WhatsApp: Selbstlöschende Texte und Widgets kommen

Meta testet für WhatsApp selbstlöschende Textnachrichten, neue Widgets und einen grünen Online-Status. Auch die Gruppenverwaltung wird überarbeitet.

Meta testet umfangreiche Neuerungen für den Messenger – von selbstlöschenden Texten bis zu Widgets.

Der Messaging-Dienst WhatsApp steht vor einem der größten Updates der letzten Monate. Beta-Tests, die bis Mitte Juni 2026 beobachtet wurden, zeigen eine Reihe von Funktionen, die vor allem Android-Nutzer betreffen. Im Fokus stehen verbesserte Privatsphäre, effizienteres Gruppenmanagement und neue Werkzeuge für den Startbildschirm.

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Selbstlöschende Nachrichten kommen

WhatsApp erweitert das „View Once“-Prinzip – bisher bekannt für Fotos und Videos – nun auf Textnachrichten. Nutzer können künftig Nachrichten versenden, die sofort nach dem Lesen verschwinden. Aktiviert wird der Modus durch langes Drücken des Sende-Buttons. Screenshots, Kopieren und Weiterleiten werden dabei blockiert.

Die Funktion befindet sich aktuell im iOS-Beta-Test (Version 26.24.10.16) und wird für Android entwickelt. Sie soll sowohl in Einzel- als auch in Gruppenchats funktionieren – nicht jedoch in Broadcast-Kanälen.

Grüner Punkt zeigt Online-Status an

Ein weiteres Privacy-Feature betrifft die Sichtbarkeit von Kontakten. In der Android-Beta 2.26.24.5 vom 19. Juni 2026 wurde ein grüner Punkt auf Profilbildern eingeführt. Er erscheint im Chat-Informationsbildschirm und signalisiert, wann ein Kontakt online ist. Die Funktion respektiert bestehende Privatsphäre-Einstellungen und soll später auch in der Kontaktübersicht auftauchen.

Widgets für den Startbildschirm

WhatsApp arbeitet an neuen Widgets, die das ständige Öffnen der App überflüssig machen sollen. In der Android-Beta 2.26.24.2 wurde ein 3×1-Widget für Sprachnachrichten entdeckt. Es erlaubt das Aufnehmen und Versenden von Voice-Memos direkt vom Startbildschirm – an einen oder mehrere Empfänger. Ein separates Widget für Status-Updates befindet sich ebenfalls in der Entwicklung.

Gruppenverwaltung wird übersichtlicher

Die Gruppen-Informationsseite wurde in der Android-Beta 2.26.24.3 neu gestaltet. Zwei Hauptkategorien strukturieren künftig die Ansicht: „Einstellungen“ und „Datenschutz“. Ersteres bündelt Design- und Speicheroptionen, letzteres fasst Chat-Sperren und Verschlüsselungsdetails zusammen.

Aus für Avatar-Sticker

Nicht alle Neuerungen sind Zugänge: WhatsApp stellt die Erstellung von Stickern auf Basis persönlicher Avatare ein. Grund ist die geringe Nutzerbeteiligung. Die Funktion wird nach und nach aus den Beta-Versionen entfernt.

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Tiefere Android-Integration

Parallel zu Metas eigenen Updates arbeitet Google an der Einbindung von WhatsApp in die Android-Systemeinstellungen. Mit dem Google-Play-Services-Update 26.23 können Nutzer ihre Chat-Backups nun direkt über das System-Backup-Menü verwalten – ohne Umweg über die App.

Ebenfalls neu: verbesserte Standards für den Austausch von Anmeldedaten. Passwörter und Passkeys lassen sich künftig über Google Play Services importieren und exportieren. Zudem wurde der Play-Protect-Scanner für Apps verschärft, die nicht durch den Standard-Prüfprozess gelaufen sind.