktivieren. Selbst der Einbau eines Original-Akkus führt zu einer „Service“-Meldung – die Batteriegesundheit wird nicht mehr angezeigt. Nur autorisierte Apple-Händler können die Sperre zurücksetzen.

Apple verteidigt die Praxis als Schutz vor minderwertigen Komponenten. Kritiker sehen darin jedoch eine gezielte Einschränkung von Drittanbieter-Reparaturen. Für Nutzer mit Problemen nach dem iOS-Update empfehlen Experten: Flugmodus ein- und ausschalten, nach Carrier-Updates suchen oder einen Neustart erzwingen.

Ausblick: KI und Kamera-Revolution im Herbst

Die aktuellen Updates sind nur der Vorbote größerer Veränderungen. Für den 8. Juni 2026 plant Apple auf der WWDC die Vorstellung von iOS 27 – mit einer grundlegend überarbeiteten Kamera-Oberfläche. Nutzer sollen künftig eigene Layouts aus Widgets für Belichtung, Blitz und Tiefenschärfe zusammenstellen können.

Die Integration von „Visual Intelligence“ in Siri und die mögliche Einbindung von ChatGPT in CarPlay zeigen: KI bleibt der zentrale Pfeiler der Mobilstrategie 2026. Während WhatsApp seine Premium-Funktionen ausrollt und Apple das iPhone 18 Pro vorbereitet, steht die Branche vor der entscheidenden Frage: Sind Nutzer bereit, für optische Kontrolle und erweiterte Datensicherheit zu zahlen?