WhatsApp: Restricted Chats sperren Web und Desktop aus

WhatsApp entwickelt geschützte Chats, Browser-Anrufe für Gäste ohne Konto und bis zu drei iOS-Profile; die Freigaben stehen noch aus.

Der Messenger-Dienst WhatsApp arbeitet an einer Erweiterung seiner Sicherheitsfunktionen sowie an neuen Möglichkeiten für die Kommunikation mit Personen, die über kein eigenes Benutzerkonto verfügen. Wie aus Berichten von Mitte September 2026 hervorgeht, stehen dabei Funktionen wie „Restricted Chats“ für eine erhöhte Privatsphäre und eine neue Gastanruf-Option im Fokus der Entwicklung.

Erhöhte Datensicherheit durch Restricted Chats

In einer aktuellen Android-Beta-Version (2.26.36.5) wurde die Entwicklung sogenannter „Restricted Chats“ gesichtet. Diese Funktion soll es Nutzern ermöglichen, ausgewählte Konversationen ausschließlich auf ihrem Haupt-Smartphone zu führen. Im Gegensatz zum Standardverfahren bei WhatsApp würden diese speziellen Chats nicht mit verknüpften Geräten wie WhatsApp Web oder Desktop-Applikationen synchronisiert.

Die neue Funktion baut laut Berichten auf den bestehenden Optionen für fortgeschrittene Chat-Privatsphäre („Advanced Chat Privacy“) auf, ersetzt diese jedoch nicht. Restricted Chats bringen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen mit sich: So soll das automatische Speichern von Medien in der Galerie sowie der Export von Chatverläufen unterbunden werden.

Zudem sei vorgesehen, dass die Inhalte dieser Chats nicht für Meta AI zugänglich sind. Die Funktion ist als optionale Einstellung konzipiert, befindet sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist bislang nicht offiziell angekündigt oder für die allgemeine Nutzerschaft freigeschaltet worden.

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Kommunikation mit Gästen ohne WhatsApp-Konto

Parallel dazu testet WhatsApp in einer iOS-Beta-Version (26.36.10.71) eine Funktion für Gastanrufe. Nutzer können demnach im Reiter für Anrufe Links für Sprach- oder Video-Telefonate erstellen.

Gäste sollen diesen Gesprächen direkt über einen Webbrowser beitreten können, ohne selbst ein WhatsApp-Konto besitzen zu müssen. Zur Sicherung der Privatsphäre bleibe die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bestehen, wobei für jede Browser-Sitzung ein temporärer Schlüssel generiert werde.

Damit ein Gast an einem Einzel- oder Gruppenanruf teilnehmen kann, ist die ausdrückliche Freigabe durch den Gastgeber erforderlich. Die Einladungslinks lassen sich über verschiedene Kanäle wie E-Mail, SMS oder Messenger-Dienste teilen und können zudem direkt in Kalender eingetragen werden. Diese Funktion wird derzeit entwickelt und soll zu einem späteren Zeitpunkt auch für Android-Nutzer bereitgestellt werden.

Ergänzt wird dieser Ansatz durch einen neuen „Event Hub“ in der Android-Beta. Dabei handelt es sich um eine zentrale Verwaltungsseite in den App-Einstellungen, über die Nutzer Ereignisse erstellen und verwalten können.

Auch hier ist vorgesehen, Personen ohne WhatsApp-Konto einzuladen. Diese müssen lediglich ihren Namen angeben und ihre Telefonnummer verifizieren, um Zugriff auf Details wie Ort und Zeit sowie den dazugehörigen Anruf-Link zu erhalten.

Erweiterung der Kontenverwaltung und Web-Telefonie

Für Nutzer, die mehrere Profile auf einem Endgerät verwalten, deutet sich eine Erweiterung an. In einer iOS-Beta wurde die Unterstützung von bis zu drei Accounts auf einem Gerät entdeckt; bisher lag das Limit bei zwei Profilen.

Über die Funktion „Add account“ soll ein dritter Slot verfügbar werden, wobei jeder Account strikt getrennte Einstellungen, Benachrichtigungen, Medien und Backups behält. Die Absicherung der einzelnen Profile kann über Face ID oder Passcodes erfolgen. Ob diese Erweiterung auch für Android-Geräte geplant ist, bleibt bislang offen.

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Diese Entwicklungen folgen auf den globalen Rollout nativer Audio- und Videoanrufe für WhatsApp Web im Juli 2026. Seither sind verschlüsselte 1:1- und Gruppenanrufe direkt in Browsern wie Chrome, Safari oder Edge möglich, ohne dass eine separate Desktop-App installiert werden muss. Diese Funktionen umfassen unter anderem Rauschunterdrückung, Bildschirmfreigabe und die Möglichkeit, laufende Gespräche zwischen Browser und Mobilgerät zu übertragen.