WhatsApp-Sperren: Meta räumt Fehler ein, der legitime Konten traf

Ein behobener Systemfehler führte zu unberechtigten WhatsApp-Sperren; MCMC verlangt von Meta bessere Beschwerde- und Wiederherstellungswege.

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Meta hat einen technischen Fehler eingeräumt, durch den legitime Nutzung von WhatsApp fälschlicherweise als Regelverstoß gewertet und Konten unrechtmäßig gesperrt wurden. Dies bestätigte laut einem Bericht von thestar.com.my die malaysische Regulierungsbehörde MCMC. Der Fehler betraf demnach mehr als die Hälfte der Fälle in der ersten Gruppe von Beschwerden, die MCMC an Meta übermittelt hatte.

Fehler behoben, Konten wiederhergestellt

Laut Meta wurde der Systemfehler bis Ende September 2026 behoben. Betroffene legitime Konten seien proaktiv wiederhergestellt worden, teilweise auch dann, wenn die Nutzer keinen Widerspruch eingelegt hatten. Meta betonte zugleich, dass es keine Änderung an den WhatsApp-Durchsetzungsrichtlinien oder den Nutzungsbedingungen gegeben habe.

Als weitere Gründe für Kontosperrungen nannte Meta wiederverwendete Telefonnummern von zuvor gesperrten Konten, Spam und Betrug sowie ungewöhnliche Nutzungsmuster. Nutzerberichte über andere Accounts seien dabei nur ein Faktor unter mehreren. Bei Business-Konten könne zudem der Massenversand von Nachrichten ohne Einwilligung der Empfänger eine automatische Spam-Erkennung auslösen, die zu einer Sperrung führt.

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MCMC fordert besseren Widerspruchsprozess

Die Regulierungsbehörde MCMC verlangt von Meta einen verbesserten Widerspruchs- und Wiederherstellungsprozess für betroffene Nutzer. Sollten die bisherigen Maßnahmen unzureichend bleiben, behält sich die Behörde weitere regulatorische Schritte vor. Nach Angaben von newswav.com verzeichnete MCMC bis zum 30. September 2026 insgesamt 92 Beschwerden zu suspendierten, unzugänglichen oder unbefugt zugegriffenen WhatsApp-Konten.

Dem Fall war ein direkter Austausch zwischen Behörde und Unternehmen vorausgegangen: Wie urallnews.com berichtete, stellte MCMC am 25. September 2026 eine offizielle Anfrage an Meta und führte am 28. September 2026 Gespräche mit dem Unternehmen.

Meta bat daraufhin um eine Frist bis zum 2. Oktober 2026, um Stellung zu nehmen. MCMC forderte in diesem Zusammenhang eine vollständige Aufklärung sowie eine sofortige Lösung für die betroffenen Konten; über weitere Schritte sollte erst nach Metas Rückmeldung entschieden werden.

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Der malaysische Kommunikationsminister Fahmi Fadzil hatte MCMC beauftragt, eine Klarstellung zu Metas Antwort einzuholen, zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch keine Ergebnisse der Gespräche erhalten.

Unterscheidung zwischen Hacking und Sperrung

MCMC stellte in diesem Zusammenhang klar, dass zwischen einer Account-Übernahme durch Hacking und einer regulären Kontosperrung unterschieden werden müsse. Gehackte Konten könnten für Betrug, Spam oder Verstöße gegen die WhatsApp-Nutzungsbedingungen missbraucht werden und in der Folge gesperrt werden – ein Mechanismus, der unabhängig von dem nun eingeräumten technischen Fehler besteht.

Für Nutzer bedeutet der Vorfall, dass betroffene Konten in vielen Fällen bereits ohne eigenes Zutun wiederhergestellt wurden. Gleichzeitig bleibt die Forderung der Regulierungsbehörde nach einem transparenteren und zugänglicheren Beschwerdeverfahren bestehen, sollte es künftig erneut zu fälschlichen Sperrungen kommen.