Der Radiosender SWR3 hat in einer aktuellen Meldung vor erheblichen Sicherheitsrisiken bei der Nutzung des Messengers WhatsApp gewarnt. Nutzer werden dazu aufgerufen, ihre Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen umgehend zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen, um eine missbräuchliche Übernahme ihres Kontos durch Unbefugte zu verhindern.
Warnsignale für eine Kontenübernahme
In den Hinweisen von SWR3 werden mehrere deutliche Anzeichen genannt, die auf eine Kompromittierung des WhatsApp-Accounts hindeuten können. Ein zentrales Warnsignal sei der Erhalt eines sechsstelligen Bestätigungscodes per SMS, ohne dass der Nutzer selbst versucht habe, die App auf einem neuen Gerät zu registrieren. Solche Nachrichten seien oft ein Hinweis darauf, dass Angreifer versuchen, die Telefonnummer des Opfers auf einem fremden Endgerät zu verifizieren.
Zudem sollten Nutzer darauf achten, ob sich ihr Profilbild ohne ihr Zutun verändert hat oder ob Nachrichten im Namen des Nutzers versendet wurden, die dieser nicht verfasst hat. Ein weiteres kritisches Anzeichen sei ein plötzliches Ausloggen aus der App. Da WhatsApp in der Regel nur auf einem Smartphone gleichzeitig aktiv sein kann (neben verknüpften Desktop-Geräten), deutet ein automatischer Logout oft darauf hin, dass die Telefonnummer erfolgreich auf einem anderen Gerät angemeldet wurde.
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Maßnahmen zur Wiederherstellung und Bereinigung
Für den Fall, dass Nutzer den Verdacht einer Manipulation haben oder bereits den Zugriff verloren haben, bietet der Bericht konkrete Handlungsempfehlungen. Zunächst sollten in den Einstellungen der App alle „verknüpften Geräte“ überprüft werden. Unbekannte Browser-Sitzungen oder Computer-Verbindungen sollten umgehend entfernt werden, um bestehende Sitzungen von Angreifern zu beenden.
Falls das Konto bereits auf einem fremden Smartphone registriert wurde, rät der Sender zur erneuten Registrierung mit der eigenen Telefonnummer. Durch diesen Prozess werde ein neuer Bestätigungscode angefordert, der die fremde Sitzung automatisch beendet. Hierbei ist jedoch entscheidend, dass der rechtmäßige Besitzer physischen Zugriff auf seine SIM-Karte hat, um den per SMS übermittelten Code entgegenzunehmen.
Vorgehen bei Sperrungen und präventive Einstellungen
Ein weiteres Problemfeld stellen Kontensperrungen dar, die auftreten können, wenn ein gehackter Account für den massenhaften Versand von Spam-Nachrichten missbraucht wurde. Betroffene Nutzer haben laut SWR3 die Möglichkeit, innerhalb der App eine Prüfung der Sperrung anzufordern. In diesem Review-Verfahren könne der Fall durch den Betreiber untersucht werden, um bei einer unverschuldeten Sperrung den Zugang wieder freizuschalten.
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Zur allgemeinen Vorsorge gegen Sicherheitsbedrohungen empfiehlt der Sender eine Anpassung der Download-Funktionen. Nutzer sollten den automatischen Download von Medien wie Bildern, Videos oder Dokumenten deaktivieren. Diese Funktion verhindere, dass potenziell schädliche Dateien automatisch im Hintergrund auf das Smartphone geladen werden, sobald sie in einem Chat empfangen werden. Erst durch ein manuelles Herunterladen behalte der Anwender die volle Kontrolle darüber, welche Inhalte auf dem Endgerät gespeichert werden. Durch diese Kombination aus technischer Vorsorge und Aufmerksamkeit gegenüber Warnsignalen lasse sich das Risiko eines Identitätsdiebstahls deutlich reduzieren.

